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Woran erkennen wir die Bösen? (Im Spiel)
AlucartDante:
Die Bösen sind die Cops, die sich zwischen unsere Bankräuber und die Beute stellen, immerhin haben die Bankräuber hart dafür gearbeitet. Die Bösen sind also Hindernisse.
Alternativ: Am Ende der Kampagne stellen die Charaktere fest, dass sie die Bösen sind, so wie bei I am Legend...
General Kong:
Historisch sehen Gesellschaften/ Gemeinschaften meist das als gut an, was der Gesellschaft/ Gemeinschaft nützt.
So gesehen ist Sklaverei gut, denn der sich ergebene/ gefangen genommene Feind wird nicht getötet (!) und wird der Gemeinschaft (als zu verkaufendes Staatseigentum oder als Beute und Arbeitskraft) dem Gemeinwohl der eigenen Gruppe zugeführt. Und der Sklave hat auch nichts zu meckern, schließlich darf er weiterleben und hat vielleicht die Möglichkeit freigelassen zu werden oder (je nach Gesellschaft) in die frühere Feindgesellschaft qua Adoption aufgenommen zu werden.
Gotteslästerng oder Abfall vom Glauben ist immer böse - sofern nicht alle einen neuen Gott wählen -, da der Abfall/ die Lästerung leicht der Zorn der Gottheit auf sich zieht, die dann vielelicht nicht nur den Lästerer/ Apostaten straft, sondern auch die Gemeinscahft, weil sei nicht eingeschritten sit. Beim Religionwechsel der Gesamtgemeinschaft schützt die neue Gottheit/ Religion vor der alten.
Feindeschonung ist (außer man neutralisiert den Feind durch Aufnahme in die Gemeinschaft, Bündnis oder Versklavung/ Tributsverpflichtung) mindestens dumm, vielleicht aber auch böse, denn die Gemeinscaht bleibt so weiterhin bedroht und die "Weichheit" oder "Feigheit" könnte weitere Feinde hellhörig machen und zum Angrif anspornen - im schmillmsten Falle passiert ja nicht viel
Feigheit wäre eine Ehrminderung, die vielelicht die Götter erzürnt.
Eine dunkelgraue Welt bricht eigentlich gar nichts herunter - wer mir im Wege steht, sollte das halt im eigenen Interesse nicht tun oder stark genug sein, dass ich ausweiche. Wenn es kein GUT und BÖSE gibt, dann gibt es nur INTERESSEN. Und die beziehen sich entweder auf die eigene Person oder die eigene Gruppe (wie immer diese definiert ist) und summieren die Nützlichkeit.
Und dann: siehe oben.
Ich bezweifele auch stark, dass Verbrecher Polizisten für "böse" halten - für Gegne, lästig, scheiße, dumme Bullenschweine, das ja. Aber "böse"? Neh.
nobody@home:
--- Zitat von: KhornedBeef am 23.11.2019 | 16:13 ---Wie steht es aber nun mit dem spielerischen Teil, der Kommunikation des Bösen? Selbst Sequenzer braucht Gegner. Ein schwarz-und-dunkelgraue Welt bricht das vielleicht herunter auf das tautologisch-pragmatische "Böse sind die, die mir im Weg stehen"
--- Ende Zitat ---
Ist das nicht eigentlich primär schlicht die Frage nach der Trennung zwischen "Freund" und "Feind"? Denn zu welcher Fraktion im größeren Weltkontext die jeweiligen Verbündeten und Gegner in einem bestimmten aktuellen Konflikt theoretisch gehören, ist ja oft genug zweitrangig -- merkwürdige Gelegenheitsbündnisse und "Hey, ich dachte, die gehören zu uns!"-Momente sind schon immer gerne mal verwendete Abenteuergewürze.
Supersöldner:
Halb ernste Antwort in machen Halb Comic Artigen Setting s erkennt man sie vielleicht auch daran das sie ein Teil des Durch Verbrechen erbeuteten Geldes an den Verein für Böse Witwen und Waisen spenden. Dieser versorgt die Familien der von Helden getöteten Handlanger und Schergen. Sofern sie Tapfer gestorben sind.
AndreJarosch:
So RICHTIG böse gibt es nur sehr selten.
Auch die, aus Sicht der Spieler/Charaktere vermeintlichen, Bösen würden sich selbst wahrscheinlich nicht so sehen.
Ein marodierender Orkstamm? Will doch nur überleben, und handelt nach dem Naturgesetz der Nahrungskette bzw. Might makes right!
Ein an Menschen experimentierender Wissenschaftler/Zauberer? Will doch nur Fortschritt vorantreiben, damit es letzten Endes ALLEN besser geht; Das Wohl von Vielen, steht über das Wohl eines Einzelnen!
etc.
Ein "Bösewicht" der sich selbst als der Böse sieht ist zumeist ein wahnsinniger Extremist: Zerstörung der Welt, denn diese friedvollen Menschen sind nicht länger zu ertragen! ... Unser Chaosgott der Zerstörung befiehlt es! ...
Und den kann man auch entsprechend am Spieltisch darstellen.
Die meisten Gegner sind aber nichts weiter als normale Mitglieder ihrer Art, die ihrem Lebensweg folgen, sich selbst als die Guten sehen (oder zumindest nicht als die Bösen) und eher die Spieler/Charaktere als ihren eigenen Plänen entgegengesetzt handelnd und daher latent Böse wahrnehmen.
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