Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E

5e - Änderungen/Neue Optionen an/für Ability Score Zuweisung angekündigt

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takti der blonde?:
@La Cipolla

Deine methodischen Fragen sind wichtig und richtig! Die lassen sich aber klären und bei der Präsentation der Ergebnisse darstellen.

Zur Frage wer das macht: Das Tanelorn könnt da ja z.B. den Anfang machen. Dann wüssten wir schon mal mehr als vorher. Meine Intuition sagt mir ja auch, dass die deutsche Rolloszene vor Ausgrenzungsmechanismen strotzt. Aber möglicherweise irre ich ja!

Marduk:
Naja, wenn ich mir manche Rollenspieler auf Facebook anschaue, denke ich mir manchmal, die hätten die Nürnberger Prozesse wohl nicht überstanden...

schneeland (n/a):
Ich bin mir nicht sicher, ob das Tanelorn einen geeigneten Startpunkt für solche Untersuchungen darstellt, allein schon weil Webforen ja ein Stück weit aus der Zeit gefallen sind. Insofern würde ich erwarten, dass die hiesigen Nutzer eher älter, weißer und männlicher sind als die aktuelle Spielerschaft. Facebook und Twitter kämen vermutlich näher dran (selbst wenn da immer noch eine gewisser Verzerrung herrschen dürfte, weil eben nicht alle Spieler auch online in entsprechenden Gruppe aktiv sind).

takti der blonde?:

--- Zitat von: schneeland am 28.06.2020 | 17:35 ---Ich bin mir nicht sicher, ob das Tanelorn einen geeigneten Startpunkt für solche Untersuchungen darstellt, allein schon weil Webforen ja ein Stück weit aus der Zeit gefallen sind. Insofern würde ich erwarten, dass die hiesigen Nutzer eher älter, weißer und männlicher sind als die aktuelle Spielerschaft. Facebook und Twitter kämen vermutlich näher dran (selbst wenn da immer noch eine gewisser Verzerrung herrschen dürfte, weil eben nicht alle Spieler auch online in entsprechenden Gruppe aktiv sind).

--- Ende Zitat ---

Und solche Hypothesen und mehr ließen sich mit einer etwaigen Umfrage be- oder widerlegen!

Wisdom-of-Wombats:

--- Zitat von: hassran am 28.06.2020 | 16:58 ---Aber hier geht es doch konkret um D&D. Grundsätzlich wollen wir ja gar nicht wissen, wer warum nicht spielt, sondern erstmal die Beschaffenheit der Szene verstehen.

--- Ende Zitat ---

Die Beschaffenheit welcher Szene? Ja, klar, "die" Rollenspielszene. Aber die gibt es nicht. Es gibt eine deutsche, eine französische, eine amerikanische, etc Rollenspielszene. Die Szenen werden in den Ländern völlig anders aussehen.


--- Zitat von: hassran am 28.06.2020 | 16:58 ---Im nächsten Schritt bietet sich dann ein Abgleich mit der Verteilung bestimmter Merkmale in der allgemeinen Bevölkerung an. Der letzte Schritt besteht darin nach einem vorher definierten Zeitraum nochmal zu fragen, wer denn mit welchen Merkmalen spielt. Da gibt es natürlich jede Menge confounder etc., aber da lässt sich schon erstaunlich viel statistisch machen, um zumindest eine Diskussionsgrundlage jenseits von "Ich habe mal mit jemandem auf einem Con gesprochen, die xyz gesagt hat."

--- Ende Zitat ---

Und das bringt was? Da steht implizit der Anspruch hinter die Rollenspielszene muss die Allgemeinbevölkerung abbilden? Klingt normativ. Zumal Du das niemals sinnvoll per Umfrage erfassen kannst. Warum nicht? Wegen der Teilnahme. Entweder Du bildest eine randomisierte Stichprobe der Gesamtrollenspieler eines Landes und bittest sie dann um Teilnahme, oder Du setzt auf freiwillige Teilnahme. Ersteres ist auf Grund der Datenbasis nicht machbar. Letzteres ermöglicht Dir zwar das Sample zu beschreiben, aber keine Inferenz auf die Gesamtmenge durchzuführen. Somit ein sinnloses Unterfangen.


--- Zitat von: hassran am 28.06.2020 | 16:58 ---Bestimmt gibt es auch jede Menge qualitative Methoden, die uns da helfen können.
--- Ende Zitat ---

Qualitative Methoden sind völlig unzureichend um auf die Gesamtmenge zurückzuschließen. Das ist das große methodische Problem der qualitativen Methoden.


--- Zitat von: hassran am 28.06.2020 | 16:58 ---Aber die Behauptung, die D&D-Spielerschaft sei nicht "divers genug" (damit ist vermutlich gemeint: weniger divers als die Gesamtpopulation) gehört belegt, wenn sie Grundlage für Interventionen sein soll. Und die Interventionen gehören ebenfalls bewertet.

--- Ende Zitat ---

Es geht bei den Änderungen von WotC doch gar nicht, um eine Änderung der Szene, sondern um eine Änderung des Produkts? Um auf die aktuellen Diskussionen in den USA zu reagieren. Das ist keine Intervention seitens des Verlags, das ist eine Zielsetzung des Marketings (wenn man das böse verkürzt benennen möchte), um das Produkt D&D weiterhin relevant zu halten, und für eine möglichst breite Käuferschicht attraktiv zu halten. Das ist nicht so zynisch gemeint wie es jetzt klingt. Ich möchte darauf hinaus: Das Marketing bei WotC interessiert "die" Szene nicht. Eine D&D Community ensteht durch die Personen, die das Produkt nutzen. Für WotC wird der Verkauf des Produkts im Mittelpunkt stehen, und dafür muss es Anpassungen an das kulturelle Klima der Hauptkunden geben. Hauptkunden sind nun mal die US-Amerikaner und nicht Europäer oder Deutsche.

Auch der Verweis auf kulturelle Ursprünge von Mythen und Sagen ist zwar interessant, aber für einen Diskurs, der genau diese Mythen, Sagen und Geschichten auf den Prüfstand stellt, ein nicht treffender Hinweis. Klar, man kann darauf hinweisen, dass es alte bis uralte Konzepte sind, an denen man nicht rütteln darf/soll. Aber genau das passiert doch jetzt. Die Erzählungen werden geprüft, ob sie dem Wunsch nach Veränderungen entgegenstehen. Wenn ja, sollen sie beiseite gelegt werden. Das ist das Ziel des aktuellen Diskurses.

WotC führt jetzt die Änderungen durch, um weiterhin relevant zu bleiben, weiterhin Marktführer zu bleiben. So einfach ist das. Natürlich wird das nicht jedem gefallen. Aber es ist auch nicht zu ändern.

Was man heimischen Spieltisch mit Einverständnis seiner Gruppe draus macht, bleibt weiterhin jedem selber überlassen.

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