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[Age of the rising Sun] Überlegungen zu einem Solarpunk-Setting
Teerabe:
+1 zu dem vorigen.
Noch mehr über den Club of Geneva, dessen Fundamente (und Fraktionen?), Ressourcen und Unterstützer.
WIe fundemental ist es für die Heralds, als solche unentdeckt zu bleiben? Ggfls. abhängig von der Gegend, in der sie sich bewegen (Oder sind sie international tätig, kommen an, erledigen ihren Job und sind wieder weg?) .Und wenn das eine Rolle spielt: Was sind mögliche 'Tarnungen'.
Und natürlich wird es die Frage geben, ob ein Siegelbewahrer auch ein Herald werden kann.
Für mich wären sie aus dem Bauch raus zunächst eher so etwas wie WIld Cards unter den Gegnern und man entdeckt erst nach und nach, was da alles hintersteckt, vielleicht auch gesellschaftlich. Würde es Sinn ergeben, die Siegelbewahrer znächst erst düsterer darzustellen, oder die Nutzung der Siegel mit fatalen Nebenwirkungen zu versehen? Nur um dann irgendwann festzustellen, dass es im Club of Geneva einige von ihnen gibt, die das sozusagen unter Kontrolle gebracht haben?
Kardinal:
Vielen Dank für die Antworten - da gibt es dann ja noch so einiges zu tun... ;)
Zwischendurch erstmal was zum historisch-organisatorischen Fluff - der Rest ist in Arbeit:
Die GEO und die Terranischen Verträge
Die GEO wurde ein Jahrzehnt vor dem Bleep in Reykjavik gegründet und sollte ursprünglich nur eine handlungsfähigere Ergänzung der damals noch existierenden UN bilden, deren Focus zunächst strikt dem Klima und dem generellen Schutz der Umwelt gelten sollte. Doch nach dem Bleep zerfiel die UN rasch endgültig und Island wurde dank seiner geothermischen Infrastruktur überraschend zu einem der Zentren der internationalen Hilfe und Reorganisation. Die GEO übernahm bald viele der alten Rollen der UN und wurde zu dem neuen globalen Forum.
Die sogenannten Terranischen Verträge bestehen hingegen eigentlich aus vier unterschiedlichen internationalen Abkommen, die alle im zweiten Drittel des 22. Jh. geschlossen wurden und in denen zunächst der Wiederaufbau nach dem Bleep und eine Überwindung der Folgen der Klimakatastrophe im Mittelpunkt standen.
- Der Vertrag von Glasgow: 17 Staaten, Stadtstaaten und autonome Regionen – die meisten aus Nordeuropa und Südamerika und dem atlantischen Raum – unterzeichnen ein Abkommen über integrierten Infrastrukturaufbau, wissenschaftliche Zusammenarbeit und rekonstruktiven Umweltschutz.
- Abschlusserklärung der 9. Kairoer Konferenz: 33 Staaten, NGOs und Unternehmen vereinbaren diverse Regeln zur Sicherung und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt und der genetischen Ressourcen des Planeten.
- Die Vancouver Vereinbarung: Im Rahmen der 12. Generalversammlung der GEO unterzeichnen 41 der 109 Mitglieder eine Reihe von Verträgen über ethische, juristische, ökologische und ökonomische Mindeststandards (TICLESS: Treaty on International Corporate Law, Ecological and Social Standards).
- Die Kapstadt Konferenz: Die I5 organisierten ein zehntägiges Treffen von Vertretern der I5, der führenden GEO-Mitglieder und der 30 größten internationalen NGOs. Ursprünglich ging es um eine Internationalisierung der Raumfahrtkapazitäten der I5 und die Weitergabe und gemeinsame Entwicklung von Schlüsseltechnologien in den Bereichen Raumfahrt und Energie. Am Ende stand aber nicht nur die Gründung der GETTA (Global Energy & Transportation Technology Agency), sondern auch von TERRA, dem Transnational Energy Research & Resources Agreement. Dieses seitdem mehrfach erweiterte Vertragswerk wird seitdem meist nur als die Terranischen Verträge bezeichnet. In diesen bekannten sich ursprünglich 23 (von nunmehr 39) Staaten, Stadtstaaten und autonome Regionen zu einem umfangreichen Corpus von Richtlinien, Normen und Gesetzen, der größtenteils auf der Vancouver Vereinbarung sowie Teilen des Vertrags von Glasgow und der Abschlusserklärung der 9. Kairoer Konferenz basierte, gleichzeitig aber über diese hinausreichte und den Unterzeichnern deutlich strengere bindende Zusagen abverlangte.
