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[D&D5e] Unterstützung beim Erstellen einer Homebrew-Rasse: Gnoll
Dioto:
Hallo Tanelorn,
wie im Titel beschrieben, benötige ich Unterstützung beim Erstellen einer Homebrew-Rasse. Da die 5. Edition Gnolle komplett unspielbar gemacht hat und die meisten Werte von Homebrew-Gnollen, die ich bisher gesehen habe, auf diesem Hintergrund basieren oder meiner Meinung nach unbalanciert sind, habe ich mich mal selber dran gesetzt und eigene Werte erstellt. Allerdings bin ich nun selber unsicher bezüglich des Balancings und einigen Eigenschaften.
Wichtig ist hierbei folgendes: Diese Gnolle habe ich für ein Setting von meinem Spielleiter geschrieben, in dem der Dämonenfürst Yeenoghu nicht existiert und sie somit nicht erschaffen hat. Stattdessen wurden sie von Magiern in Chimärenexperimenten mit Menschen und Hyänen (vor allem Tüpfelhyänen, aber nicht nur) erzeugt, um aufmerksame Wächterwesen für eine magokratische Stadt zu schaffen. Allerdings stellten sich die so entstandenen Gnolle als nicht "kooperationsbereit" heraus und sind geflüchtet (wenn das jemand kennt: Der Hintergrund ist stark an Heroes of Might and Magic VII angelehnt). Kurz um: Es handelt sich um Hyänenmenschen mit tierischen Eigenschaften und Verhalten und nicht um irre Hyänendämonen.
Bewertet habe ich die Eigenschaften nach dem Musicus Meter, wobei Attributsboni und Musicus 1 zu 1 abgebildet werden, sodass z.B. ein Stärkebonus von 2 einem Musicuswert von 2 entspricht. Bei anderen Eigenschaften muss man abschätzen, wie stark sie sind. Der summierte Musicuswert sollte im Bereich von 5 bis 6 liegen, wobei es nach dem Schema auch Ausreißer gibt (z.B.: Zwerg: 8; Kobold: 4).
Ausgangspunkt für die Werte ist übringens der Tabaxi, bei welchem ich nur einige Effekte vertauscht habe.
Gnolle. (Summe Musicus: 5.5 - 7?)
Attributserhöhung. Dein Stärkewert wird um 2 Punkte erhöht. Dein Geschicklichkeitswert steigt um 1 Punkt an. (Musicus: 3)
Anmerkung: Möglich wären auch Konstitution wegen der Ausdauer und dem Verzehr von Aas oder auch Weisheit wegen den ausgeprägten Sinnen, wobei beides auch anders abgebildet werden kann.
Alter. Gnolle wachsen rapide auf und haben eine kürzere Lebensspanne als andere Völker. Ein Gnoll erreicht das Erwachsenenalter mit 10 und kann bis zu 50 Jahre alt werden. (Musicus: 0)
Gesinnung. Gnolle haben eine Tendenz zum Chaotischen, wobei es auch Ausnahmen gibt. (Musicus: 0)
Anmerkung: Einem ganzen Volk eine Gesinnung zuzuordnen, halte ich immernoch für schwierig. Möglich wäre auch rechtschaffen böse/neutral, wenn man an die strikte Hierarchie in matriarchalen Hyänenclans denkt.
Größe. Der stämmige Körper von Gnollen ist meist nach vorne gebeugt und erreicht aufgerichtet eine Größe von bis zu 2,2 Meter, wobei diese Größe vor allem von weiblichen Gnollen erreicht wird. Deine Größenkategorie ist mittelgroß. (Musicus: 0)
Dunkelsicht. Deine Raubtierahnen waren nachtaktiv. Du kannst dämmriges Licht im Umkreis von 18m so behandeln, als wäre es helles Licht. Dunkelheit wird im Umkreis von 18 m wie dämmriges Licht behandelt. Allerdings kannst du im Dunklen keine Farben erkennen, nur Graustufen. (Musicus: 0.5)
Scharfes Gehör und Geruchssinn. Du hast einen Vorteil bei Würfen auf Weisheit (Wahrnehmung), die sich um das Gehör oder den Geruchssinn drehen. (Musicus: 0.5 - 2?)
Anmerkung: Mein Sorgenkind. Ich finde die Idee einfach rollenspieltechnisch interessant, dass sich ein Tiermensch auf andere Sinne als den Sehsinn verlässt, allerdings ist dieser Effekt schwer einzuschätzen. Er würde +5 durch den Vorteil auf die passive Wahrnehmung geben, was ja ein Teil des Feats "Observant" ist (Musicus: 1?), aber nur auf 2 Sinne beschränkt (also Musicus: 0.5?). :-\
Raubtier. Du bist geübt in Einschüchtern und Wahrnehmung. (Musicus: 1)
Anmerkung: Die Wahrnehmung wird zwar schon anders abgebildet, allerdings sind quasi alle Tiere in 5e darin geübt, warum nicht auch Tiermenschen? Einschüchtern passt zu einem rudelbildenden Jäger. Möglich wäre auch Übung in Überleben, um das Erschnüffeln von Fährten abzubilden.
