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Alltagstätigkeiten mit Proben - Sinn?

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schneeland (n/a):

--- Zitat von: Der Läuterer am 10.02.2019 | 15:27 ---Gerade beim Erzählspiel braucht es solche Proben nicht. Das Ganze ergibt sich über die Hintergrundgeschichte der Chars.

Ein Char wird m.M.n. rund gestaltet und nicht rund gewürfelt.

--- Ende Zitat ---

Ja, beim Erzählspiel nicht. Aber auch beim klassischen Rollenspiel kann man sich ja Situationen vorstellen, in denen ein Charakter Dinge tut, die mit seiner früheren (oder aktuellen) Ausbildung jenseits des Abenteurerdaseins zu tun haben (siehe Rühreibeispiel von Issi). Grundsätzlich kann man sowas natürlich auch locker entweder komplett Handwedeln (steht in Deinem Hintergrund also kannst Du das) oder eine ad hoc Entscheidung treffen (Würfel mal auf Geschicklichkeit, mit Vorteil, weil Du früher mal Küchenjunge bei Graf Schnurpsel warst) - wer das aber nicht möchte, braucht solche Alltagsfähigkeiten in der Liste und macht eine entsprechende Probe.

Persönlich würde ich dazu neigen, nur dann würfeln zu lassen, wenn es wirklich was um was geht (frisst der Oger Dich oder reicht ihm das Rührei) und per grob-granularer ad hoc-Regelungen würfeln zu lassen, aber das mag je nach Spielstil anders sein (mein Eindruck ist, dass DSA hier mehr Verregelung bietet, aber dazu kann ich mangels ausreichender Erfahrung nichts Qualifiziertes sagen).

Lord Verminaard:
Ich würde ja behaupten, beim simulationistischen Spiel braucht man solche Proben erst recht nicht. Denn dass ein Charakter einen Fertigkeitswert in "Handwerk" besitzt, sagt ja bereits, dass er in der Lage ist, einen Tisch für ein Stadtfest zusammen zu zimmern. Interessant könnte es sein, wenn in sehr kurzer Zeit sehr viele Tische zusammen gezimmert werden müssen, oder wenn es nicht um Bierzelt-Garnituren geht, sondern um eine Bestellung des Herzogs für seinen Speisesaal.

Fertigkeiten sind dafür da, auch mal drauf zu würfeln, aber dieses "für jeden Scheiß würfeln" ist so eine alte Krankheit, die vor allem DSA-Meistern nachgesagt wurde. Was ich manchmal mache, ist ein Wurf der Marke "es klappt auf jeden Fall, aber schau mal nach, wie gut es wird". Mit einem sehr guten Wurf wird der Charakter sich vielleicht den Respekt der Dorfältesten verdienen, oder so was. Durch den Würfelwurf wird das Ganze halt etwas interaktiver gestaltet und weniger egal, als wenn man es nur so runtererzählen würde.

Was ich aber viel schlimmer finde, sind die ständigen Wahrnehmungswürfe in Abenteuer, wenn deren Scheitern bedeutet, dass den Spielern entscheidende Hintergrundinformationen dann nicht zur Verfügung stehen oder im schlimmsten Falle das Abenteuer einfach in eine Sackgasse gerät. Trotzdem, wann immer ich mal ein Abenteuer lese, ist es voll und ich meine VOLL mit solchen Wahrnehmungswürfen. Bei RuneQuest waren es glaube ich vier verschiedene Wahrnehmungsfähigkeiten plus diverse Lore-Würfe, quasi eine Paywall vor dem GESAMTEN interessanten Contänt. Ich habe diese Würfe dann einfach alle weggelassen.

Pyromancer:

--- Zitat von: Lord Verminaard am 10.02.2019 | 16:30 ---Was ich aber viel schlimmer finde, sind die ständigen Wahrnehmungswürfe in Abenteuer, wenn deren Scheitern bedeutet, dass den Spielern entscheidende Hintergrundinformationen dann nicht zur Verfügung stehen oder im schlimmsten Falle das Abenteuer einfach in eine Sackgasse gerät.

--- Ende Zitat ---

Da hat ein mir bekannter Spielleiter eine Abhilfe: Der lässt einfach so lange würfeln, bis irgend jemand in der Gruppe den Wurf geschafft hat. Das ist mal sinnlos.

YY:

--- Zitat von: Pyromancer am 10.02.2019 | 16:50 ---Das ist mal sinnlos.

--- Ende Zitat ---

Gar nicht wahr.
Wie soll ich denn sonst wissen, mit wem ich vor die Tür gehe und ihm sage, was seine Figur wahrnimmt? ;D

Pyromancer:

--- Zitat von: YY am 10.02.2019 | 16:52 ---Gar nicht wahr.
Wie soll ich denn sonst wissen, mit wem ich vor die Tür gehe und ihm sage, was seine Figur wahrnimmt? ;D

--- Ende Zitat ---

Wäre eine Möglichkeit, macht er aber nicht.  :)

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