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HeroQuest Glorantha - ein Schicksalsbericht
D. M_Athair:
Wow! Das liest sich super und Dein Dranbeleiben hat sich ausgezahlt.
Was den Strang angeht: Lass ihn doch offen, um Schicksalswendungen oder Leseerfahrungen oder anderen Kram, der nicht direkt mit der Kampagne zu tun hat zu dokumentieren.
... und jetzt hab ich noch was Schönes zu Lesen vor mir.
Hotzenplot:
Bin auch dafür, den Strang offen zu lassen. Denke nicht, nur weil du kein aktives Feedback bekommst, dass das keiner liest. Ich glaube, allgemein gibt es, insbesondere zu Spielberichten, etwas zu wenig Rückmeldungen.
Chiarina:
O.K., mal sehen, mir fällt nach euren Anregungen doch noch etwas ein. Ich erzähle noch ein wenig aus dem Nähkästchen.
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Vor unserem Kampagnenstart hatte ich die Regeln vielleicht zweimal gelesen. Einmal von vorne bis hinten, dann schwerpunktmäßig auf offene Fragen hin. Für meine Demorunden habe ich dann Szene für Szene ziemlich genau geplant, wann ich welche Regeln anwende. Das war aufwändig, ich bin aber ganz gut damit gefahren.
Dann startete unsere Kampagne und es gab erstmal doch wieder ein paar Probleme. Mein Regelstudium lag schon etwas zurück, prompt hatte ich wieder ein paar Sachen vergessen oder zumindest nicht mehr ganz so präsent. In dem Moment, wo ich schneller und flexibler reagieren musste, habe ich auch zwei oder dreimal nicht ganz so optimale Entscheidungen getroffen. Im Nachhinein habe ich dann gedacht: Blöd, die Szene wäre doch eine gute Gelegenheit für diese oder jene Regel gewesen...
Also - habe ich mir gedacht - das sitzt noch nicht. Du musst nochmal ´ran.
Jetzt habe ich also angefangen zumindest den Crunch einfach nochmal zu lesen. Ich bin schon mittendrin, habe die Regeln inzwischen wieder besser auf dem Schirm, ein paar Denkfehler berichtigt und zwei, drei offene Fragen notiert, die ich vielleicht im BRP-Forum ´mal einstellen werde.
Ich habe mich aber auch an den deutscher HeroQuest Verein Humakt e.V. erinnert. Mit dessen Vorsitzendem hatte ich zu Beginn meiner Beschäftigung schon einmal kurzen Kontakt. Damals hat der Mann mir angeboten, wenn ich eine Gruppe zusammenbekäme, eine Demorunde zu leiten. Das fand ich sehr großartig, er wohnt nämlich knapp 300 km von uns entfernt. Allerdings konnte ich damals nur "Danke" sagen... ich hatte ja noch keine Gruppe! Jetzt aber erinnerte ich mich wieder daran und dachte: Der Mann muss mir nicht bei meiner Kampagne helfen, aber so einen OneShot von einem Veteranen des Systems mit einer neugierigen Fragerunde im Anschluss könnte genau das sein, was ich brauche.
Ich habe meine Spielern davon erzählt, die auch ganz angetan von der Idee waren. Dann habe ich mich bei dem Mann nochmal gemeldet und er ist noch immer bereit dazu, zu uns zu fahren um eine OneShot Demorunde HeroQuest Glorantha zu leiten. Ich habe mich wirklich sehr gefreut, weil das alles andere als selbstverständlich ist. Wir werden uns im Gegenzug auch ein bisschen ins Zeug legen. Irgendjemand wird etwas zu essen machen, der Mann wird bei mir zum Übernachten untergebracht, die Fahrtkosten werden wir wahrscheinlich umgelegen.
Noch steht der Termin nicht, aber da wir genügend Interessierte zusammen haben, wird das schon irgendwann stattfinden. Wird wahrscheinlich ´ne sehr spannende Nachhilfestunde für mich.
