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Schlechtestes System, das ihr gespielt und/oder gelesen habt?

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Moonmoth:
Söhne des Lichts, damals. Mein erstes, selbstgekauftes Rollenspiel, aber objektiv.. nicht.. gut. Allerdings mochte ich den großen Enthusiasmus dahinter :)

Von den bekannteren Systemen:
Earthdawn 1. Ed: Ich liebte das Artwork, ich liebte die Idee und die Spielwelt. Das Spielsystem mag rein statistisch sehr sauber sein (ich höre das immer wieder...) aber ich muss sagen, ich fand es unspielbar zäh und umständlich, ohne dafür einen Mehrwert zu liefern. Außerdem: Eine beunruhigende Tendenz, alles zu verregeln und damit wohl auch ein Kind seiner Zeit.

ghoul:
Dungeon World.

Samael:
"Schlecht" im Sinne von "nicht gut designt, funktioniert nicht so wie es soll oder wie es suggeriert zu funktionieren". Da würde mir einfallen:

DSA 4 (1-3 sind halbwegs funktional, 5 kenne ich nicht)
Shadowrun (jede Edi....)

Huhn:
Es tut mir weh, das zu sagen, weil ich den Autor nach wie vor sehr mag - aber Justifiers fand ich wirklich einfach von den Regeln her nicht gut. Ich habe beim Lesen schon nicht gewusst, wie das interessant gestaltet werden soll und habe es deswegen auch nie geleitet.

Vage in Erinnerung sind mir total präzise Aufgabenteilungen der Charaktere, die dafür sorgen, dass pro Szene immer nur bestimmte Charaktere wirklich was ausrichten können und alle anderen bloß Zusatzwürfe machen. Überhaupt diese Konzentration auf Würfelwürfe, die alles Wichtige entscheiden sollten. Und ein Fernkampfsystem, das etwas dusselig war - es gab mehrere Kampfzonen, man startete immer in der entferntesten (unabhängig davon, was tatsächlich in der Szene logisch wäre) und pro Kampfrunde rückte man immer automatisch eine Zone näher, bis man im Nahkampf war... was letztendlich Fernkampfwaffen ziemlich entwertete.

Keine Garantie auf all diese Aussagen, es ist echt schon lange her, dass ich das System gelesen habe. Möglicherweise habe ich auch irgendwas falsch verstanden. Aber dass das System nie den großen Durchbruch erlebte, spricht wohl nicht dafür, dass es so übermäßig gut ankam. Und das trotz des großen Namens dahinter. Naja, vielleicht gönn ich mir irgendwann mal ne Funrunde damit. "Intergalaktische Eisenbahnfahrt mit Huhn" oder so.  Damit sich meine vom Autor signierte Ausgabe auch mal gelohnt hat. :)

Aber holla - hab gerade gelesen, dass Justifiers mit den Regeln von Splittermond neu aufgelegt werden soll? Das freut mich sehr! Vielen Dank für diesen Thread, das hätte ich ja sonst ganz übersehen.  ^-^

nobody@home:
Ich denke, ich hab' da letzten Endes doch noch zwei: World of Synnibarr und A Time of War. In ersterem Fall könnte man das Setting  bei aller Over-the-top-Verrücktheit -- die mich hier und da wohlgemerkt durchaus anspricht -- wohl mit etwas Anstrengung und gutem Willen noch in eine mit anderen Regeln bespielbare Form bringen, aber das dazugepackte System (wenn man so einen wild zusammengestoppelten Haufen denn so nennen darf)...ne, danke. :) Und beim zweiten bin ich schon über die selten umständliche Charaktererschaffung nie wirklich hinausgekommen, ohne das Buch genervt wieder zugeklappt zu haben.

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