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Jeder Mann ein winselnder Idiot?

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KhornedBeef:
Ich kann nicht nachvollziehen, was bei der Darstellung von Black Widow in den beiden Szenen (Verhör Russland, Verhör Loki) billig ist. Das ist halt ihr Ding als Superspionin. Ja, die Russen sind eher Staffage, aber es wird ja bewusst damit gespielt, dass sie schlampig agieren, weil es "nur" eine zierliche Frau ist. In der Szene mit Loki finde ich beide, gemessen an der übrigen Darstellung im Film, völlig in-character. Loki ist ziemlich clever bei selbstgeschmiedeten Plänen, aber auch arrogant, gerade gegenüber Menschen. Ist nicht das erste oder letzte Mal, dass er sich in den Fuß schießt.
Das einzige was auffällt, ist Black Widows problemlose Niedermähung der Russen...oder auch nicht, denn das MCU ist wirklich voll davon. In einer Szene liefert sich Captain America einen zeitraubenden Nahkampf mit einem (!) normalen Typen.....in einer anderen liefert er sich eine zeitraubenden Nahkampf mit dem Halbgott der den Hulk in panische Flucht getrieben hat. Ne du, kannste mir nicht mit kommen.

Noir:
Komm ich dir aber mit ;) Ich finde ihre Darstellung schwach. Weil es deutlich besser ginge. Da kommen wir wohl einfach nicht auf einen grünen Zweig.

nobody@home:

--- Zitat von: Destroy all Monsters am  8.04.2020 | 14:09 ---Das meinte ich im Spoiler - das Gejammer ist uralt und hat weniger mit der Rolle von männlichen und weiblichen Hauptfiguren zu tun, sondern mit dem Selbst- und Weltbild der Jammerer. Schwache männliche Rollen sind auch uralt. Bei "Ein Colt für alle Fälle" gab es auch die Flasche Howie Munson, der nie was hingekriegt hat. Bloß hat die männliche Lusche traditionell den männlichsten aller männlichen (weißen & heteronormativen) Machos als Gegenstück.

Aber vielleicht wurde früher doch mehr toleriert?
Buffy hatte Xander, Xena hatte Joxer...

--- Ende Zitat ---

Früher gab's halt auch weniger Möglichkeiten für buchstäblich jeden, seine Meinung in die Welt zu posaunen. Selbst das Internet ist erst vor relativ kurzer Zeit wirklich für praktisch jeden (zumindest in der "ersten" Welt) jederzeit und überall erreichbar geworden -- wenn in den 90ern irgendjemand in einer Ecke des Usenets herumgemosert hat, haben das halt auch nur die Leute mitbekommen, die einen Rechner im Zimmer stehen und einen halbwegs erschwinglichen Anschluß hatten und dann noch mehr oder weniger gezielt danach gesucht haben. Heute dagegen, wo scheinbar schon die meisten Teenager ihr Smartphone mit allen möglichen Apps überall hin mitschleppen...?

Ein Dämon auf Abwegen:

--- Zitat von: Destroy all Monsters am  8.04.2020 | 14:09 ---Aber vielleicht wurde früher doch mehr toleriert?
Buffy hatte Xander, Xena hatte Joxer...
--- Ende Zitat ---
Buffy hatte aber auch Angle und Xena Herkules.

Man muss halt eine gewisse Balance halten.

Irian:

--- Zitat von: Pyromancer am  8.04.2020 | 13:17 ---Ja eben. Es war eine fadenscheinige Ausrede: "Jeder, der den Ghostbusters-Film kritisiert, ist ja nur ein männerhassender Antifeminist, ein Ewig-Gestriger, und wahrscheinlich noch rechtsradikal und mit Amokläufer-Tendenzen dazu!" Dabei war es eben objektiv (so objektiv es eben bei so etwas geht) ein schlechter Film.
--- Ende Zitat ---

Was soll immer der Blödsinn mit den Extremen? "Jeder"? Was für ein Unfug. Natürlich gibt es an dem Film haufenweise gerechtfertigter Weise zu kritisieren, aber das schließt doch nicht aus, dass es auch rein sexistisch motivierte Kritik (schon im Vorfeld) gab (über das "wie viel" und "aus welcher Ecke" kann man sicherlich ebenso lange diskutieren). Und was ich für fadenscheinig halte ist ein Argument der Marke: "Die armen Sexisten sind völlig unschuldig, das war eine reine Antwort den Versuch, schon vorher Kritik als sexistisch abzustempeln" Ne, so einfach ist es nicht. In der realen Welt kann beides passieren, gleichzeitig. Es kann ein schlechter Film mit schlechten Argumenten verteidigt werden, während er gleichzeitig auch mit schlechter Kritik angegriffen wird.

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