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Jeder Mann ein winselnder Idiot?
Oberkampf:
Was massiv zugenommen hat an männlicher Weinerlichkeit in Film & Fernsehen und was sich gut an Beispielen zeigen lässt, ist die Jammerei über starke weibliche Protagonisten und Diversität bei den Hauptpersonen. Anscheinend kann man heute keine Serie mehr drehen, in denen nicht nur weiße, heterosexuelle und überwiegend männliche Helden vorkommen, ohne dass aus den Tiefen des Internets ein Jammerbeitrag aufploppt.
Mein Lieblingsbeispiel: Batwoman. Wer sich nun wirklich ein Bisschen mit Comics beschäftigt hat, weiß, dass die aktuelle Batwoman (es gab frühere Versionen in den 50ern) seit langem als lesbischer Charakter etabliert ist. Aber gleich die erste Bewertung fällt durch Gejammer und Ahnungslosigkeit auf.
Früher hats sowas net gegeben.
:korvin:
Man stelle sich mal vor, jemand hätte sich über Lieutenant Uhura so aufgeregt.
(Klicke zum Anzeigen/Verstecken) ~;D Ja, ich weiß, früher wars auch nicht besser, das Problem ist schon alt.
Talasha:
--- Zitat von: Dark Stone Cowboy am 8.04.2020 | 13:46 --- Black Widow
--- Ende Zitat ---
Bei Black Widow muss man aber sagen, das sie halt in einer Liga mit Hulk, Iron Man und Captain America spielen muss, da geht leider nicht so viel. Interessant wird ihr Solofilm in der Hinsicht.
Oceans 8 und Oceans Eleven sind da denke ich etwas aussagekräftiger, bei den Damen geht alles gefühlt einfach viel glatter, sie stecken nie wirklich so tief in der braunen Masse wie die Kerle, das fällt dann schon auf.
--- Zitat von: Destroy all Monsters am 8.04.2020 | 13:54 ---
:korvin:
Man stelle sich mal vor, jemand hätte sich über Lieutenant Uhura so aufgeregt.
--- Ende Zitat ---
Man(n) hat, daher darf sie in der Serie auch nur ans Telefon gehen.
Oberkampf:
Black Widow füllt bei den Avengers die Funktion eines Superhelden ohne Kräfte im Spitzenteam aus. Bei DC hat diese Rolle in erster Linie Batman inne. Bei dem hätte sich niemand gewundert wenn er einen Gott reinlegt oder ein paar russische Spezialeinheiten vertrimmt - der ist halt Batman.
Noir:
Nein, natürlich nicht ... aber mir fällt kaum ein Batman-Film ein, bei dem die Gegner wie Blödelbarden aussehen, wenn er sie platt macht. Selbst als er die komplette Gangsterschar von Luthor in Batman v Superman fertigmacht, wirken die Gegner immer bedrohlich und dürfen ihm sogar ein Messer in die Schulter rammen (inkl. Schmerzgegrummel von Bats) und einen direkten Headshot verpassen. Der Unterschied hier ist, dass Batmans Dominanz durch seine Fähigkeiten und Glück hervorgehoben wird.
Black Widows Dominanz wird durch die Blödheit ihrer Gegner hervorgehoben. Und das ist schade. Weil der Charakter an sich ganz spannend ist und sie es verdient hätte, durch ihre Fähigkeiten zu glänzen ... und nicht, weil sie die ganze Zeit weiß: "Ach ... das sind hier alles Idioten ... die mach ich platt, während ich nebenbei eine Hantel stemme und darüber nachdenke, was ich nächste Woche Samstag essen möchte."
Oberkampf:
--- Zitat von: Talasha am 8.04.2020 | 13:54 ---Man(n) hat, daher darf sie in der Serie auch nur ans Telefon gehen.
--- Ende Zitat ---
Das meinte ich im Spoiler - das Gejammer ist uralt und hat weniger mit der Rolle von männlichen und weiblichen Hauptfiguren zu tun, sondern mit dem Selbst- und Weltbild der Jammerer. Schwache männliche Rollen sind auch uralt. Bei "Ein Colt für alle Fälle" gab es auch die Flasche Howie Munson, der nie was hingekriegt hat. Bloß hat die männliche Lusche traditionell den männlichsten aller männlichen (weißen & heteronormativen) Machos als Gegenstück.
Aber vielleicht wurde früher doch mehr toleriert?
Buffy hatte Xander, Xena hatte Joxer...
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