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Star Wars: Episode IX - The Rise of Skywalker

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nobody@home:
Mir ist gestern abend noch der Gedanke gekommen, daß es eventuell gerade der moderne "Super-Blockbuster"-Produktionsansatz ist, der dem Erfolg gerne mal im Weg steht. Denn: wenn ich von vornherein mindestens auf 'ne ganze Trilogie oder noch besser gleich ein komplettes neues Franchise mit Merchandising und Themenparks abziele, dann ist das natürlich ein deutlich ehrgeizigeres Vorhaben, als nur jeweils einen eigenständigen Film nach dem nächsten abzudrehen und jeden von denen möglichst gut zu machen, bevor ich mir den nächsten komplett neuen vornehme...und kann auch entsprechend schneller in die Hose gehen. (Speziell bei unserer Sequel-Trilogie hier kommt noch hinzu, daß die Teile nicht mal gut einzeln stehen können, sondern von vornherein darauf angelegt sind, eigentlich nur als Ganzes zu funktionieren.) Sicher, wenn's mal klappt, dann kann sich das auszahlen -- Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Kinoversion war ja definitiv ein Erfolg, wobei der natürlich den Vorteil hatte, daß Tolkien ihm ein gründlich ausgearbeitetes Skript geliefert hat, das er "nur noch" umsetzen mußte --, aber im Normalfall bleibt es ein Vabanquespiel.

Das sieht man in gewisser Hinsicht auch am Star-Wars-Original. Was sich heute "Episode IV" schimpft, ist ja immer noch auch ein kompletter Film über einen, der auszog, 'ne Prinzessin zu retten; selbst wenn der nie fortgesetzt worden wäre (und Lucas und Spielberg wußten damals ja noch nicht, ob er das jemals würde, was man ihm oder zumindest der nicht nachträglich noch x-mal überarbeiteten Urversion denn mMn auch anmerkt), ist so ein bißchen die Frage, ob die Fans, die er heute mit einiger Sicherheit noch hätte, das überhaupt als großen Mangel betrachten würden. ;)

YY:

--- Zitat von: Issi am 31.12.2019 | 11:37 ---Will damit sagen: Wer annimmt, der Regisseur hätte dabei freie Hand, bzw.  könne seiner Kreativität freien Lauf lassen, irrt sich vermutlich.

--- Ende Zitat ---

Deswegen nimmt man für so was auch gleich JJ, der produziert freiwillig nur unkreative Abziehbilder  ;) ;D


--- Zitat von: nobody@home am 31.12.2019 | 12:13 ---Mir ist gestern abend noch der Gedanke gekommen, daß es eventuell gerade der moderne "Super-Blockbuster"-Produktionsansatz ist, der dem Erfolg gerne mal im Weg steht.

--- Ende Zitat ---

Da kommt sicher auch das amerikanische Problem dazu, dass die für jedes halbwegs schön gelaberte Projekt erst mal Feuer und Flamme sind - hat natürlich seine guten Seiten, aber oft genug fehlt da im Vorfeld einfach derjenige im Besprechungsraum, der sagt: "Ein neues Mega-Franchise hochziehen? Mit dem Mist? Ihr habt doch was an der Waffel." ;)


Freilich gibts Dinger, die "too big to fail" sind. Die Sequel Trilogy gehört da für mich genau so dazu wie die Hobbit-Filme und auch genug aus der Marvel-Ecke. Das wirft immer Geld ab, auch wenn es bei Licht betrachtet gar nicht mal so gut gelungen ist.

Und auf der anderen Seite versucht man, sich mit zig Remakes, Reboots und Fortsetzungen an ein "Franchise" zu hängen, das gar nicht (mehr) existiert und wundert sich dann, warum das heute keiner mehr mag, wo es doch früher so ein Riesenerfolg war - ohne mal zu schauen, warum die Originale so erfolgreich waren und wo es vielleicht strukturelle Unterschiede gibt.

Ein Dämon auf Abwegen:
Aber bei Star Wars war das Franchise ja schon da hätte schon was extrem in die Hose gehen müssen, damit man die komplette Trilogie nicht gemacht bekommt.

Und auch das mit dem Mangle einer Vorlage stimmt bei Star Wars nur eingeschränkt, da es zum einen George Lucas ihnen Story Treatments dafür wie er sich die Sequells vorgestellt hat mit verkauft hat und es auf der anderen Seite auch noch das EU gibt das man als Steinbruch benutzen könnte.

Die Damen und Herren bei Disney/Lucas dachten nur sie könnten das besser ...

Lichtschwerttänzer:
Ohne Mrs Lucas wäre Star Wars later ANH möglicherweise gefloppt, sie soll ihren Mann auf der Spur gehalten haben

tartex:

--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 31.12.2019 | 13:52 ---Die Damen und Herren bei Disney/Lucas dachten nur sie könnten das besser ...

--- Ende Zitat ---

Konnten sie ja auch: vergleiche die Zahlen hier.

Bei Disney wird Erfolg sicher daran gemessen, wieviel Geld ein Film reinbringt, bzw. wieviele Leute bereit sind Geld dafür zu zahlen, ihn zu sehen.

JJ konnte das besser. Ob der Film der oder mir gefällt, spielt da überhaupt keine Rolle.

Zusatz: natürlich kann man eine Franchise mit unbeliebten Produkten schädigen und zukünftigen Einnahmen damit gefährden, aber das Geld, das Disney an Lucas gezahlt hat, ist längst schon wieder drinnen und die Marke Star Wars ist auch eine langfristige Investition.

Es wird auch in 30 Jahren noch Star-Wars-Filme geben.

(Ich persönlich hätte ja nix gegen Star Wars X zum 50. Geburtstag der Saga.)

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