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HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht

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Luxferre:

--- Zitat von: Chiarina am 25.01.2019 | 11:33 ---... Ich kann gut verstehen, wenn jemand behauptet, dass das Regelwerk eine Zumutung ist.

--- Ende Zitat ---

Was genau der Punkt ist, warum ich HQ dreimal (viermal?) wieder aufgehört habe zu lesen.

Lord Verminaard:
Ging mir auch so, allerdings mit der Issaries-Version, weiß nicht, wie viel sich da geändert hat...

Achamanian:

--- Zitat von: Lord Verminaard am 25.01.2019 | 11:59 ---Ging mir auch so, allerdings mit der Issaries-Version, weiß nicht, wie viel sich da geändert hat...

--- Ende Zitat ---

Meinst du das "Universal"-Heroquest vs. HQ Glorantha? Da hat sich regelseitig, wenn ich es richtig sehe, eigentlich gar nicht geändert, und auch nicht groß an der Art der Präsentation - es ist halt nur gleich auf Glorantha zugeschnitten, was zumindest den Vorteil hat, dass die Erschaffung etwas konkretisiert wird. Aber wenn du das Universal-HeroQuest nicht mochtest, dann dürfte dir HQG auch nicht gefallen.

felixs:
Hero Quest habe ich auch, auf deutsch, gelesen und hatte irgendwann keine Lust mehr. Die Übersetzung war schrecklich und ich werde auch den Verdacht nicht los, dass man das, was Hero Quest macht, sehr viel einfacher hätte darstellen können. Das Problem scheint zu sein, dass man einen Anspruch hat, hinter dem das tatsächlich Gelieferte weit zurückbleibt. Die Festlegung auf ein ziemlich hohes Machtniveau der Spielerfiguren hat mir auch nicht gefallen und da ich das System nicht wirklich verstanden habe, weiß ich auch nicht, ob man das leicht hätte angleichen können.

Das Probensystem war dermaßen unhandlich und dann noch ungeschickt dargestellt, dass es eigentlich schon fast ein bißchen lustig ist.

Ich wollte das wirklich gern mögen, weil ich die Idee dahinter gut fand.

Achamanian:

--- Zitat von: felixs am 25.01.2019 | 12:25 ---Hero Quest habe ich auch, auf deutsch, gelesen und hatte irgendwann keine Lust mehr. Die Übersetzung war schrecklich und ich werde auch den Verdacht nicht los, dass man das, was Hero Quest macht, sehr viel einfacher hätte darstellen können. Das Problem scheint zu sein, dass man einen Anspruch hat, hinter dem das tatsächlich Gelieferte weit zurückbleibt. Die Festlegung auf ein ziemlich hohes Machtniveau der Spielerfiguren hat mir auch nicht gefallen und da ich das System nicht wirklich verstanden habe, weiß ich auch nicht, ob man das leicht hätte angleichen können.

Das Probensystem war dermaßen unhandlich und dann noch ungeschickt dargestellt, dass es eigentlich schon fast ein bißchen lustig ist.

Ich wollte das wirklich gern mögen, weil ich die Idee dahinter gut fand.

--- Ende Zitat ---

Ich habe mir sagen lassen, dass man das alles ganz einfach, nach Gefühl und ohne die ganzen Tabellen zu Schwierigkeitsgraden spielen könne ... und glaube das gerne. So richtig wild auf das System bin ich auch nicht, könnte mir aber schon vorstellen dass es Spaß macht. Aber den Regeltext fand ich auch bestenfalls problematisch - da wird viel zu viel wortreich erklärt, wo man eigentlich einfach klar den Kernmechanismus und dessen Anwendungen hätte darstellen müssen.

Man merkt m.E. auch sehr, dass es ein Laws-System ist, im Guten wie im Schlechten: Mit Laws' Gumshoe hat es gemeinsam, dass es eigentlich nicht (wie z.B. Fate) einen schlauen Mechanismus liefert, aus dem dann Prozesshaft eine gewisse Dramaturgie hervorgeht, wenn man ihn gut anwendet - stattdessen liefert es einfach einen basalen Mechanismus und sagt dann dazu: "So, und jetzt musst du in diesen Mechanismus diese und jene Werte eingeben, damit diese und jene Art von Dramaturgie entsteht." HQ macht das über die Konflikttypen und über den Pass-Fail-Cycle, Gumshoe über die Clue-Ketten und auch über die Pools, die die SL ja auch einfach sehr direkt manipulieren kann, indem sie Refreshes setzt, wenn es nötig erscheint.

So was wie HQ fühlt sich dadurch in meinen Augen wenig elegant an und liefert zu dem einfachen Kern einen Haufen Eingabevorschläge mit, die das ganze entsprechend kompliziert aussehen lassen, wo es eigentlich gar nicht kompliziert ist ... hat allerdings den Vorteil, dass man, wenn man es durchblickt hat, wahrscheinlich immer ganz genau weiß, was man gerade mit dem System tut, und nicht so sehr irgendwelchen Punkteökonomien und deren Dynamiken unterworfen ist.

Im Endeffekt bin ich aber doch ganz froh, Glorantha mit dem kleinteiligen und auch behäbigen RuneQest RiG zu bespielen, das sich in der Praxis dann eben doch wieder als elegant erweist und viele emergente Qualitäten hat, die ich so bei HQ zumindest nicht vermute.

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