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Nach meiner Lektüre des Gratis-HeroQuest Abenteuers "Highway Inn", habe ich auch beschlossen das Ding irgendwann auf einer Con anzubieten. Es ist allerdings ein Abenteuer für eine etwas größere Runde und bedient vier Interessensgruppen mit insgesamt 7 Spielerfiguren. Ich muss noch ein wenig überlegen, wie ich das angehe. Mit HeroQuest auf Cons bin ich ja auch schon ziemlich auf die Nase gefallen. Vielleicht muss man den Aushang noch reißerischer formulieren und den Namen Tarantino ins Spiel bringen (das Abenteuer ist deutlich von Hateful Eight und From Dusk Till Dawn inspiriert). Für mich wär´s ein großer Spaß und noch ´ne nette Übung.
Über solche Dinge könnte ich tatsächlich hier im Strang berichten. Ich lasse ihn also doch erst nochmal auf.
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Was das Feedback zu den Spielberichten angeht: Ja, das ist ´ne schöne Sache, wenn sich auf so eine Art und Weise Interesse zeigt. Ich schreibe die Dinger aber auch ohne Feedback, schon allein, weil sie inzwischen zur unentbehrlichen Nachbereitung einer Runde geworden sind. Die Treffen meiner Runden liegen in der Regel etwa einen Monat auseinander. Ich lese mir vor dem Spiel immer nochmal mein Protokoll der letzten Sitzung durch, oft mit den Spielern zusammen. Das bietet doch einen ganz ordentlichen Kontinuitätsgewinn.
Chiarina:
Tja. Da denkt man sich so, als Spielleiter von heute gelte es, den Posten des Alleinherrschers aufzugeben und sich offen für Einflüsse von außen zu zeigen... da bekommen dann plötzlich die Spieler Bedenken!
Im letzten Beitrag habe ich ja schon berichtet, dass ich ganz gern den Leiter des HeroQuest Vereins Humakt e.V. einladen würde. Ich wollte mir nicht in unsere Kampagne hineinreden lassen, habe mir aber vorgestellt, er könnte eine Demorunde anbieten und hinterher ein paar neugierige Fragen beantworten. Ich habe offen kommuniziert, dass ich noch nicht in jeglicher Hinsicht sicher mit dem System bin und so eine Nachhilfestunde ganz gut gebrauchen könnte. Außerdem reizt mich der Kontakt. Per email habe ich von meinen Spielern ein paar positive Feedbacks bekommen. Nach unserer letzten Sitzung wurden dann aber auch ein paar andere Stimmen laut.
Es gibt auch Leute, die bei Aktionen der Gruppe gern dabei wären, ihre Priorität aber bei unserer Kampagne sehen. Für diese Leute ist das ein zusätzlicher Termin, an dem sie vielleicht lieber unsere Geschichte weiterspielen würden. Es gibt offensichtlich auch ein paar Bedenken, dass der Besuch eines solchen Veterans, in dem Moment wo wir Frischlinge gerade versuchen unseren eigenen Weg zu finden mit System und Setting umzugehen, uns erzählen könnte, dass wir aber alles ganz anders machen müssen. Wirft uns das aus der Bahn? Provoziert das unnötige Diskussionen? Macht uns das unsicherer als es sein müsste?
Ich habe diese Ängste nicht, aber ich werde sie bei meinen Mitspielern wohl respektieren müssen. Unsere Einigung besteht darin, den Mann vielleicht irgendwann im nächsten Jahr einzuladen, wenn wir unseren Spielstil gefunden haben. Ich habe gesagt, dass sie dann wohl damit leben müssen, wenn ich vielleicht noch ein bisschen länger unsicher herumeiere. Das war in ihren Augen in Ordnung.
Gruppendynamik ist manchmal eine seltsame Angelegenheit.
Chiarina:
Ich freue mich gerade ein wenig, weil ich das Einführungsabenteuer "Last Things Last" aus dem Delta Green Schnellstarter für HeroQuest konvertiert habe (mein Arbeitstitel: "Was lange gärt wird endlich Wut"). Delta Green ist jetzt eine Rebellengruppe, die gegen das lunare Imperium kämpft. Ich glaube, zumindest für dieses Abenteuer funktioniert das ganz gut.
Jetzt brauche ich noch ein paar gut durchdachte vorgefertigte Rebellen-Spielerfiguren unterschiedlicher Couleur, dann ist das ein knackigeres, weniger lineares und dramatauglicheres Demoabenteuer als das etwas lahme Ding aus dem Grundregelwerk.
Zusätzlicher Lerneffekt für mich: Ich kann mal ausprobieren, wie bei HeroQuest PvP funktioniert.
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