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D&D Smalltalk

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Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Rhylthar am 29.06.2020 | 08:39 ---Der ganze Text entstand damals mehr oder weniger aus der immer wieder aufkeimenden Diskussion, dass der Schurke bzw. die Sneak Attack zu stark sei, ab Beginn der Edition. Wenn man sich aber mal die tatsächlichen Einschränkungen anguckt, die u. a. in den leider nicht mehr abrufbaren 4 Artikeln erläutert wurden, konnte man schnell erkennen, dass es eben nicht so ist.
--- Ende Zitat ---
Neben den ganzen Einschränkungen am noch dazu, dass der Schaden den ein Schurke so raußhauen konnte im Vergleich zu dem der anderen Klassen garnicht mal so hoch war, und der typische Weapon Finesse/TWF Build ziemlich feathungrig war.

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Ainor am 29.06.2020 | 13:02 ---Es ist sicher unstrittig dass die Backstab Regeln in 2E etwas suboptimal waren. Aber ich finde das das Konzept des Anschleichens und dann verheerend Angreifens passt sehr gut zum Rogue. Sneak attack macht den Rogue eher zum mageren Ersatzkämpfer.
Insofern eher eine Verschlimmbesserung.
--- Ende Zitat ---
Aber wenn das konzept so umsetzen will müsste zum einen Sneak Attack deutlich mehr Schaden machen und zum anderen müsste der Schurke dann auch ohne Sneak Attack vernüftigen Schaden raushauen können.

nobody@home:
In gewisser Hinsicht ist Sneak Attack vom Konzept her nichts Halbes und nichts Ganzes -- wenn ein Dieb/Schurke einen Gegner hinterrücks ermeucheln kann, warum kann das ein entsprechend hinterhältig vorgehender Kämpfer nicht genauso gut, wenn nicht sogar besser? Immerhin verbringt der vermutlich mehr Zeit damit, zu studieren, wie man Leute und andere Kreaturen effizient vom Leben (oder was auch sonst immer) zum Tode befördert, als so'n läppischer Fassadenkletterer und Taschendieb, der das, wenn überhaupt, bestenfalls als Nebenfach mitnimmt...

Aber D&D hat das nun mal seit den Anfangstagen der Diebesklasse fest im Klischee verankert, also werden wir das zumindest in D&D wohl auch nicht wieder los. (Anderswo kann man das Thema natürlich wieder anders angehen.) Bleibt ab einem gewissen Punkt nur noch, einfach das heißlaufende Hirn ein paar Gänge herunterzuschalten und mit schulterzuckendem "is' halt so" zu anderen Themen überzugehen.

Rhylthar:

--- Zitat ---In gewisser Hinsicht ist Sneak Attack vom Konzept her nichts Halbes und nichts Ganzes -- wenn ein Dieb/Schurke einen Gegner hinterrücks ermeucheln kann, warum kann das ein entsprechend hinterhältig vorgehender Kämpfer nicht genauso gut, wenn nicht sogar besser? Immerhin verbringt der vermutlich mehr Zeit damit, zu studieren, wie man Leute und andere Kreaturen effizient vom Leben (oder was auch sonst immer) zum Tode befördert, als so'n läppischer Fassadenkletterer und Taschendieb, der das, wenn überhaupt, bestenfalls als Nebenfach mitnimmt...
--- Ende Zitat ---
Deswegen Schurke, nicht Dieb. Der Schurke (Assassine) kann es deswegen auch um einiges besser als der Schurke (Dieb).

SeldomFound:
Der Archetyp des Rogue/Thief stammt aus Fafhrd and The Gray Mouser, so weit ich weiß.

Wobei Fafhrd eher ein Fighter-Rogue und Gray Mouser ein Fighter-Rogue-Wizard war, wenn ich das richtig verstanden habe.


Der Punkt ist: Bei 3.0 brachte Monte Cook diese Einstellung von Rolemaster mit, dass quantifizierte Simulation ein Kriterium für gutes Rollenspiel sei.

Um ihn von einem Interview mit RPG Codex zu zitieren, in Antwort darauf, was die 3. Edition auszeichnen würde:

"Unified mechanical systems, well-defined rules, and a heavy dose of quantified simulation. If you want an effect -- a spell, a trap, a creature, etc. -- you quantify it in pre-described ways. If you make an NPC or creature, it functions in the world in the same way that PCs do."

Das ganze Interview ist hier: https://rpgcodex.net/content.php?id=8374


Natürlich, Monte Cook selbst ist auch für Numenera verantwortlich, was im starken Kontrast zu dieser Herangehensweise steht.

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