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Erklärt mir die Nachteile des Advantage-/Disadvantage-Konzepts
Zed:
Hallo zusammen!
Ich bin eingefleischter 3.5-Spieler, und der Charakterbau der 5E hatte mich nicht angezogen. Darum habe ich keine 5E Spielerfahrung, denn einige Folgen "Critical Role" gesehen zu haben, zählt ja wohl nicht :)
Sehr gelobt für die 5E wird das Advantage-/Disadvantage-Konzept. Verglichen mit dem zugegebenermaßen sehr aufwändigen Bonus-/Malus-Konzept erscheint es bestechend einfach. Aber welche Nachteile gibt es? Reichen die wenigen Skillkategorien, der Proficiencybonus und das Advantage-/Disadvantage-Konzept der 5E aus, oder ist es zu grob?
Zusätzlich zu meiner Anfrage im Threadtitel würde ich gerne noch wissen, welche alternativen Konzepte über Bonus-/Malus (ob in D20 oder D100-Systemen) und Advantage-/Disadvantage Ihr noch kennt und schätzt.
General Kong:
Das Advantega/ Disadvantage- System funktioniert wie einen Würfewiederholung (z.B. Bennys/ Glückspunkte) bei anderen Systemen, bei denen man den besseren (bei Disadvantage: den schlechteren) Wurf nehmen muss.
Das ist supersimpel. man hat einen Vorteil/ Nachteil oder eben nicht. Oder der Vorteil wird durch einen Nachteil kompensiert (oder andersherum) und mutiert zum "Normalteil" (okay, das Wort habe ich mir gerdae ausgedacht ...).
Wenn man also taktisches Frummeln mag ("Wenn ich von oben auf einen liegenden Gegner Ziele, dazu noch einen Expertenbogen benutze, aber mit normalen Pfeilen, der Gegner aber halbe Deckung hat und seitlich liegt, dann habe ich enen Bonus/ Malus von zusammenaddiert ..."), dann ist hier schnell Sense:
"Ja, das gibt nen Vorteil. Würfel!"
"Nein ds gleicht sich aus. Würfel!"
"Nein, das ist ein Nachteil. Würfel!"
Geht halt schnell und ist eindeutig ohne langes Rechnen. Mag aber den taktischen Spieler unterfordern.
Sarakin:
Mögliche Nachteile:
- Ad/DisAd ist nicht so granular, wie einzelne Boni. Ein +1-Bonus/-1-Malus hier und da geht damit halt nicht.
- eine beliebige Menge Ad negiert eine beliebige Menge DisAd. Heißt: Sobald ich 1 Advantage hab, ist es ja egal, wie viel Disadvantage ich hab. Und andersrum.
Mouncy:
Ist halt sehr grobkörnig. Dafür aber überall denselben Mechanismus zu haben, ist wiederum super. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man für Adv./ Dis. auch jeweils einen W6 zum Wurf dazugibt anstatt 2x zu Würfeln. So kann man dann auch doppelt bzw. dreifach Adv. abbilden. Glaube das kommt von irgendeinem OSR Derivat (Boons / Bones oder so...) und wurde dann entsprechend für 5E adaptiert. Das ist übrigens meistens das erste, das als negativ wahrgenommen wird in der Spielpraxis: "Uh also.. ich hab jetzt doppelt Adv. oder wie? Würfel ich jetzt 3 mal? Meister?! Hilfe!" "Ne ne, mach nur 2x. Doppel Advantage gibet nischd!" "Beschiss!!!"
Kaskantor:
Anfangs fand ich es sehr cool und zugegebenermaßen läuft es auch recht fix von der Hand.
Mittlerweile mag ich das Feature und insgesamt die gane Beschneidung des Spiels garnicht mehr und wandere deswegen gerade zu SF/ PF2 ab.
Adv./ Disadv. ist schon sehr mächtig und alle Beteiligten versuchen nur noch, dass es darauf hinausläuft.
Das Problem an der Sache ist aber für mich, dass es viel zu grob ist und sobald beides vorhanden ist, löst es sich komplett auf.
Sprich bekommt Partei A 3 Vorteile und bekommt wegen Partei B 1 Nachteil, gibt es für keine Partei mehr was.
Wurde mir persönlich mit der Zeit immer langweiliger.
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