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Zauberdetails: Wohl oder Übel?
nobody@home:
Na ja, nach dem, was ich über D&D der ganz alten Schule noch an den Tischen von Gygax & Co. so gehört habe, war da das kreative Tricksen speziell (aber nicht zwangsläufig nur) mit Magie durchaus gängige Praxis -- das fängt mit so harmlosen Sachen wie selbstgebastelten Continual Light-Taschenlampen an und geht über in Kiesel verwandelte Monster, die man zwischen neue Gegner wirft und dann die Verwandlung aufhebt, bis hin zu Ichweißnichtwas. "Warum macht das der Rest der Welt nicht auch?" war damals nach meinem Verständnis gar keine Frage, die groß aufkam (und wo doch, dürften dann halt geeignete NSC dieselben oder ihre eigenen schlauen Tricks gehabt haben), wie auch allgemein der "Rollen"anteil im "Rollenspiel" noch nicht so hoch angesetzt war; ich meine, wir reden hier über Zeiten, in denen es ganz selbstverständlich war, daß es die Spieler sind, die ihre Köpfe selbst anstrengen sollen, die mehr und mehr über die Monster herausfinden, und die der Tod eines liebgewonnenen eigenen Charakters gegebenenfalls motivieren sollte, ihn zu rächen, egal, ob der neue SC von dem alten nun überhaupt jemals auch nur gehört hat oder nicht. Die stärkere Betonung auf den Charakter als "eigene Person" kam meines Wissens nach erst in späteren Spiel- und Spielergenerationen dazu...oder zumindest scheint das so aus meinen paar Quellen (hauptsächlich uralte Dragon-Artikel in einem Sammelbändchen, das mir mal in die Hände gefallen ist) hervorzugehen.
Althalus:
--- Zitat ---Da läuft keiner mehr durch.
--- Ende Zitat ---
Doch - die Frage ist nur: Wie lange. Und genau da liegt die Krux - Feuer braucht nunmal eine gewisse Zeit, um Schaden zu verursachen. Napalm ist da ein gutes Beispiel, denn die eigentliche Gemeinheit an dem Zeug ist, dass es KLEBT und brennt - man wird es also nicht mehr los und ersticken lässt es sich auch schwer...
So ein Feuerball gleicht aber laut Beschreibungen mehr einer Phosphor-Granate: BUMM und kurzzeitig große Hitze. Verbrennen tun die Leute aber auch im Laufe von Minuten und nicht am Ende der Runde (zumindest nicht bei der Standard 10 Sek. Runde). War es nicht D&D, in dem die Entzündung brennbarer Gegenstände am Körper nur ein Zusatzeffekt davon war?
--- Zitat --- Warum muss magisches Feuer wie "normales" Feuer behandelt werden?
--- Ende Zitat ---
Muss es nicht - und genau dazu braucht es dann die besagten Zauberdetails. Wenn die NATUR des Angriffs nicht genauer bestimmt ist, müssen Spieler und SL zu einem Konsens kommen, oder es gibt eben diese Diskussionen.
Habe ich Spieler mit wissenschaftlicher Ausbildung in der Gruppe, muss ich darauf gefasst sein, dass die gewisse Dinge aus ihrer Sicht betrachten und auch in Frage stellen. Und dann kommen auch sehr kreative Anwendungen.
Beispiel: Wir hatten den Zauber "Reinigen". Tut eigentlich nix weiter, als Schmutz von Körper und Kleidung zu beseitigen. Aber mit der nötigen Manipulation (und Argumentation) kann man ja auch Fremdstoffe aus dem Körper entfernen, z.B. Gifte. Ist schwieriger, klar, aber die Idee fand ich sehr gut.
Ich bin aber auch grundsätzlich kein Freund von Magiesystemen, in denen der Spieler ausschließlich nur das kann, was auf dem Blatt steht. Hat mir dann zuviel von PC-Spielen.
Tudor the Traveller:
--- Zitat von: Althalus am 28.12.2018 | 11:40 ---Doch - die Frage ist nur: Wie lange. Und genau da liegt die Krux - Feuer braucht nunmal eine gewisse Zeit, um Schaden zu verursachen.
--- Ende Zitat ---
Sagt wer? Oder ist das so, weil weiß man ja? "Feuer" ist ja nicht einmal scharf definiert. Das was unter "Feuer" zusammengefasst wird, sind ja eine Reihe verschiedener Vorgänge, die die eigentliche Oxidation begleiten. Und die sind verschieden, je nach Stoff und Umständen.
Aus meiner Sicht ist jeder Versuch Magie mit Naturgesetzen erklären zu wollen zum Scheitern verurteilt. Da sage ich doch lieber, dass da ein Schaden erzeugender Bereich entsteht, der in dem Fall halt mit Feuer assoziiert ist.
Luxferre:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 28.12.2018 | 12:00 ---Sagt wer? Oder ist das so, weil weiß man ja? "Feuer" ist ja nicht einmal scharf definiert. Das was unter "Feuer" zusammengefasst wird, sind ja eine Reihe verschiedener Vorgänge, die die eigentliche Oxidation begleiten. Und die sind verschieden, je nach Stoff und Umständen.
Aus meiner Sicht ist jeder Versuch Magie mit Naturgesetzen erklären zu wollen zum Scheitern verurteilt. Da sage ich doch lieber, dass da ein Schaden erzeugender Bereich entsteht, der in dem Fall halt mit Feuer assoziiert ist.
--- Ende Zitat ---
+1
Da es hierzuwelten kein "elementares Feuer" gibt, ist jeglicher realweltlicher Erklärungsversuch bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt ;)
@Feuerball: in DnD passiert dieser ausdrücklich ohne Druckwelle 8]
nobody@home:
--- Zitat von: Luxferre am 28.12.2018 | 12:04 ---@Feuerball: in DnD passiert dieser ausdrücklich ohne Druckwelle 8]
--- Ende Zitat ---
Wie man beispielsweise schon daran merkt, daß auch ein 20W6-Feuerball nichts und niemanden bewegt, während er dem Objekt oder der Kreatur seinen Schaden verabreicht -- oder zumindest wird eine entsprechende Wirkung meines Wissens in der Spruchbeschreibung nie erwähnt... :)
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