Pen & Paper - Spielsysteme > Systemübergreifende Themen

Zeitreise-Paradoxon

<< < (5/6) > >>

BBB:
Erstmal abo, später mehr

Der Läuterer:
Nach dem Nowikow-Selbstübereinstimmungprinzip sind Paradoxa bei Zeitreisen unmöglich; d.h. eine Eliminierung in der Vergangenheit führt nicht zur Nichtexistenz in der Gegenwart. Jeder Vorgang stellt eine Kausalitätsschleife dar und ist in sich abgeschlossen. Was passiert ist, ist somit auch passiert.

Es besteht sogar die Möglichkeit, dass der Zeitreisende das Ereignis selbst auslöst, das er untersuchen will und das in der Zukunft Geschichte war.

Vor der eigenen Geburt seinen Vater zu töten ist nach dieser Theorie zwar möglich, negiert aber nicht die eigene Existenz in der Zukunft. Was in der Vergangenheit geschah ist Geschichte und damit unveränderlich. Vielleicht war die Mutter z.B. bereits schwanger, oder der Mann war gar nicht sein Vater und somit bleibt die Gegenwart durch die Vergangenheit unbeeinflusst.

Alles was man in der Vergangenheit tat, deckt sich mit der Geschichte in der Gegenwart.
Einen Krieg zu verhindern, indem man den Tyrannen tötet, ist dieser Theorie zufolge möglich. Die vielen Opfer sind in der Zukunft dann jedoch einer Naturkatastrophe, einer Hungersnot oder einer Pandemie zum Opfer gefallen. Retten kann man so niemanden.

Kurna:
Bisher habe ich nie Zeitreisen benutzt. Vielleicht, weil mich die möglichen Paradoxa zu sehr abgeschreckt haben.

Die einzige Art, wie man mE Zeitreise halbwegs logisch handhaben kann, ist es, wenn man in Wirklichkeit nicht in die Vergangenheit "reist", sondern in die Vergangenheit "schaut". Das heißt, man kann zwar alles Vergangene sehr detailliert anschauen, aber nicht damit interagieren oder es beeinflussen. Wenn ich nach einer "Reise" zurückkehre, ist es etwa so, als ob ich nach einem Film aus dem Kino komme.
Und eine "Reise" in die Zukunft ist eigentlich nur ein Betrachten einer (mehr oder weniger guten) Simulation, wie die Zukunft werden könnte. (Was u.a. bedeuten würde, das bei einer sehr guten Simulation ein wiederholte "Reise" etwas anders sein müsste als die erste, da sie mein bei der ersten "Reise" gewonnenes Wissen berücksichtigen müsste.)
Der Vorteil ist, dass diese Variante nicht ganz so stark an den Naturgesetzen kratzt, aber trotzdem ohne festgelegtes Schicksal auskommt.  ;)

dunklerschatten:

--- Zitat ---Nach dem Nowikow-Selbstübereinstimmungprinzip .....
--- Ende Zitat ---

Das ist ne Vermutung sonst nix.

Ich nutze Zeitreisen nicht, das sorgt imho für ne Menge temporale Probleme die man nur schwer sinnig auflösen kann. (siehe diverse Filme)

Antariuk:
... und dann gibt es noch die Idee, dass jede Zeit ihre eigene Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit hat. Wenn ich als 2000 Jahre in der Zeit zurückreise, ändere ich die Zukunft der besuchten Vergangenheit (die ab jetzt quasi eine eigene Instanz ist), aber nicht die Vergangenheit der Gegenwart, aus der ich komme. Soweit, so logisch >;D

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln