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Grappling im Rollenspiel

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Grey (away):
Wow! Heißt das, Red Baron und ich haben ein Kampfsystem entwickelt, das den Ansprüchen von YY genügt?!

Den Post müssen wir uns einrahmen! :D

Maarzan:
Gesetzt ein Messerstecher HAT einen Schwertschwinger unterlaufen und im Griff. Angenommen wegen Rüstung findet er nicht sofort eine weiche Stelle um den Kampf zu entscheiden, sonst ist das wohl gegessen, oder? 

Wie hätte man sich da den Haltegriff vermutlich vorzustellen?
(Ich hätte jetzt so als erstes Bild vor Augen ein zu lässiger Stoß wird dann doch zur Seite abgewehrt/ausgewichen und der Messerstecher hat mit seiner linken den Schwertarm ergriffen. Passt das so? )
Wie würde man annehmen kann der Schwertbenutzer da dann sich wieder aus der Bredouille zu ziehen versuchen? 

Grey (away):

--- Zitat von: Maarzan am 20.06.2021 | 17:56 ---(Ich hätte jetzt so als erstes Bild vor Augen ein zu lässiger Stoß wird dann doch zur Seite abgewehrt/ausgewichen und der Messerstecher hat mit seiner linken den Schwertarm ergriffen. Passt das so? )

--- Ende Zitat ---
Das wäre ein denkbares Szenario, ja.

Bei einem schwer gerüsteten Gegner gäbe es laut Heroen-Regelwerk für den Dolchkämpfer nun mehrere Möglichkeiten: Wenn er stark genug ist, kann er den Dolch einfach mit roher Gewalt durch die Rüstung rammen. (Historisch gab es tatsächlich Dolche, die für genau diesen Zweck mit quer angebrachten Stegen o.ä. verstärkt waren.) Aber das erfordert bereits bei einem Kettenhemd einen ziemlichen Muskelberg von Messerstecher.

Die andere Variante bestünde darin, mit einem gezielten Treffer eine Schwachstelle in der Rüstung anzuvisieren. Hier böte das Regelwerk dem Messerstecher den Vorteil, dass gezielte Treffer mit dem Dolch relativ leicht zu bewerkstelligen sind (sobald man erst mal nah genug ran ist). Der Messerstecher hält dann mit links den gerüsteten Gegner am Arm fest und stochert mit rechts an Gelenkstellen der Rüstung herum.

Für den Schwertkämpfer seinerseits wäre die sinnvollste Aktion, das Schwert fallenzulassen und entweder waffenlos anzugreifen oder eine Kampfrunde zu opfern, um (sofern vorhanden) einen eigenen Dolch zu ziehen. Die Rüstung bietet ihm immer noch Schutz und erkauft ihm mindestens Zeit. Ist der Messerstecher selbst ungerüstet, dann ist der Schwertkämpfer spätestens ab dem Moment wieder im Vorteil, in dem er selbst einen Dolch in der Hand hält.

Das wären die Handlungsoptionen, die mir für dieses Szenario spontan für einen Kampf nach Heroen einfallen.

Aedin Madasohn:

--- Zitat von: Grey am 20.06.2021 | 18:12 ---
Die andere Variante bestünde darin, mit einem gezielten Treffer eine Schwachstelle in der Rüstung anzuvisieren.

Hier böte das Regelwerk dem Messerstecher den Vorteil, dass gezielte Treffer mit dem Dolch relativ leicht zu bewerkstelligen sind (sobald man erst mal nah genug ran ist).


--- Ende Zitat ---

als Vorschlag, um so etwas wie pauschaler Treffer/gezielter Treffer zu einem einheitlichen Kampfsystem zusammenzuhalten wäre:

- am Ende "des Kampfwurfes" hat man ja (YY ging ja schon drauf ein) einen "Überblick", wie "knapp geschafft" - wie "überlegen an Punkten geschafft" der "Treffer" nun war 

vergleichbar der Qualitätszahl aus DSA 5 (bzw. ja schon aus DSA 4.1 Alchemieprobe) gibt es jetzt eine Tabelle der "Steigerungs"Optionen für diese Attacke, skaliert halt nach dem Faktor, in dem der Attackierende dem Getroffenen "Uber" war.

bin ich "X Puoints Uber", dann kaufe ich mir (und vielleicht sogar mehrere kleine Effekte bei großem Konto)
 
- schlage ich ihm seinen Schwert mit meiner Waffe aus der Hand bzw. entwinde es ihm im Grappling.
- hebel ich ihn mit dem Stiel meiner Mordaxt auf den Panzerrücken bzw. nutze ich dafür Grappling
- stoße ihm mit der Lanze empfindlich in den Visierspalt seines Helmes bzw. stoße an selbige Stelle mit dem Dreikantdolch
- Haue ihm mit Conan-Gedächnis-Schlag die ganze Panzerrübe (-final- so viele Trefferpunkte-Boni, dass der Gegner einfach nur noch tot ist) vom Halsberge bzw. findet der Dolch den Weg in die Kehle.

in wie weit jedes mal diese Uber-Points auch so (mortal) genutzt werden, sollte dann auch noch in die Hände des Spielers gelegt werden, damit sie ihren Meisterkämpfer auch besser als "Kontrolleur der Situation" darstellen können (oder schafft das Vorteil/Sonderfertigkeit)

Hat Uber-Points für finalen Kill,
- haut ausdrücklich aber nur mit der flachen Seite auf bewusstlos bzw. statt Meuchelschnitt in die Kehle würgt er bewusstlos.



Grey (away):
@Aedin Madasohn: Im Prinzip haben wir diesen Mechanismus schon in Heroen drin.

Ob ein Treffer "ungezielt", "gezielt" oder "kritisch" war, wird nach Ausführen der Aktionswürfe anhand der Differenz und dem Grobheits-Wert der Waffe bestimmt. Bei den standardmäßigen Sondermoves ist jeweils schon festgelegt, welche Trefferklasse du erzielt haben musst, um sie anwenden zu können. Und ansonsten gibt es dafür, wie weit ein gezielter bzw. kritischer Treffer den Gegner beeinträchtigen darf, recht allgemein formulierte Grundsätze für deinen kreativen Freiraum als Spieler.

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