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Grappling im Rollenspiel

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JS:

--- Zitat von: Grey am 20.06.2021 | 15:51 ---Nanu, war hier nicht gerade noch eine Rückfrage von JS?

--- Ende Zitat ---

Ja, zu den Regeln im Detail, aber es stellte sich dann heraus, daß YY sie wohl kennt. Somit war mein Posting nichtig.

YY:

--- Zitat von: Grey am 20.06.2021 | 15:51 ---Bei Heroen ist aber der unbewaffnete Kämpfer schon dadurch beim Grappling im Vorteil, dass er es gegenüber den meisten Waffen leichter hat, einen gezielten Treffer zu setzen und so die Voraussetzungen für ein Grappling-Manöver zu schaffen.

--- Ende Zitat ---

Jetzt wo ich das so lese, erinnere ich mich dunkel, dass mir das beim Testspiel auf dem :T: reffen aufgefallen war, aber ich hatte es echt gar nicht mehr auf dem Schirm.
Stimmiges Detail :d



--- Zitat von: Grey am 20.06.2021 | 15:51 ---Kannst du das vielleicht anhand von Beispielen illustrieren? Was wäre z.B. eine spezifische Grappling-Situation mit Dolch? Und was meinst du hier mit Positionsverbesserung?

--- Ende Zitat ---

Mit Positionsverbesserung meine ich primär, sich aus dem "normalen" Festhalten da hin zu arbeiten, dass es der Gegner schwerer hat, aus der Nummer wieder rauszukommen.
Das geht RAW über (zuerst) Umwerfen und ohne größere Verrenkungen, indem man hinterrücks angreifen aus dem Festhalten mit gezieltem Treffer zugänglich macht.
Aber ganz abstrakt würde ich es tendentiell am Ehesten mit einer Art "Festhalten+" abbilden, bei dem eine Seite einfach eine deutlich bessere Position hat.
Wenn man aus dem Festhalten(+) zum (dann leichteren) Umwerfen, Entwaffnen und hinterrücks angreifen kommt, ist es noch etwas eleganter - und nutzt die schon bestehenden Möglichkeiten.


Was den Dolch angeht: Generell kommen kleine Klingenwaffen im Grunde nur im Grappling-Kontext richtig zur Geltung, weil man dort den gegnerischen Waffeneinsatz einschränken kann - und die Alternative, eine offene Duellsituation gegen eine andere Waffe ist ja regelmäßig die Stelle, wo man mit Messer und Dolch schnell mal doof da steht.
Die eher kleinen Klingen müsste man also im Grappling zugänglich und nutzbar machen; wenn das nur dem "Festhalter" möglich ist, ist das kein Schaden - wäre also kein großer Regelaufwand.

Als Beispiel für beides - also Waffeneinsatz und Positionsverbesserung (nicht nur auf den Rücken kommen, sondern auch beide Hände des Gegners mit einer Hand brauchbar fixieren) - mal die paar Sekunden ab hier; es ist zwar eine Trainingspistole, aber die Transferleistung zum Messer hält sich in Grenzen :)


Das ist dann aber wirklich die ganz hohe Schule in Sachen Grappling-Spielmechanik - auf vertretbarem oder sogar angenehmem Komplexitätsniveau das alles unter einen Hut kriegen...viel besser gehts dann nicht mehr.
Wie gesagt: Das würde ich analog zu den regelseitig schon vorhandenen Sachen, also quasi mit Bordmitteln, abbilden. 

Und außer mir hat gefühlt niemand Bedarf an so einem obskuren Nischenkram ;D

Tele:
Früher war ich auch ganz begeistert, wenn Systeme Kämpfe versuchen realistisch abzubilden. Fandcda die DSA 4 Ansätze total toll. Besonders da ich damals ganz viel Kampfsporr betrieben habe, war das für mich ein wichtiger Aspekt.

Früher halt...heute brauchts wenige Manöver und Aktionsmöglichkeiten und ne hohe Tödlichkeit.

Kämpfen ist so komplex und hat sooo viele Faktoren, dass man nichtmal nahe rankommt.

Gerade macht mir das Vorteilssystem bei Warhammer Freude. Da geht mein Adrenalin hoch, ich zittere bei jedem Wurf mit.

