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D&D-Völker langweilig?

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Lichtschwerttänzer:

--- Zitat von: Bulgador am 15.01.2019 | 12:21 ---Ich finde z.B. Groot von Guardians of the Galaxy als Spezies interessant. Und die Vorstellung von Pflanzen-Kreaturen allgemein.
--- Ende Zitat ---
Glorantha Elfen


--- Zitat ---Dann könnte es verschiedene Tier-Menschen geben, nicht nur Affen-Menschen, wenn eine Welt schon verschiedene kulturschaffende Spezies hervorbringt.
--- Ende Zitat ---
das tut sie aber in den Reams etc, meist durch Einwanderung von fremden Welten


Ansonsten siehe mal bei Gnollen, Drakoniern, Sahuagin, etc oder Furries nach.

Koruun:
Was ist denn an Dragonborn und Tieflingen langweilig (beide im D&D5 Spielerhandbuch enthalten)? Dann gibt es in weiteren Büchern für die 5E Katzenmenschen, Echsenvolk, Kenku, Aarakocra, Goliath, Triton. Wenn die nicht exotisch genug sind, weiß ich auch nicht.

Während dir die klassischen Fantasyvölker zu menschenähnlich sind, finde ich wiederum z.B. Dragonborn und Tieflinge so exotisch, dass ich eine Gruppe die nur aus denen besteht merkwürdig finde. Ich denke viel abgedrehteres Zeug wirst du eher im SciFi-Bereich finden.

Aedin Madasohn:

--- Zitat von: Bulgador am 15.01.2019 | 12:21 ---Oder wie wäre es mit einer Spezies, die nicht in Männlein/Weiblein aufgeteilt ist, sondern 3, 4 oder 5 Geschlechter kennt? Könnte eine interessante Gesellschaft und Kultur hervorbringen.

--- Ende Zitat ---

sicherlich. diese Gesellschaft müsste aber im Detail ausformuliert werden und kann nur dann bespielt werden, wenn sich alle Akteuere am Tisch darin eingelesen haben

der große Vorteil von EDO ist nun mal, dass sie einen Markenkern = Klischee haben, welches sich zügig erklärt.
viele Völker und Kulturen in einer Fäntelalterwelt sind ja nur Abklatsche von irdischen Vorbildern, einfach auch, weil so wirklich neues unter Sonne selten ist
 (eher ist es so, dass wir es nur noch nicht kannten und aufgewärmtes für taufrisch halten, doch das ist eine andere Baustelle)

will man also was "eigenes" im Setting haben, so bleibt die Frage nach dem Transfer zu "deinen Kunden", sprich deiner Spielgruppe.
ab wann ist es effizient, sich eingefahrener Klischees zu bedienen? ab wann ist Luft für komplett neues wie eierlegende Wollnashornmammuths in Menschengröße?

je nach (sprachlicher)Vorbildung kann man gut ein Klischee gegen das andere setzen. Das menschliche Volk von Ferrata ersetzt dir die schmiedende Zwerge. Oder römischerzeitlich norrischer Stahl wird als Norrikide zum Klischeebildner für das "da sind die Waffenproduzenten!"-Etikett

aber die meisten wären bei "Zwerge" Dwergar etc.pp. schon abgeholt

Grey (away):
Wenn ich was möglichst Bizarres spielen will, suche ich danach eigentlich eher in der Space Opera-SF. Heroische Fantasy ist aus meiner Sicht das Genre, in dem das Fremde vertraut wirkt, weil es menschlichen Träumen und Sehnsüchten (und Sagen) entstammt.

Menthir:
Ich finde grundsätzlich, dass Langeweile und mangelnde Exotik nicht gleichzusetzen sind. Häufig ist es doch sogar so, dass die standardisierten Völker viel spannender sind, weil sie mit Geschichten versehen und letztlich sind sie ja bewusst zusammengefasste Klischees, damit sie unterscheidbar sind. Das ist ja der Sinn der Sache.

Ich gehöre zu der Fraktion, die viele "exotische" Völker langweilig finden, weil es oftmals nur darum geht, etwas buntes oder anderes zu schaffen, aber nicht die Geschichten dazu zu erzählen. Gerade darin ist Mass Effect sehr gut, denn es erzählt die Geschichten, und nur dadurch werden Turianer, Kroganer und Salarianer interessant. Nicht alleine durch ihr Aussehen und ihre Anatomie, und ihre regeltechnischen Fähigkeiten.

Dass viele Zwerge, Elfen (Elben) und Halblinge unsere Geschichten bevölkern, liegt an der wunderbaren, erzählerischen Aufbereitung durch Tolkien und anderer. Und wenn du spannende, passende Geschichten zu deinen Völkern erzählen kannst, Bulgador, finden wir auch Interesse an ihnen. Im Einzelfall mag das bei unterschiedlichen Personen unterschiedlich wirken, aber das Interesse wird da sein. Und dann ist es fast egal, ob es menschenähnliche und exotische Völker sind. Menschenähnlich erleichtert gleichwohl den Zugang.

Spannung kommt also dadurch auf, dass sie nicht einfach nur in die Welt geworfen sind. Das liegt beileibe nicht nur an den Geschichten zu den Völkern, weil es ja auch sein kann, dass die Völker diese haben, du sie aber trotzdem einfach auf deine Welt wirfst. Und dann sind auch Menschen, Zwerge und Elfen furchtbar langweilig, egal, welche kulturellen Ausprägungen sie eigentlich haben.

Also erzähle spannende Geschichten über deine Völker. Das heißt, du musst sie natürlich auch gut in deine Welt einpassen und einen eventuellen Metaplot, oder in die geografischen Gegebenheiten oder, oder, oder. :)

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