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Erklärt mir die Nachteile des Advantage-/Disadvantage-Konzepts
Daniel E.:
Hallo Zed,
ein Nachteil mag sein, dass sich Advantage und Disadvantage nicht akkumulieren lassen. In einer bestimmten Situation kann es mehrere Faktoren geben, die Disadvantage geben: schlechte Sicht, "restrained" oder vergiftet sein, einem Zauber unterliegen, usw. An drei dieser Faktoren zu leiden ist mechanisch genau so schwerwiegend wie bloß an einem zu leiden. Beispielsweise ist es genau so schwierig, eine tausend Fuß weit entfernte Person mit einem Pfeil an hellichtem Tag zu treffen, wie diese Person treffen, wenn man buchstäblich blind und vergiftet ist.
Man kann dafür argumentieren, dass es durchaus sein Gutes hat, wenn sich Disadvantage nicht akkumuliert, weil Charaktere dann nicht bis zur Nutzlosigkeit geschwächt werden können, aber ich kann nachvollziehen, dass es manch einem zu grob ist.
Für advantage gilt grundsätzlich das gleiche.
schneeland (n/a):
--- Zitat von: Mouncy am 13.05.2020 | 10:42 ---Ist halt sehr grobkörnig. Dafür aber überall denselben Mechanismus zu haben, ist wiederum super. Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass man für Adv./ Dis. auch jeweils einen W6 zum Wurf dazugibt anstatt 2x zu Würfeln. So kann man dann auch doppelt bzw. dreifach Adv. abbilden. Glaube das kommt von irgendeinem OSR Derivat (Boons / Bones oder so...) und wurde dann entsprechend für 5E adaptiert. Das ist übrigens meistens das erste, das als negativ wahrgenommen wird in der Spielpraxis: "Uh also.. ich hab jetzt doppelt Adv. oder wie? Würfel ich jetzt 3 mal? Meister?! Hilfe!" "Ne ne, mach nur 2x. Doppel Advantage gibet nischd!" "Beschiss!!!"
--- Ende Zitat ---
Die W6-Würfel kommen m.W. aus Shadow of the Demonlord (also eher nicht OSR).
Ansonsten Zustimmung - der zentrale Nachteil ist die Grobkörnigkeit.
Was die Aufrechnung von Adv./Disadv. angeht, kann man natürlich verhausregeln, dass exakt verrechnet wird (also 3 Adv. / 1 Disadv. -> Adv., 1 Adv. / 3 Disadv. -> Disadv.). Steht, glaube ich, auch irgendwo im DMG drin. Ändert aber natürlich nichts an der Grobkörnigkeit und ist etwas langsamer als das beliebige gegenseitige Auflösen.
Selganor [n/a]:
Der Titel ist ja so gar nicht vorurteilbehaftet, oder? ;)
Die Frage: "Reichen die wenigen Skillkategorien, der Proficiencybonus und das Advantage-/Disadvantage-Konzept der 5E aus, oder ist es zu grob?" muss jeder fuer sich selbst beantworten.
Wer es liebt sich extremst spezialisieren zu koennen um Teilbereich A der Faehigkeit B viel besser zu koennen als den anderen Teilbereich C dem wird ein simpler Proficiencybonus (der dann auch im Normalfall nur steigt wenn man aufsteigt - dafuer dann aber zu bestimmten Punkten automatisch) vermutlich nicht reichen.
Zu den "wenigen Skillkategorien" muss ich sagen, dass ich lieber eine ueberschaubare Menge (In 5e sind es 18 Skills) an Sachen habe ueber die die Faehigkeiten abgedeckt sind als bei jeder Sache die ich versuche erst ueberlegen zu muessen welcher der Skills dafuer zustaendig ist.
Zumal in 5e Skills ja immer reine Boni sind. Man macht z.B. keinen "Arcana"-Check sondern einen Int (Arcana)-Check. Also erstmal einen Int-Check und wenn man Proficiency Arcana hat darf man noch den Proficincy-Bonus dazuzaehlen (bei Expertise sogar doppelt).
Ich persoenlich sehe lieber auf einen Blick wo der Charakter gut ist, aber das ist ja alles Geschmackssache.
schneeland (n/a):
--- Zitat von: Selganor [n/a] am 13.05.2020 | 11:20 ---Zu den "wenigen Skillkategorien" muss ich sagen, dass ich lieber eine ueberschaubare Menge (In 5e sind es 18 Skills) an Sachen habe ueber die die Faehigkeiten abgedeckt sind als bei jeder Sache die ich versuche erst ueberlegen zu muessen welcher der Skills dafuer zustaendig ist.
Zumal in 5e Skills ja immer reine Boni sind. Man macht z.B. keinen "Arcana"-Check sondern einen Int (Arcana)-Check. Also erstmal einen Int-Check und wenn man Proficiency Arcana hat darf man noch den Proficincy-Bonus dazuzaehlen (bei Expertise sogar doppelt).
--- Ende Zitat ---
An dieser Stelle hätte ich allerdings gesagt, gerade weil man im Wesentlichen auf Attribute würfelt, hätten spezialisierte Fertigkeiten (oder Spezialisierungen für Fertigkeiten) sehr gut gepasst.
Selganor [n/a]:
--- Zitat von: schneeland am 13.05.2020 | 11:28 ---An dieser Stelle hätte ich allerdings gesagt, gerade weil man im Wesentlichen auf Attribute würfelt, hätten spezialisierte Fertigkeiten (oder Spezialisierungen für Fertigkeiten) sehr gut gepasst.
--- Ende Zitat ---
Oder auch nicht... Denn je mehr Faehigkeiten (oder Spezialisierungen) es gibt desto weniger kann man effektiv "gut".
5e Charaktere haben zwar meistens weniger Skill-Proficiencies als 3.x-Charaktere Skillpoints haben um Skills maximiert zu halten, aber dafuer enthalten die 5e Skills oft mehr Sachen als ein Skill in 3.x (oft sind gleich mehrere 3.x-Skills zu einem 5e-Skill zusammengefasst)
Und situationsspezifische Modifikatoren (z.B. "Advantage on Wisdom (Perception) rolls when hearing is involved" fuer jemanden der besonders gut hoeren kann) gibt es ja immer noch, es ist nur nicht der Standard.
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