Okay, das war mal wieder am Thema vorbei...also DSA 4 waffenloser Kampf: mega komplex, aber hat Manöver, Größenvorteil und Positionen.

Grey (away):

--- Zitat von: YY am 20.06.2021 | 16:56 ---Mit Positionsverbesserung meine ich primär, sich aus dem "normalen" Festhalten da hin zu arbeiten, dass es der Gegner schwerer hat, aus der Nummer wieder rauszukommen.

--- Ende Zitat ---
Hmm OK, eine solche Nickeligkeit haben wir tatsächlich noch nicht berücksichtigt. "Festhalten" endet bei Heroen im Wesentlichen damit, dass der festgehaltene Gegner zwar bewegungsunfähig ist, aber der andere seine (Offensiv-)Aktion darauf beschränkt, ihn weiter im Griff zu halten. Allerdings macht er den immobilisierten Gegner damit zum leichten Ziel für die Aktionen seiner Kameraden. Und es sollte tatsächlich kein Problem darstellen, eine Hausregel für die Überleitung aus dem Festhalten zu anderen Aktionen aufzustellen.


--- Zitat ---Was den Dolch angeht: Generell kommen kleine Klingenwaffen im Grunde nur im Grappling-Kontext richtig zur Geltung, weil man dort den gegnerischen Waffeneinsatz einschränken kann - und die Alternative, eine offene Duellsituation gegen eine andere Waffe ist ja regelmäßig die Stelle, wo man mit Messer und Dolch schnell mal doof da steht.
Die eher kleinen Klingen müsste man also im Grappling zugänglich und nutzbar machen; wenn das nur dem "Festhalter" möglich ist, ist das kein Schaden - wäre also kein großer Regelaufwand.

--- Ende Zitat ---
Das wiederum haben wir schon drin, nämlich über die Regeln für Reichweite und Druck. 8)  Sowohl im waffenlosen Kampf als auch mit dem Dolch hast du Reichw.=0, d.h. du kannst nur dann angreifen, wenn du mit dem Gegner praktisch schon im Infight bist. Dann aber ist jede Waffe mit höherer Reichweite effektiv blockiert. Ich zitiere aus dem Regelwerk, S.100:

"Hat deine Bewaffnung Reichw.=0 und es gelingt dir, einen Treffer zu setzen, dann hast du die Möglichkeit, den Gegner ins Handgemenge zu verwickeln. Du hältst ihn mit der freien Hand fest, raufst dich mit ihm am Boden u. ä. Auf diese Weise hinderst du ihn daran, zurückzuweichen. Waffen mit Reichw.=1 oder mehr sind in diesem Gerangel nicht mehr einsetzbar. Ist der Messerstecher dem Schwertkämpfer erst einmal dicht genug auf die Pelle gerückt, dann ist das Schwert nutzlos."

Das ist insbesondere unabhängig von der ausdrücklichen Situation "Festhalten", in der du ja (regeltechnisch) allein das Ziel verfolgst, den Gegner bewegungsunfähig zu machen. Im Handgemenge bewegen sich beide weiter, aber du hinderst den Gegner daran, sich wieder Freiraum für ausholendere Manöver zu verschaffen.

YY:

--- Zitat von: Grey am 20.06.2021 | 17:20 ---"Hat deine Bewaffnung Reichw.=0 und es gelingt dir, einen Treffer zu setzen, dann hast du die Möglichkeit, den Gegner ins Handgemenge zu verwickeln. Du hältst ihn mit der freien Hand fest, raufst dich mit ihm am Boden u. ä. Auf diese Weise hinderst du ihn daran, zurückzuweichen. Waffen mit Reichw.=1 oder mehr sind in diesem Gerangel nicht mehr einsetzbar. Ist der Messerstecher dem Schwertkämpfer erst einmal dicht genug auf die Pelle gerückt, dann ist das Schwert nutzlos."

--- Ende Zitat ---

Dann hab ich nichts gesagt 8) :d


Und ja, bei typischen Heldengruppen sind 1-2 Runden Festhalten i.d.R. ausreichend - da kommt das Thema Weitermachen aus dem Festhalten gar nicht auf, weil man eh zu mehreren ist.

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