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Erklärt mir die Nachteile des Advantage-/Disadvantage-Konzepts

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Ainor:

--- Zitat von: Amromosch am 12.06.2020 | 11:35 ---Das ist so nicht ganz richtig.

Wenn du bspw. eine 9 brauchst, um zu treffen, dann hast du eine 60%-Chance. Mit +4 erhöht sich diese um 1/3, also um 33%.

--- Ende Zitat ---

Aber trotzdem 20 ProzentPUNKTE.


--- Zitat von: Amromosch am 12.06.2020 | 11:35 ---Entsprechend wird auch der Schadensoutput des Charakters um einen anderen Faktor erhöht. Und letzendlich ist das ja der relevante Wert für das Spiel. Insofern ist die Spannbreite von RKs für so eine Überlegung in jedem Fall zumindest zu berücksichtigen.

--- Ende Zitat ---

Trefferwahrscheinlichkeit mit +9 gegen AC 20 ist 50%
Trefferwahrscheinlichkeit mit +9 gegen alle ACs von 15 bis 25 ist im Durchschnitt auch 50%
Beides wird mit +4 zu 70%

Ein +4 Bonus ist in einem System nur dann besser wenn die durchschnittliche Trefferchance niedriger ist.
Aber nicht weil die AC mehr variiert oder weil Boni und ACs höher sind.

Amromosch:

--- Zitat von: Ainor am 12.06.2020 | 12:11 ---Trefferwahrscheinlichkeit mit +9 gegen AC 20 ist 50%
Trefferwahrscheinlichkeit mit +9 gegen alle ACs von 15 bis 25 ist im Durchschnitt auch 50%
Beides wird mit +4 zu 70%

--- Ende Zitat ---
Im zweiten Beispiel ist das Ergebnis durchschnittlich das gleiche, ja. Aber der Durchschnitt ist da nicht so relevant, finde ich. Wenn der arithmetische Durchschnitt erwünschte Spielwerte liefert, aber ein Großteil der tatsächlich durchgeführten Kämpfe/Proben eben nicht, dann wäre das beispielsweise sehr ungünstig.

Wenn ein Monster zum Beispiel darauf ausgelegt sein soll, dass es durch eine hohe RK extrem selten getroffen werden kann, können fixe Boni diesen Effekt schnell brechen. Besonders dann, wenn sie stacken. Und ein Vor- und Nachteil-System, welches nicht stackt und zusätzlich keine zu starke Progression bei den Angriffsboni innehat, kann somit besser gewährleisten, dass die hohe RK eines Monsters auch tatsächlich das tut, wofür sie da ist. Nämlich die Wahrscheinlichkeit von Treffern stark zu reduzieren.

Was man besser findet, ist natürlich Geschmackssache, aber einen Unterschied macht das in jedem Fall. Vor allem dann, wenn Werte sehr stark schwanken und somit recht häufig Extremsituationen entstehen.

Ainor:

--- Zitat von: Amromosch am 12.06.2020 | 15:21 ---Im zweiten Beispiel ist das Ergebnis durchschnittlich das gleiche, ja. Aber der Durchschnitt ist da nicht so relevant, finde ich.

--- Ende Zitat ---

Ich würde sagen ohne zusätzliche Information ist nur der Durchschnitt relevant  :)


--- Zitat von: Amromosch am 12.06.2020 | 15:21 ---Wenn ein Monster zum Beispiel darauf ausgelegt sein soll, dass es durch eine hohe RK extrem selten getroffen werden kann, können fixe Boni diesen Effekt schnell brechen. Besonders dann, wenn sie stacken. Und ein Vor- und Nachteil-System, welches nicht stackt und zusätzlich keine zu starke Progression bei den Angriffsboni innehat, kann somit besser gewährleisten, dass die hohe RK eines Monsters auch tatsächlich das tut, wofür sie da ist. Nämlich die Wahrscheinlichkeit von Treffern stark zu reduzieren.

--- Ende Zitat ---

Nun, meine ursprüngliche These war dass der 3E Trefferbonus durch Rage und der 5E Advantage des Barbaren recht vergleichbar sind. In 5E gibt es aber kein solches Monster. In 3E ist es ebenfalls sehr selten dass ein Barbar einen Gegner fast garnicht treffen kann. Hohe AC bedeutet da eher dass die iterativen Angriffe nicht treffen.

Insofern glaube ich nicht dass der 3E und der 5E Barbar in dieser Beziehung sehr unterschiedlich sind.

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