Knochenzermalmender Biss. Gnolle haben ein spezielles Gebiss mit starker Kiefermuskulatur, mit dem sie selbst Knochen zerbeißen können. Der Bissangriff richtet 1w4 + Stärkemodifikator stumpfen Schaden an und benötigt keine freie Hand zur Verwendung. (Musicus: 0.5)
Anmerkung: Normalerweise erzeugen Bisse in 5e spitzen Schaden, allerdings halte ich hier stumpfen Schaden für interessanter, um die knochenbrechende Eigenschaften hervorzuheben. Skelette sind schließlich schwach gegen stumpfe Waffen. ;)
Sprachen. Du kannst sowohl Gnollisch als auch die Gemeinsprache lesen, schreiben und sprechen. Gnollisch ist für andere Völker durch sein variierendes Knurren, Jaulen und Kichern schwierig zu imitieren. Es verwendet Drakonisch als Schriftsystem. (Musicus: 0)
Anmerkung: Eigentlich verwendet Gnollisch in den früheren D&D-Versionen Zwergisch als Schriftsystem, allerdings wurden diese Gnolle von Magiern erschaffen, sodass die Schrift der Magie (Drakonisch) mehr Sinn macht. Außerdem kann ein Gnoll die Schriftzeichen leichter mit seiner Kralle irgendwo einritzen. :)
OK, nun meine Fragen:
Wie würdet ihr die Rasse verbessern? Habt ihr Vorschläge für alternative Eigenschaften?
Kennt ihr noch andere Schemas, um Homebrew-Rassen in D&D zu bewerten? Wie ist die Rasse gebalanced?
Habt ihr noch andere Tipps zum Erstellen einer Homebrew-Rasse?
Ich freue mich über jede konstruktive Kritik. :)
PS: Noch ein kleiner Bonus:
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Männliche gnollische Namen:
W61Gn--orryk2Gh--yrryn3Th--orrvarr4H--agnyrr5Mh--ognyrr6Jh--orrgnyn
Weibliche gnollische Namen:
W61Gn--orra2Dagn--arra3H--yrra4Dh--yrrgna5Mh--algna6Tarrn--yrrla
Gnollische Clansnamen:
W61Grau--mähne2Blut--auge3Streifen--pelz4Tüpfel--bauch5Schwarz--kralle6Knochen--beißer
Rhylthar:
Sehe jetzt keine größeren Balancing Probleme.
Überlegungen:
Knochenzermalmender Biss.
Geht es Dir um die Biss-Attacke oder um die Bezeichnung? Denn die Mechanik unterstützt ja die Bezeichnung nicht wirklich. Würde also auch eher zu spitzem Schaden tendieren.
Wenn Du viel Wert auf das "knochenzermalmend" legst, wird es schwierig.
Scharfes Gehör und Geruchssinn.
Hier wird es ein wenig schwierig. Denn Dein Gnoll hat ja quasi alle Wahrnehmungsarten richtig gut. Sehen, Hören, Riechen...fehlt nur noch Tremorsense. ;)
Alle Gegner, die mit Stealth arbeiten, haben so ganz gehörige Schwierigkeiten. Hattest Du noch andere Ideen hier?
felixs:
Keine Ahnung vom Balancing her, aber ich finde das ziemlich gut.
Und die Namenstabelle gefällt mir sehr, sehr gut.
Dioto:
Schonmal Danke für die schnellen Antworten! :)
--- Zitat von: Rhylthar am 2.09.2018 | 13:45 ---Knochenzermalmender Biss.
Geht es Dir um die Biss-Attacke oder um die Bezeichnung? Denn die Mechanik unterstützt ja die Bezeichnung nicht wirklich. Würde also auch eher zu spitzem Schaden tendieren.
Wenn Du viel Wert auf das "knochenzermalmend" legst, wird es schwierig.
--- Ende Zitat ---
Sowohl als auch. Das "knochenzermalmend" (OK, das Adjektiv ist vielleicht etwas hochgegriffen bei 1W4 Schaden; ursprünglich waren 1W6 vorgesehen) bezieht sich auf die Fähigkeit, die Verwundbarkeit von Skeletten anzugreifen und rollenspieltechnisch auch Knochen zu verwerten. Letzteres ist typisch für (Tüpfel-)Hyänen (Video), deren Eigenschaften ich ja versuche mit meinen Gnollen abzubilden.
Ob der Biss als spitze oder stumpfe Waffe zählt ist in 5e eher Flavor. Da ist es eher wichtiger, ob die Waffe magisch ist oder nicht. Ausnahmen sind natürlich das Skelett und der Rakshasa.
--- Zitat von: Rhylthar am 2.09.2018 | 13:45 ---Scharfes Gehör und Geruchssinn.
Hier wird es ein wenig schwierig. Denn Dein Gnoll hat ja quasi alle Wahrnehmungsarten richtig gut. Sehen, Hören, Riechen...fehlt nur noch Tremorsense. ;)
Alle Gegner, die mit Stealth arbeiten, haben so ganz gehörige Schwierigkeiten. Hattest Du noch andere Ideen hier?
--- Ende Zitat ---
Die Kombination "Scharfes Gehör und Geruchssinn" und Übung in Wahrnehmung ist gängig bei Tieren in D&D, wie zum Beispiel beim Wolf, sodass das Problem nicht nur meinen Gnoll betrifft ... er kann sich nur besser verständigen. ;D
Das Problem ist leider, dass man verbesserte Sinne ansonsten schlecht gezielt abbilden kann. Eine Alternative/weitere Eigenschaft wäre ein Vorteil auf Überleben, wenn der Charakter Fährten folgt.
--- Zitat von: felixs am 2.09.2018 | 13:47 ---Keine Ahnung vom Balancing her, aber ich finde das ziemlich gut.
Und die Namenstabelle gefällt mir sehr, sehr gut.
--- Ende Zitat ---
Danke! :D
Die vollständigen (Vor-)Namen stammen ursprünglich von dieser Homebrew-Seite. Ich habe sie nur aufgeschlüsselt und leicht verändert. ;D
Rhylthar:
Der Wolf hat aber nicht auch noch Dunkelsicht. Es ist die Summe der Eigenschaften, über die ich nachdenke.
"Tracking" mit Geruchssinn finde ich da schon besser. Situativ anwendbar, aber eben nicht allgegenwärtig.
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