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Warum sind die erfolgreichsten Systeme auf deutsch immer “Regelmonster“?

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Nodens Sohn:
Ich melde mich jetzt nochmals zu Wort:

Ist es denn in anderen Ländern anders? Wo überragen die kleinen Leichtgewichte die alteingesessenen Regelboliden? In welchem Land werden bevorzugt Regelleichtgewichte gespielt? Ich glaube, hier wird einfach eine haltlose Behauptung aufgestellt, die weder belegt oder sonstwie nachweisbar ist. Natürlich kann man allgemein darüber diskutieren weshalb man eher zu dicken Büchern greift, als zu schmalen Heftchen, aber ich wage zu behaupten, dass es in ALLEN anderen Ländern ebenso ist.

Aber weshalb greife ich bevorzugt zu dicken Regelschwarten?
Für mich ist es ganz einfach. Die Haptik ist für mich ganz wichtig. Ich liebe es ein gutes, dickes, handwerklich gelungenes Buch mit schweren Seiten und schönen Illustrationen durchzublättern. Es hat für mich ein Gefühl der Wertigkeit. Dabei geht es für mich jedoch nicht unbedingt um Regelkomplexität, denn selbst Itras By, das eigentlich lediglich 4 Seiten Regeln hat, ist insgesamt ein fantastischer Wälzer mit mehreren hundert Seiten Text. Ich liebe es zu schmökern. Und wenn ein Regelwerk komplex ist, dann sind es ja oft Zusatzregeln oder Teilregeln, die man nicht immer benötigt, die man aber mal abends gemütlich auf der Couch in Ruhe lesen kann.

unicum:

--- Zitat von: Nodens Sohn am 13.09.2019 | 10:05 ---Ist es denn in anderen Ländern anders? Wo überragen die kleinen Leichtgewichte die alteingesessenen Regelboliden? In welchem Land werden bevorzugt Regelleichtgewichte gespielt? Ich glaube, hier wird einfach eine haltlose Behauptung aufgestellt, die weder belegt oder sonstwie nachweisbar ist. Natürlich kann man allgemein darüber diskutieren weshalb man eher zu dicken Büchern greift, als zu schmalen Heftchen, aber ich wage zu behaupten, dass es in ALLEN anderen Ländern ebenso ist.

--- Ende Zitat ---
:d
Ich denke das sind die eigentlich interressanten Fragen.

Neben der Frage was Leichtgewichte sind, wie die Umsatzzahlen wirklich sind und was wirklich am meisten gespielt wird.

Über ersteres kann man sich streiten (also was regelleicht ist) die Umstazzahlen sind auch meistens nicht öffentlich und was wirklich gespielt wird ist auch schwer abzubilden. bei lezterem kann man vieleicht argumentieren "aber auf dem Freelancer Con XYZ wurde System X häufiger angeboten als System Z" ist auch nur eine Augenblicksabbildung die verzerrt sein kann. Auf Cons biete ich auch gerne mal Systeme an welche ich daheim nie spiele, hauptsächlich mangels Spielern, oder Systeme die ich mal ausprobieren will,... (und danach meist doch in die Tonne trete).

Ach ja und was ist bitte "erfolgreich"?

(Vieleicht bin ich zu sehr Wissenschaftler,...)

YY:

--- Zitat von: Nodens Sohn am 13.09.2019 | 10:05 ---Ich glaube, hier wird einfach eine haltlose Behauptung aufgestellt, die weder belegt oder sonstwie nachweisbar ist.

--- Ende Zitat ---

wtf?
Es war doch eine der expliziten Fragen im OP, ob das nur hierzulande so ist oder nicht.



--- Zitat von: unicum am 13.09.2019 | 10:37 ---Ach ja und was ist bitte "erfolgreich"?

--- Ende Zitat ---

Zumindest wenn man dabei Präsenz (wird beworben und besprochen/diskutiert) und Umsatz in relevanter Weise mit einbezieht*, fängt man sich einen ordentlichen Überlebensirrtum ein.
Dann sind natürlich primär die "lebenden" Systeme erfolgreich und damit diese als lebendig gelten können, müssen sie stetig neues Futter bringen - wobei sich die wenigsten auf Kampagnen und Nippes beschränken, sondern in irgendeiner Weise auch Regelerweiterungen beinhalten.
Ein System, das langfristig Umsatz generiert und wahrgenommen wird, kann kaum anders als zumindest mittelgroß zu sein. Mit Tendenz zum Gigantismus ;)


*Und man tut sich schwer mit der Argumentation, diese Dinge außen vor zu lassen.
Freilich ist die Szene strukturell bedingt eher intransparent, aber der Gedanke, dass es ein oder mehrere nichtkommerzielle Systeme mit großer Verbreitung gibt, die wie wild im privaten Bereich gespielt werden, aber nirgends öffentlich auftauchen, ist je nach Ausprägung wacklig bis absurd.

Dazu auch:

--- Zitat von: unicum am 13.09.2019 | 10:37 ---bei lezterem kann man vieleicht argumentieren "aber auf dem Freelancer Con XYZ wurde System X häufiger angeboten als System Z" ist auch nur eine Augenblicksabbildung die verzerrt sein kann.

--- Ende Zitat ---

Das mag für eine Augenblicksaufnahme gelten, speziell bei Cons mit einer systemseitig besonderen Historie.
Aber aus vielen solcher Aufnahmen setzt sich dann über die Zeit trotzdem ein ganz gutes Bild zusammen.

Wie auch bei dir anklingt: Auf Cons sind doch eher die ungewöhnlichen, kleinen, exotischen und/oder brandneuen Systeme überrepräsentiert.
Und trotzdem findet man da im Gesamtbild vor Allem immer wieder die selben "dicken" Platzhirsche in der aktuellsten Edition und je nach Verlauf der Editionskriege ggf. noch den unmittelbaren Vorgänger.


Und bei aller Intransparenz und allen Beurteilungsschwierigkeiten:
Wenn man mit Verlagen, Händlern und Spielern spricht, in Foren und anderes soziale Gedöns sowie auf öffentlich einsehbare Spielrunden (Cons, Online-Plattformen, "private" actual plays) schaut usw., bekommt man zumindest ein Gefühl für die Größenordnungen.
Ob da jetzt das eine oder andere System aus dem Mittelfeld die Nase vorn hat, bekommt man so ggf. nicht raus, aber ob Risus oder DSA in Deutschland mehr gespielt wird...das zu bewerten traue ich mir schon zu  ;D

Maarzan:

--- Zitat von: YY am 13.09.2019 | 18:36 ---Es war doch eine der expliziten Fragen im OP, ob das nur hierzulande so ist oder nicht.

--- Ende Zitat ---
Man kann auch mit entsprechend formulierten Fragen Behauptungen in den Raum stellen. Doppelt fies, dass man mit einem Widerspruch zu der Behauptung ja eigentlich "vom Thema abweichen" müsste, der Kritiker also erst einmal ein gutes Stück bergauf muss.

YY:
Und wenn man diese Frage direkt im Anschluss schon selbst teilweise negativ beantwortet, braucht es schon eine recht negative Lesart, um das so zu verstehen.

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