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Jeder Mann ein winselnder Idiot?
tartex:
--- Zitat von: First Orko am 9.04.2020 | 14:00 ---Dazu sei gesagt: Ich habe den Film nie gesehen. Aber "Alleinerziehender Vater im Vorruhestand" ist so ziemlich das Aller-Aller-Allerletzte was mir als Beschreibung dafür einfallen würde, was bei mir durch popkulturelle Referenzen, Clips und Erzählungen hängengeblieben ist ~;D
--- Ende Zitat ---
Rambo I hat mit II und III so gut wie nichts zu tun. Du solltest dir den wirklich mal anschauen! Ansonsten ist klar, dass du das alles in einen Topf wirfst.
YY:
--- Zitat von: Jiba am 9.04.2020 | 13:56 ---Nur weil etwas ein paar tausend Jahre alt ist, ist es nicht automatisch okay.
--- Ende Zitat ---
Das war auch nicht meine Aussage.
Ich habe das absichtlich so allgemein formuliert, dass es sich auch auf Perspektiven bezieht, die verschwunden oder andersrum erst spät in diesem Zeitraum entstanden sind.
Andersrum ist auch nicht automatisch alles schlecht, was aus der Zeit vor 1848 stammt.
--- Zitat von: First Orko am 9.04.2020 | 14:00 ---Das ist das Klischee, was Rambo wie kein zweiter verköpert. Rambo ist ne fucking MARKE dafür!
--- Ende Zitat ---
Das ist eine falsche Zuordnung, die den fundamentalen Unterschied zwischen First Blood und den anderen Rambo-Filmen verkennt.
Habe ich oben auch schon bei den gurkigen Fortsetzungen erwähnt.
--- Zitat von: 6 am 9.04.2020 | 14:02 ---Wäre es da nicht besser über gute Charakterentwicklung genderunabhaengig zu diskutieren?
--- Ende Zitat ---
Man darf auch auf konkrete Probleme hinweisen und nicht nur darüber sprechen, wie man es gut macht.
Hier: Teile von Hollywood sind der Meinung, dass weibliche Protagonisten als Alleinstellungsmerkmal den Erfolg eines hingerotzten Remakes sicherstellen.
Ist offensichtlich nicht so, aber wenn man darauf gesittet hinweist, muss man vielleicht nicht noch mehr Fehlversuche ertragen.
Supersöldner:
ich hätte das ganze vielleicht als halb ironisch kennzeichnen sollen. ^^^^ obwohl das tatsächlich ein Guter Film wehre. Geheim Superschurken Verschwörung nutzt Feminismus um Helden als Toxisch abschaffen zu lassen und übernimmt dann kurzzeitig die Welt heranschafft. >;D >;D
Jiba:
--- Zitat von: Darius der Duellant am 9.04.2020 | 14:04 ---Oh nein, wie kann ich mich nur erdreisten eine mit maximaler Ideologie aufgeladenen politischen Kampfbegriff in einem Forum in dem politischer Diskurs EXPLIZIT NICHT GEWÜNSCHT IST, nicht seriös&ausführlich zu kommentieren, fürchterlich...
--- Ende Zitat ---
Wenn dir der Thread nicht passt, weil er dir zu politisch ist, melde ihn halt. Und freu dich nicht diebisch über eine eventuelle Schließung. Wir sind von dem Toxizitätbegriff ja schon seit ein paar Beiträgen wieder weg.
Und wenn dich der Thread nicht stört. Dann trag halt was Konstruktives bei.
Metamorphose:
Hallo.
Ich habe nicht alles im Thread gelesen und will nur ein paar Gedanken dazu von mir teilen. Ich finde die Diskussion spannend und bin auch über etliche Aussagen leicht entsetzt.
Generell gesehen denke ich, sind (meist überzeichneten) Darstellungen von Geschlechterrollen in Filmen/Serien/Büchern/Werbungen von ihrer aktuellen akzeptierten Definition in der Gesellschaft geprägt. Die Rolle des Mannes verändert sich, ist auch ganz natürlich - so empfinde ich es zumindest. Gesellschaftliche Normen verändern sich grundlegend immer wieder, das hängt damit zusammen, was die Gesellschaft will und welche Werte durch die in ihr lebenden Menschen vertreten. Es ist eine konstante Wechselwirkung - ist ja logisch und nachvollziehbar.
Wenn also starke Frauen auf der Leinwand sind und daneben sensible Männer, könnte dies einem Zeitgeist, einer sich entwickelnden Geschlechterrolle, einer Perspektive des Kunstschaffenden oder wasweissich entspringen. Für mich absolut tollerierbar. Rambo und Indy sind in einer anderen Zeit als jetzt geschrieben worden.
Was ich, wenn ich so durchlese nicht nachvollziehbar finde ist, wie eigenschaften gewertet werden. Was ist winselnd? Inwiefern ist ein Mann ein Idiot, wenn er gewisse Eigenschaften hat? Winseln wäre für mich klagen, beispielsweise über ein Elend. Dürfen Männer dies nicht tun? Ich versteh hier einfach überhaupt nicht, warum es zuschreibungen bzw wertungen gibt. Männer können hart, weich, autoritär, laissez-faire, gebildet, ungebildet, sensibel usw sein. Ich begrüsse diese Vielfalt, wär doch doof wenn wir als Männer nicht so sein könnten, weil wir einem alten Klischee entsprechen wollen. Die Repräsentation davon ist doch wunderbar.
Vielleicht nehm ich das Thema auch gerade zu ernst ;)
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