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Jeder Mann ein winselnder Idiot?

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AlucartDante:
Klar war es Absicht, bei Jackie Chan wie bei den meisten Filmen, das bestreitet niemand.

Bei Jackie Chan gibt es die seriösen Formate (Police Story 3) und die, in denen er eher trotteliger ist (Da fallen mir die Titel leider nicht ein, aber sowas wie Drunken Master halt).

Wie weit man jetzt "winselnder Idiot" auslegt, ist wohl verschieden. Ich sehe es einfach mal als Gegenbild zum strahlenden alles wissenden und könnenden Helden. Bastian Pastewka ist dann ja auch kein winselnder Idiot, sondern ein kluger kreativer Geist, der stets versucht Probleme erfolgreich zu lösen. Einen richtigen winselnden Idioten habe ich außer in Idiocracy und Dumm und Dümmer nicht gesehen. Aber ich nahm die Überschrift mal als Überspitzung wahr. Wenn man es so ernst und wörtlich nimmt, wie du Medizinmann, dann muss man klar einfach sagen: Das gibt es nicht. Aber ich fand die Diskussion anders spannender.

Medizinmann:

--- Zitat ---(Da fallen mir die Titel leider nicht ein, aber sowas wie Drunken Master halt).

--- Ende Zitat ---
der erste Drunken Master hatte ja auch nicht JC als Regisseur .
Zu dieser Zeit waren Lustige Helden in Hong Kong "In" und viele Regisseure die zu der Zeit arbeiteten waren faule,despotische alte Säcke die immer nur nach Schema "F" drehten,die ganzen frühen Drunken Master Filme
kamen daher und wirklich gute Filme waren (abseits der Shaw Brother Klassiker )eher Seltenheit. Und in dieser Zeit ( späte 70er Jahre) gabs auch bestimmt winselnde Idioten aber JC ....schau dir mal Dragon Lord( 1982 ,DA führte JC auch selber Regie ! ) aus der Zeit an und vergleich sie mit einem der anderen Drunken Master Filme und du verstehst ,was Ich meine


Aber Drunken Master II (von 1994 https://de.wikipedia.org/wiki/Drunken_Master_(1994)
) da ist nichts von einem "winslender Idiot " zu sehen !

mit immer noch kopfschüttelndem Tanz
Medizinmann

nobody@home:
Ich denke, bewußt eingesetzte ausdrückliche "winselnde Idioten" sind heute außerhalb des Comedy-Bereichs genauso selten wie damals -- aus dem einfachen Grund, daß die in "richtigen" Filmen und dergleichen niemand wirklich sehen will und nie gewollt hat. Auf der Protagonistenseite wären sie nur ein nerviger Klotz am Bein und auf der Gegenseite keine ernstzunehmende Bedrohung. Und wenn sie doch mal auftauchen und nicht doch zumindest etwas an Entwicklung zum Besseren durchmachen, dann ereilt sie scheinbar überproportional oft ein karmisch-ironisches (und potentiell durchaus tödliches) Schicksal, quasi als Entschuldigung der Macher dafür, sie dem Publikum überhaupt zugemutet zu haben. Beispiele hierfür wären etwa Farley Claymore in "Shadow und der Fluch des Khan" oder Beni Gabor in "Die Mumie".

Inwieweit natürlich eigentlich gar nicht so gemeinte Figuren unbeabsichtigt bei einem gegebenen Betrachter trotzdem als solche Idioten ankommen, steht auf einem anderen Blatt.

Viral:

--- Zitat von: tartex am  8.04.2020 | 15:57 ---Okay, wer sind da die idiotischen Beispielsmänner?

Poe Cameron oder Luke Skywalker? Weil sie jeweils einen Fehler begehen?

Interessiert mich wirklich in jedem der genannten Beispiele!

--- Ende Zitat ---

Mir mir geht es mehr um die Dekonstruktion der Althelden
Star Wars - Dekonstruiert: Luke Skywalker (OT - ist er der gute Ritter in Richtung Paladin: in den aktuellen Filmen ist er ggf. ein Kindermörder), Idiot: Poe (will klassische Flieger-Helden-Aktionen machen, wird dann mit Pat-Pat-Pat ... zurückgepfiffen) - Rey war so perfekt und konnte auch gleich alles besser als jeder andere. Sie war irgendwie die Klassenstreberin unter den Machtnutzern. Damit man zeigen konnte wie gut sie war, musste man die OT-Charaktere gegen sie halt abstinken lassen.

Ghostbusters - Dekonstruiert: die alten Geisterjäger Idiot: Chris Hemsworth als Kevin Beckman (war zwar irgendwie auch unterhaltsam) Aber das in Your Face Frauenpower tat echt weh.

Batwomen - Dokonstruiert: Batman (wobei nicht hart dekostruiert, aber häufig drauf rumgeritten, dass Batwoman es besser kann als Batman) - winselnder Mann: Fox (wobei mich das hier weniger gestört hat) Mir störte das dieses harte LBGT/Frauenpower in Your Face.

Terminator Dark Fate: Dekonstruiert: John Conner (den Erlöser der Menschheit etc. in den ersten paar Filmminuten umzulegen ... so total lapidar ... war mal echt schlecht und so gar nicht das John Conner Bild was in den alten Filmen aufgebaut wurde) Idiot: Ich glaub da gab es tatsächlich keinen.

Wie gesagt mich stören nicht starke Frauenrollen. Die genannten Beispiele sind mehr Beispiele für schlechte Schreiberei und mangel an Kreativität. Anstelle was Neues zu machen, versucht man das Alte mit Frauenpower aufzupeppen.

Alexandro:
Star Wars: Poe hat eine Heldenreise, wo er vom Flieger zum General wird (zumindest in Episode 8 - dass 9 nichts aus dieser Vorlage macht, dafür kann der Film nichts). Luke ist nur dann dekonstruiert, wenn man seine Legende für bare Münze nimmt (wie es Rey anfangs tut); im Grunde ist es aber noch der gleiche Luke aus der OT (und der ist nunmal nicht perfekt). "Winselnd" würde ich ihn trotzdem nicht bezeichnen, schließlich überwindet er seine Schwächen heldenhaft.

Ghostbusters: "Frauenpower"? Haben wir da den gleichen Film gesehen? Die neuen Ghostbusters sind im Film durchaus inkompetenter, als es ihre männlichen Gegenstücke in alten Film waren. Die alten Ghostbusters hatten zwar auch Momente, wo sie mal ins Klo gegriffen haben, aber nicht so viel und so massiv wie es die Frauen in diesem Film tun.

Batwoman: Sehe ich nicht so (dass Kate besser wäre, als Bruce). Der winselnde Nerd ist halt ein Trope (kann man ein Problem mit haben - aber ich frage mich, ob es überhaupt angesprochen worden wäre, wenn er der Sidekick eines männlichen Helden wäre - ich kann mich nicht erinnern, dass die Leute bei Felicity Smoak (welche ja im Grunde das exakte weibliche Gegenstück zu Luke Fox ist) so ein Fass aufgemacht hätten)

Dark Fate: Habe ich nicht gesehen, fand aber die Fixierung auf "den Auserwählten" John Connor (auch in der geänderten Zeitlinie nach T1) immer Blödsinn und Edward Furlong hat in T2 sowieso hart genervt. Dass sie nach dem Tod anscheinend gleich wieder eine (andere) Auserwähltengeschichte reingepackt haben, macht es allerdings nicht besser und zeugt von der Ideenlosigkeit der Macher.

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