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[Erzählt mir von] Fateforge

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Eiserne Maske:

--- Zitat von: Weltengeist am 25.12.2019 | 13:06 ---Eine Weltbeschreibung, die aus Einzelbänden besteht und sich über Jahre hinzieht, ist ja per se nichts Ungewöhnliches. 

--- Ende Zitat ---

Das schon. Ungewöhnlich finde ich eher: Die Publisher haben vor bald 10 Jahren mit der Veröffentlichung eines Rollenspiels (Shadows of Esteren) begonnen, von welchem entscheidende Quellenbände bis heute in der Originalsprache fehlen, auf halber Strecke der Veröffentlichung mit der Übersetzung und dem Vetrieb für englischsprachige Länder begonnen, hier ebenfalls nicht vollständig geliefert, danach mit der Veröffentlichung eines neuen Rollenspiels (Fateforge) begonnen, für dieses in der Originalsprache ebenfalls nur die Regeln veröffentlicht, wieder mitten in der Erschaffung der französischen Produkte mittels Crowdfunding sich auf dem englischsprachigen Markt angeboten und wieder auf halbem Wege das Publikationskonzept über den Haufen geworfen; wieder einen zumindest ambitionierten Veröffentlichungsplan mit einem Zeithorizont für ein halbes Dutzend Jahre rausgehauen  - und die Produktlinie für Esteren ist immer noch nicht komplett erschienen. Sicher, ich habe als des Verlagswesens Unkundiger gut reden, aber ich finde die Veröffentlichungspolitik zumindest unglücklich.

Wenn solche Irrungen in der Branche üblich sind, dann nehme ich natürlich alles (ein wenig überrascht :)) zurück.

Weltengeist:
Nein, du hast ja Recht. Und ich gebe zu, dass ich in Sachen "schlechte Erfahrungen mit der Publikationspolitik bei SoE" auch gebranntes Kind bin und dass diese Erfahrungen auch dazu beigetragen haben, dass ich von "Fateforge" trotz grundsätzlichem Interesse erst einmal die Finger gelassen habe.

Sgirra:
Danke, Eiserne Maske – dieses Wissen darüber, wie SoE lief, hatte ich nicht. Aber da scheint meine Intuition ja durchaus richtig zu sein.


--- Zitat von: Weltengeist am 25.12.2019 | 13:06 ---Eine Weltbeschreibung, die aus Einzelbänden besteht und sich über Jahre hinzieht, ist ja per se nichts Ungewöhnliches.
--- Ende Zitat ---
Das ist richtig und auch nicht ganz verkehrt. Aber zumindest haben wir hierzulande – sie es nun DSA, Splittermond oder Midgard – die Erfahrung, dass es eigentlich gut funktioniert, einen Settingband für das große Ganze rauszubringen, bevor man ins Detail geht. Den Gesamtband und die große Weltbeschreibung komplett über Bord zu werfen, ist schon seltsam. Man hätte es generell anders planen können, was mich vermuten lässt, dass sie es nicht gründlich getan haben. Zumindest, wenn man ursprünglich wirklich vorhatte, das Setting vier Jahre nach den Regeln zu liefern.  :o

Da es viel Kritik gegeben hat, gibt es mittlerweile auch Meldungen vom Verlag. Dort heißt es, es wäre im Interesse der Spieler, möglichst schnell Lore zu liefern. Außerdem könnte es sein, dass man die fragmentierten Informationen am Ende in Sammelbände zusammenfasst – zum Beispiel in einem Bestiarium. Liest sich bereits so, als würden sie auf Sicht fahren.

Weltengeist:
Das deckt sich tatsächlich mit dem, was bei Shadows of Esteren passiert ist. Da ist nach dem Basisband auch nie mehr das erschienen, was gebraucht wurde und worum alle Spieler gebettelt haben, sondern immer nur das, worauf die Kreativen jetzt gerade Lust hatten. Vernünftige Regeln für Magie und Technik gibt es da meines Wissens bis heute nicht, ebenso wenig wie eine Auflösung der Settinggeheimnisse (die der SpL bräucht, um selbst etwas vernünftiges zu schreiben) oder ein Abschluss der großen Kampagne. Dafür aber ganz tolle Bilder und einen eigenen Soundtrack... ::)

(Don't get me wrong - ich stehe total auf tolle Bilder. Aber die reichen eben nicht aus für ein tolles Rollenspiel. Und wie ich das so schreibe, merke ich, dass ich frustrierter über SoE bin, als ich eigentlich gedacht habe.)

Blizzard:
Also ähnlich wie der Weltengeist bin ich ja eher kein Freund von D&D bzw. D 20 am Spieltisch bzw. bei Pen&Paper (am PC ist das was anderes, aber das ist auch ein anderes Thema ;). Ich bin schon vor einiger Zeit über FateForge gestolpert, und war zunächst wie der Weltengeist erstmal sehr angetan von Fateforge-vor allen Dingen vom Cover. Aber als ich dann die ersten Kommentare hier im Thread dazu gelesen habe, habe ich auch das Interesse verloren.

Jetzt bin ich jüngst nach einiger Zeit wieder zufällig darüber gestolpert...und ja, es würde mich schon oder wieder reizen, zugegebenermaßen. Vor allen Dingen, weil-was mir vorher irgendwie nicht bewusst war-das Teil von den Shadows of Esteren Machern ist. Das muss ich damals übersehen haben. Ich bin ja ein großer Fan & Verfechter von SoE (nach wie vor und ja, ich habe die ganze SoE-Story auch mitbekommen, finde das alles aber bestenfalls halb so schlimm) und eben die Tatsache, dass es von den SoE-Machern ist, wäre in dem Fall für mich eher ein Pro denn ein Contra-Argument wie für einige andere hier.

Das was mich eigentlich noch zögern lässt sind die Regeln bzw. ist das Regelsystem. Ich habe es oben schon geschrieben: Ich bin kein Freund von D&D bzw. D20. Ich habe daher auch nicht viel Erfahrung mit D&D oder D20. Von daher wäre meine Frage, ob man denn dafür das 5e PHB braucht um es zu spielen/leiten zu können? Und wie einfach/schwierig ist es, das auf ein anderes Regelsystem zu konvertieren?

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