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Jeder Mann ein winselnder Idiot?

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tartex:

--- Zitat von: Toht am  9.04.2020 | 15:11 ---Und dass Frauen gerne Frauen mit ihren ganz individuellen stärken sein dürfen und keine verkleideten (toxischen?) Männer, die sich hauptsächlich darüber definieren, dass sie unfehlbar sind und "winselnde Idioten" locker in die Tasche stecken und dass es keine Hindernisse für sie gibt.

--- Ende Zitat ---

Also Vasquez in Aliens ist doch ziemlich cool und interessant, oder? (Generell finde ich Aliens um Klassen schwächer als Alien.)

Das beste Beispiel, dass ein solcher Charakter eben allein schon durch die Reibungsfläche mehr zu bieten hatte als der entsprechende Mann. Eine toxische Frau - für mich ist dabei ziemlich egal ob es einfach ein Butch-Klischee ist - reicht für mich heute immer noch, dass ich mehr über den Charakter wissen will.

Und ja ich war auch immer Fan von Thor in den Comics - und seitdem er einen Bierbauch hat, finde ich ihn in den Filmen sogar nochmals interessanter.

Anmerkung: den Heldentot zu sterben und sich für die Mitstreiter zu opfern ist für mich kein Zeichen von Schwäche. Da dürften wohl ja mal sogar die Herrschaften ganz weit rechts mit mir übereinstimmen.  >;D (Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Und Rian Johnson danke ich immer noch für die Hinterfragung dieser Einstellung. Generell bin ich für Dialektik in allen Narrativen und in den Anhäufungen derer.

JollyOrc:

--- Zitat von: Toht am  9.04.2020 | 14:50 ---WO ist denn nun die Toxizität? Nur zu sagen "Doch die sind toxisch" überzeugt mich leider überhaupt nicht.

--- Ende Zitat ---

(Klicke zum Anzeigen/Verstecken)Toxische Männlichkeit ist übrigens ein etwas schwer auszupackender Begriff. Das heisst nicht "das ist ein Scheißkerl, der fies zu anderen ist".

Der Begriff beschreibt Verhaltensweisen, die langfristig für andere oder für die handelnde Person selbst, schädlich sein kann. Im Grunde ist das hier eine Zusammenfassung von toxic masculinity.

Wenn also Arnold in Phantom Commando mehr oder weniger alleine gegen die Bösen ins Feld zieht, dann ist das ein Beispiel für die Haltung "Mann (und gerade als Vater!) muss halt tun, was man tun muss. Und zwar selbst! Natürlich navigiert der Plot den Helden so, dass das auch keine Wahl ist, aber im Endeffekt ist das eben das, was man da feiert.

(Es sagt ja niemand: Armer Matrix, wird durch die Umstände gezwungen, da alleine mit einer Stewardess am Bein in den Krieg zu ziehen. Nein, wir bewundern den coolen Helden.)

Insofern ist McLane im ersten Film eben tatsächlich nicht sonderlich toxisch-männlich: https://anotherangrywoman.com/2016/12/18/making-fists-with-your-toes-towards-a-feminist-analysis-of-die-hard/

Toht:
Das habe ich bereits (auch im anderen Thread) ausführlich getan.
Ein Forum ist auch kein Dialog, daher habe ich die Frage nach der Toxizität nochmal gestellt.

Wenn es heißt, dass selbst Leute wie Indiana Jones oder John McClane toxisch sind warum wollen die Leute dann weibliche Helden, die wie diese Leute sind? Ich verstehe die Argumentation dann einfach nicht.

Außerdem stellt sich mir immernoch die Frage was Beispiele für nicht toxischen Männerhelden sind. Die nicht bereits durch weibliche Helden mitbesetzt sind? Also Aufarbeitungsbedarf haben?
Fehlt also nur der Bereich der platten Massenmörder der nicht genug mit Frauencharakteren besetzt ist?

tartex:

--- Zitat von: Toht am  9.04.2020 | 15:32 ---Fehlt also nur der Bereich der platten Massenmörder der nicht genug mit Frauencharakteren besetzt ist?

--- Ende Zitat ---

Ich würde mal Haute Tension empfehlen. Sehr provokant!

Bathory ist ja auch mal eine Nummer.

Toht:

--- Zitat von: tartex am  9.04.2020 | 15:36 ---Ich würde mal Haute Tension empfehlen. Sehr provokant!

--- Ende Zitat ---
Hab ich gesehen, fand ich langweilig, aber bin auch kein Horror-Fan. Provokant fand ich da gar nix.

Bin aber wirklich interessiert daran welche männlichen Protagonisten als unproblematisch betrachtet werden und was für weibliche Protagonisten gewünscht werden. Denn so richtig ergibt es wie gesagt für mich keinen Sinn einen (heute nicht mehr (und vielleicht nichtmal damals) besonders relavanten) Teilbereich von vergangenen Helden zu kritisieren und gleichzeitig zu wollen, dass Frauen heute genauso sind und sein dürfen, weil die jetzt schließlich auch mal dran sein müssen damit.

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