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Welche Systeme haben keine XP / LevelUp Kompetenzsteigerungen?

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schneeland (n/a):

--- Zitat von: Boba Fett (away) am 15.06.2019 | 22:27 ---Und:
Schaut man mal auf die ollen (und abgenutzen) Spielertypen von Laws - welche Spielertypen brauchen diesen Kompetenzsteigerungsmist denn?
Method Actor? Wohl nicht! Die legen sich eine Rolle zurecht, spielen diese und sind auch eher angefressen, weil die Erschaffungsregeln gar nicht erlauben, die Rolle nach ihrem Gusto zu erschaffen...
Tactican? Auch nicht, denn der Tactican sucht die taktische Herausforderung im Spielgeschehen und nicht die in der Charakterentwicklung.
Casual Gamer? Äh nö!
Specialist? Nein, auch der ist genervt, dass sein Specialagent-Ninja-Klops nicht von Anfang an James Bond ist, sondern das irgendwann erst wird.
Butt-Kicker? Nö, dem kann die Wumme nicht groß genug sein, am Besten von Anfang an. Wenn es dem um „Steigerung“ geht, dann nur die um „Gear“...
Powergamer - Jau! Die haben Spaß an der Charakteroptimierung. Und auch nur die!

--- Ende Zitat ---

Einspruch! Was Du beschreibst ist, dass eine ganze Reihe von Spielertypen gern kompetent beginnen möchte. Da gehe ich auch sofort mit und halte "From Zero to Hero" für eine ganz bestimmte Spielerfahrung, die man eben haben möchte der nicht. Aber mein praktisches erleben zeigt, dass bspw. auch die sehr casualigen unter meinen Spielern regelmäßige Kompetenzgewinne durchaus zu schätzen wissen (da wir aktuell Pbta/Dungeon World + Der Sprawl spielen haben sie die meist auch mit ordentlichen Schmerzen bezahlt). Und gefühlt wird auch der Taktiker den Zugewinn an Möglichkeit im Rahmen der Progression zu schätzen wissen, der Spezialist gern noch ein oder zwei noch ninja-mäßigere Aktionen für seinen Charakter mitnehmen und der Arschtreter noch kräftiger feindliche Ärsche treten.
Nur das Gefühl am Anfang ein inkompetenter Trottel zu sein und sich erstmal langsam aus der Scheiße rauszurobben, das brauchen wahrscheinlich wirklich nicht so viele Leute ;)

Duck:
Mir fallen einige Spiele ein, bei denen Steigerungen so wenig Einfluss haben, dass man sie kaum bemerkt und auch guten Gewissens weglassen könnte (z.B. Fate, die meisten Varianten von Cortex und Gumshoe). Darüber hinaus kenne ich ein paar Spiele, die Steigerungsregeln explizit als optional deklarieren (z.B. Mouse Guard).

Wenn es aber um Spiele geht, die solche Regeln überhaupt nicht vorsehen, dann wird die Luft abseits des fernen Indie-Territoriums ziemlich dünn. Zusätzlich zu den bisher Genannten fällt mir als verhältnismäßig klassisches Spiel* ohne Steigerung spontan nur Cold City ein.

*"Klassisches Spiel" habe ich in diesem Kontext als "kampagnentaugliches Spiel mit zentralisierter Spielleitung" definiert.

takti der blonde?:

--- Zitat von: schneeland am 15.06.2019 | 22:43 ---Nur das Gefühl am Anfang ein inkompetenter Trottel zu sein und sich erstmal langsam aus der Scheiße rauszurobben, das brauchen wahrscheinlich wirklich nicht so viele Leute ;)

--- Ende Zitat ---

Kleine OT Anmerkung:

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken) Das scheint mir aber vor allem ein Problem beim Kiesowschen-DSA gewesen zu sein. Selbst das tödlichste frühe D&D ist relativ locker und Gonzo mit den vielen toten Level-1 Charakteren umgegangen.
Grüße

Hasran

Boba Fett:
Fate und PtbA nehme ich zur Kenntnis - fallen bei mir aber (persönlich) aus der Optionsliste.
Ich suche „klassische“ Spiele. Das liegt schlicht an meinem Wunsch, das ganze auch eher klassisch zu spielen.
Möglichst optional mit Battlemap und so.
Da sind dann eher Bewegungsweiten, Reichweiten und sowas Thema...

Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass ich der einzige bin, dem das so geht.
Ich mein, im Alter wird man ja wunderlich... Bin ich der einzige?
Auslöser (abgesehen vom Eskapodcast) ist, dass ich im Urlaub gerade in drei Abenteuerpfaden von Pathfinder rumlese. Die finde ich anfangs echt schick, aber man merkt einfach, dass ab den Abenteuern, wo die Charaktere einen gewissen Level überschreiten die Autoren einfach selbst schon Schwierigkeiten haben, die Kampagne sinnvoll weiterzutreiben, weil die Eskalationsspirale nach oben exponentiell ansteigt. Und das sind die Autoren, die für den Verlag selbst schreiben.
Bei den D&D 5 Kampagnen ist das nicht so extrem, aber die beschränken sich ja teilweise auch bewusst.

Ich frag mich halt, wenn Anfangs der Spieler chronisch unzufrieden ist und später dann der Spielleiter und der Autor. Warum macht man das? Wäre das Powerlevel relativ konstant könnte man mit dem gleichen Charakteren jede Menge toller Kampagnen durchspielen, ohne dass es durch die Levelupgrades irgendwann abstruß wird.

takti der blonde?:

--- Zitat von: Boba Fett (away) am 15.06.2019 | 22:52 ---Fate und PtbA nehme ich zur Kenntnis - fallen bei mir aber (persönlich) aus der Optionsliste.
Ich suche „klassische“ Spiele. Das liegt schlicht an meinem Wunsch, das ganze auch eher klassisch zu spielen.
Möglichst optional mit Battlemap und so.
Da sind dann eher Bewegungsweiten, Reichweiten und sowas Thema...

Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass ich der einzige bin, dem das so geht.
Ich mein, im Alter wird man ja wunderlich... Bin ich der einzige?
Auslöser (abgesehen vom Eskapodcast) ist, dass ich im Urlaub gerade in drei Abenteuerpfaden von Pathfinder rumlese. Die finde ich anfangs echt schick, aber man merkt einfach, dass ab den Abenteuern, wo die Charaktere einen gewissen Level überschreiten die Autoren einfach selbst schon Schwierigkeiten haben, die Kampagne sinnvoll weiterzutreiben, weil die Eskalationsspirale nach oben exponentiell ansteigt. Und das sind die Autoren, die für den Verlag selbst schreiben.
Bei den D&D 5 Kampagnen ist das nicht so extrem, aber die beschränken sich ja teilweise auch bewusst.

Ich frag mich halt, wenn Anfangs der Spieler chronisch unzufrieden ist und später dann der Spielleiter und der Autor. Warum macht man das? Wäre das Powerlevel relativ konstant könnte man mit dem gleichen Charakteren jede Menge toller Kampagnen durchspielen, ohne dass es durch die Levelupgrades irgendwann abstruß wird.

--- Ende Zitat ---

Mit D&D gesprochen: was spricht denn dagegen Level 10 Charaktere zu erstellen und einfach keine Erfahrungspunkte mehr zu vergeben?

Grüße

Hasran

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