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Rauben uns aktuelle Rollenspiele die kreativität?
Klingenbrecher:
--- Zitat von: Rhylthar am 16.12.2019 | 18:43 ---Jetzt bin ich verwirrt.
Wenn der Fluff doch runterreduziert wird, ist das doch gut in Sachen Kreativität, wie Du Dir sie vorstellst? Weil die Spieler, zwar nicht "grenzenlos", Charaktere bauen können, ohne dass die vom Fluff total unpassend sind? wtf?
--- Ende Zitat ---
Da liegt der Hund begraben. Der Fluff ist im aktuellen Buch so gering das es mehr wie eine Welt Skizze ist. Jedoch haben viele Regeln oder Gegenstände die Altlast von tausenden von Fluff Seiten.
Rhylthar:
--- Zitat ---Jedoch haben viele Regeln oder Gegenstände die Altlast von tausenden von Fluff Seiten.
--- Ende Zitat ---
Ich habe noch nicht näher nachgeguckt, aber warum ist es für einen Spieler z. B. wichtig, zu wissen, was es mit dem "Ares" seiner Predator nun auf sich hat?
Gerne auch andere Beispiele, wie gesagt, bin noch nicht zum Lesen gekommen.
Klingenbrecher:
--- Zitat von: Rhylthar am 16.12.2019 | 19:01 ---Ich habe noch nicht näher nachgeguckt, aber warum ist es für einen Spieler z. B. wichtig, zu wissen, was es mit dem "Ares" seiner Predator nun auf sich hat?
Gerne auch andere Beispiele, wie gesagt, bin noch nicht zum Lesen gekommen.
--- Ende Zitat ---
Am Tisch habe ich einen Neuling sitzen. Richtig Neuling und der hat halt Fragen gestellt auf die wäre ich gar nicht mehr gekommen.
- Warum ist die Matrix gecrasht
- Weshalb gibt es Konzern-Währung wenn doch eigentlich als mit Nuyen bezahlt wird
- Warum gibt es noch alte Datenbuchsen wenn es doch nur noch Cyberbuchsen gibt
- Warum gibt es cyber UND biowear
Tja, und dann kann man leider nicht mal fix auf eine Seite verweisen. Dann muss schon das Smartphone her und in der Shadowwiki gesucht werden. Selbst da hat man nicht immer Glück eine Antwort zu finden. Natürlich könnte man jetzt was handwedeln. Was ist aber wenn sich dann unser kumpel mit einen anderen Spieler unterhält und dann das handgewedelte da vom Stapel lässt. Nicht cool
Rhylthar:
Ja, aber was wäre Dir denn lieber?
a) Jede Menge Fluff im Regelwerk, so dass Du es erklären kannst (egal, wie plausibel es Dir selbst erscheint)?
b) Noch viel weniger Fluff (passt jetzt natürlich nicht mehr auf SR als gewachsenes Setting), also quasi nur kurz angerissen, ohne Erklärung (die Du dann selbst lieferst)?
D. M_Athair:
--- Zitat von: Crimson King am 16.12.2019 | 17:27 ---In beiden Fällen gilt dies nur, wenn man meint, sich an alle Details halten zu müssen. Man kann Setting- und Metaplotdetails aber auch als Vorschläge ansehen, im Sinne von: so ist die Welt und so läuft die Geschichte, sofern ihr euch nicht bewusst für Änderungen entscheidet oder diese erspielt. Das ist eine tolle Grundlage für einen kreativen Prozess.
--- Ende Zitat ---
Nicht automatisch. Da gibt es einfach verschiedene Herangehensweisen.
Wenn Regeln, Setting und Metaplot sehr filigran ausdefiniert sind, dann muss ich mir die Mühe des Aussortierens und Auswählens machen. Gerade. Für etliche Leute ist das der einfachere Weg gegenüber dem Anbauen eigener Vertiefung. Andere wollen weder Aussortieren und den Rest neu zusammenkleben (gerade bei Regeln, aber auch beim Setting oder Metaplot sollte danach ja noch alles halbwegs funktional sein) noch Inhalte bezahlen, die sie dann doch nicht brauchen können.
Ich denke nicht, dass die Popularität von OSR-Kram und Fate ein Zufall ist. Das spricht halt andere Leute an als z.B. Spiele mit Settingkanon wie DSA. Keine objektivierbare Lore zu haben (wie bei Glorantha) ist ebenfalls ne zweischneidige Sache. Ja, man kann dadurch viel rauslassen, weil Widersprüche im "Setting-Kanon" bewusst eingebaut sind. Es kann aber auch frustieren und man muss nicht zu viel neu zusammennähen, weil alles fließt und wenig fixiert ist.
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