Kardinal:
weitere Freuden der globalen Erwärmung plus Medizin vs. Evolution:
https://edition.cnn.com/2019/07/23/health/drug-resistant-malaria-intl-hnk/index.html
Waldviech:
--- Zitat --- Würde es Sinn ergeben, die Siegelbewahrer znächst erst düsterer darzustellen, oder die Nutzung der Siegel mit fatalen Nebenwirkungen zu versehen?
--- Ende Zitat ---
Der Gedanke hat was für sich, wobei ich "fatale Nebenwirkungen" würde ersetzen wollen durch "potentiell fatale Nebenwirkungen". Das verschafft dem Ganzen nochmal ein bisschen mehr Flair.
Gleichzeitig lässt sich das Ganze IMHO auch recht gut begründen: Die Siegel waren nie für Menschen gedacht, sondern für Thanetier. Die konnten zwar so einiges, was dem modernen Menschen im clarkschen Sinne "magisch" vorkäme, aber eines konnten sie nicht: 55 Millionen Jahre in die Zukunft schauen. Was sie dereinst an Siegeln und sonstigen Hilfsmitteln hinterlassen hatten, war immer für Thanetier oder zumindest für den Thanetiern eng verwandte Geschöpfe gedacht. Dass lange Äonen nach ihnen die Nachfahren kleiner, flauschiger Baumbewohner mal ihr Zeug ausbuddeln würden, hatten sie schlicht nicht auf dem Schirm.
Daher ergibt sich folgende Situation: Die Siegel sind mit dem neuronalen Netzwerk des Homo Sapiens nur teilweise kompatibel. Menschen sind den Thanetiern, als von der Erde stammende Wirbeltiere, zwar immerhin so ähnlich, dass die Siegel bei ihnen weitgehend funktionieren - aber eben nur "weitgehend" und nicht vollständig. Bei Menschen kann die Verwendung von Siegeln zu geistigen Nebenwirkungen führen, an die die Thanetier nie im Leben gedacht hätten. Dazu zählen das Hören von Stimmen, seltsame Visionen, unberechenbare Stimmungsschwankungen, seltsame Persönlichkeitsveränderungen, etc.pp. Ganz übel wird es, wenn ein Siegel versucht, "telepathisch" direkt irgendwelche Informationen an Menschen zu übermitteln. Was für Thanetier vielleicht nur die Vision eines Bäckers wäre, der einen vorzeitlichen Obstkuchen backt, wird für Menschen schnell mal zum schwer verständlichen LSD-Trip oder gar zur lovecraftschen Horrorvision.
Edit: Demzufolge entwickeln so ziemlich alle Siegelnutzer irgend einen Tick. Einige sind vielleicht nur leicht verschroben: Der eine mag plötzlich dutzende von Wellensittichen und Kriechtieren halten, weil sie "seine Freunde" sind. Ein anderer entwickelt eine Sprechweise als würde er permanent schlafwandeln. Und ein wieder anderer leidet seit der Siegelnutzung an Panikanfällen, wenn er Adlern und Geiern begegnet.
In anderen Fällen jedoch sind die Ticks und Schrullen verheerender. Vielleicht entwickelt ein Nutzer den Drang, nur noch frische Organe aus lebenden Wesen zu verspeisen. Oder er entwickelt psychopathische Züge. Oder er fängt an, sich für den Messias zu halten. (Und die ganz schweren Fälle kombinieren alle drei Möglichkeiten).
Kardinal:
finde ich vom Risikolevel her gut und spannend, aber um die Siegel dennoch lohnend und auch für Spieler verlockend zu halten, würde ich vorschlagen, dass die Siegel alle "lernfähig" sind was ihre "Hosts" betrifft - d.h. bei Primaten vom Schlag homo sapiens brauchen Siegel lange, um sich wirklich komplett an sie anzupassen --- die Siegel lernen aber umso schneller, je mehr sie und ihr Träger schwerem Stress ausgesetzt sind...
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