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Pavillon Noir - das ultimative Piratenspiel (aus Frankreich)

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Eiserne Maske:

--- Zitat von: Jens am  3.06.2019 | 07:36 ---Ich trenne das Thema hier Mal ganz eigennützig ab und lasse diesen Abo-Beitrag hier, weil mich brennend interessiert, wann es denn das englische Buch gibt - mein altes Schulfranzösisch ist sehr eingerostet... Und da klingt mehr als nett!

--- Ende Zitat ---

Es gibt leider noch keinen Termin, wie gesagt, bisher nur finanziert. Der Verlag, Black Book Editions, ist leider auch für Verspätungen seiner (gewiß hochwertigen) Produkte bekannt.


--- Zitat von: K!aus ---Nach deiner Beschreibung glaube ich dir sofort, dass GURPS einfacher ist.
Aber anscheinend haben sie, wie bei  GURPS, verstanden, dass man nicht alles auf einmal nutzen soll / muss / kann.

--- Ende Zitat ---

War das jetzt Sarkasmus? Falls ja, ich habe beide Spiele und bleibe dabei, Pavillon Noir ist einfacher. Schon allein beim Vergleich von "Gurps Martial Arts" und dem Fechtband "L' Art De L' Escrime" fällt auf dass das Layout des GURPS-Bandes hoffnungslos ist, es ist mehr Irrgarten als Quellenbuch. "Pavillon Noir" ist kein Spiel für Zwischendurch, aber macht das schon deutlich besser.


--- Zitat von: ghoul ---Schade, keine edition prestige. Immerhin gibt es ein Starterset für 200 Öroh.
--- Ende Zitat ---

Doch, gab es schon, sie ist aber anscheinend ausverkauft.

Jiba:
Ich interessieren tatsächlich mehr der Detailgrad der Settinginformationen, will also was über spielrelevante Gegebenheiten im Age of Sail lernen.

Und gibt’s ne PDF, die würde ich im Zweifel kaufen.

Eiserne Maske:

--- Zitat von: Jiba am  3.06.2019 | 10:08 ---Ich interessieren tatsächlich mehr der Detailgrad der Settinginformationen, will also was über spielrelevante Gegebenheiten im Age of Sail lernen.

Und gibt’s ne PDF, die würde ich im Zweifel kaufen.

--- Ende Zitat ---

Auf Französisch halt.

Die historischen Informationen sind Gold wert, eine einzige Fundgrube. Der alleinige Autor dieses Monstrums, Rénaud Maroy, ist anscheinend Kernphysiker und in einer Atomaufsichtsbehörde in leitender Position tätig. Da hat man anscheinend sonst nicht viel zu tun und kann dann eben das Piratenspiel des Jahrzehnts fabrizieren. Seine Bio erwähne ich weil sie die Akribie, die in seinem Werk steckt, erklärt.

Ich habe nicht die Zeit im Detail alles zu erklären, aber nur mal als Beispiel: Ein Mammutbuch von zusätzlichen 600 Seiten sind "Les Carnets Du Capitaine Francis De Vercourt", eine einzige Informationsmine ohne Regeln für welche Maroy jahrelang in irgendwelchen Archiven rumgestiefelt sein muss. So findet man unter anderem Dutzende an Seiten mit Namenslisten verschiedener Kulturen, je nach Zeitabschnitt passend, einige Essays zur Seemanssprache ( wie werden Befehle vom Kaptain zum Quartiersmeister - > Steuermann -> Schaluppenführer - > Geschützmeister übermittelt), Befehlsketten bei Basismanövern wie hissen oder raffen, ausführlicher Einkaufsführer für den Piraten auf der Suche nach seetauglichem Untersatz, Dutzende von Seiten mit Schiffsnamen, ein ausführlicher Überblick über die historischen Zentren der Piraterie weltweit (darunter prominent die Piraten von Algier sowie natürlich die Flibustiers), kapitelweise Seemanns-Slang aus der Epoche, ein Kapitel über Zyklone und Karibikstürme, ein Kapitel über Redensarten/Denkweisen/Stimme des Volkes im Zusammenhang mit Seeleuten, ein weiteres Kapitel über sämtliche Handelskompagnien des Segelschiffzeitalters (alle Ozeane), eine zumindest ziemlich erschöpfend wirkende Aufzählung sämtlicher jemals erwähnter Piraten sowie ihrer Schiffe, mit Jahreszahlen ihres Wirkens. Und Beschreibungen von regionalen Schiffstypen, unzählige.

Es gibt riesige, nachgemachte alte Seekarten, geographische Übersichten (z. B. wo in Australien liegen um 1800 die relevanten Siedlungen), graphische Abbildungen die die möglichen Manöver bei bestimmten Windfall zeigen (ohne es gleich zu verreglen) und noch soviel mehr.

Und das war nur ein Buch, zu den drei Themen Religion/Magie, Kampf, Navigation + Manschaftsführung gibt es neben dem Band zur Charaktererschaffung jeweils auch noch einen Band, welcher jeweils genauso detailverliebt recherchiert ist.  Die Regelanteile in den anderen Büchern machen nämlich höchstens ein Drittel aus, der Rest ist ebenfalls Hintergrundinfo.

Ich werde das alles wohl nie verwenden können, aber es ist schon schön hier wählen zu können.

ghoul:
Ah, französischer Seemanns-Slang?!  :o
Ich weiß ja schon nicht, wie ich den englischen aus den O'Brien-Romanen in meine deutsche Spielgruppe übertragen würde.

Eiserne Maske:
 Deutscher Seemanns-Slang wäre aber auch ein bisschen viel verlangt. :)

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