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Zauberdetails: Wohl oder Übel?

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YY:

--- Zitat von: felixs am 20.01.2019 | 19:49 ---Eine konsequente Trennung von Spielerwissen und Figurenwissen und die Bereitschaft (und Fähigkeit), das auch auszuspielen, hilft aber sehr viel.

--- Ende Zitat ---

Genau darauf zielt die "unbekannte" Magie ab: Da kann schon der Spieler nicht mehr zuverlässig wissen, was Sache ist und steht damit gar nicht vor der Aufgabe, sauber zu trennen - er hat ja keinen Wissensvorsprung mehr.

Maarzan:
Da bleibt dann bei solch unterschiedlichen Vorstellungen von /Ansprüchen an Spielmagie nur zwei verschiedene Spiele, die von unterschiedlichen Spielern gespielt werden, bzw. die Unterscheidung SC-Magier möglich oder nicht .

YY:
Ja.
Aber ich wundere mich immer wieder, wie viele Spieler sich diesen Widerspruch nie so recht vor Augen geführt haben und rumeiern, um beides unter einen Hut zu kriegen. Da kann es schon ganz heilsam sein, wenn man eine Grundsatzentscheidung treffen muss - und die kann je nach System anders ausfallen, so ist es nicht.

nobody@home:

--- Zitat von: Alexander Kalinowski am 20.01.2019 | 19:28 ---Also, wo fang ich an?

Vielleicht beim ganz Grundsätzlichen: Ich habe letzten Monat noch mal den Herrn der Ringe durchgelesen, diesmal im Original. Warum ist denn Magie so spannend in diesen Büchern, gerade wenn man sie das erste Mal liest? Es ist genauso wie beim Räuber Hotzenplotz damals: man weiß gar nicht was Magie genau kann. Wo sind denn die Grenzen von Gandalf? Nach Lektüre der Trilogie kann ich das gar nicht genau sagen. So ungefähr, so'n bisschen halt. Und was kann Sauron? Ist er gar unbesigbar? Kann er zB jederzeit teleportieren? Vermutlich nicht, sonst hätte er es gemacht, aber... letztlich keine Ahnung!
--- Ende Zitat ---

Tja...kennen Gandalf und Sauron ihre eigenen Grenzen? Streng genommen läßt sich das schlecht sagen, weil man ja die Geschichte nie aus der direkten Perspektive eines der beiden erzählt bekommt -- aber wenn Gandalf seinen Gefährten sagt, daß er keinen Schnee anzünden kann, oder Sauron die Elben lehrt, wie man magische Ringe schmiedet, und dabei immer schon im Hinterkopf hat, wie er die alle mit seinem Meister-Ring beherrschen will, dann kann man daraus vielleicht schon schließen, daß sie von ihrem Handwerk zumindest ein bißchen verstehen. (Und ja, auch von einem Petrosilius Zwackelmann erwarte ich eigentlich, daß er weiß, was er zaubern kann.)

Empfinden sie dabei denselben "Sense of Wonder" wie ein ahnungsloser Hobbit, der nur danebenstehen und staunen kann? Wahrscheinlich nicht...andererseits soll's aber Gerüchten zufolge durchaus auch schon vorgekommen sein, daß Wissen und Können Leute überhaupt erst wieder in die Lage versetzt haben, teilweise ganz alltägliche Dinge aus Perspektiven und mit neuer Faszination zu betrachten, die "Uneingeweihte" so ohne weiteres gar nicht nachvollziehen können. Insofern halte ich Ignoranz hier nicht automatisch für eine Tugend.

felixs:

--- Zitat von: YY am 20.01.2019 | 19:57 ---Genau darauf zielt die "unbekannte" Magie ab: Da kann schon der Spieler nicht mehr zuverlässig wissen, was Sache ist und steht damit gar nicht vor der Aufgabe, sauber zu trennen - er hat ja keinen Wissensvorsprung mehr.

--- Ende Zitat ---

Bin nicht sicher, ob wir möglicherweise aneinander vorbeischreiben.
Ich meinte, dass auch dann, wenn Sprüche und Möglichkeiten dem Spieler bekannt sind, die nicht magieerfahrene Figur trotzdem so gespielt werden sollte, als ob das nicht der Fall wäre.

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