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Combat as Sport vs Combat as War, Ausgabe Juni 2020
YY:
--- Zitat von: nobody@home am 27.06.2020 | 19:35 ---dann bräuchte ich eigentlich neben der SL auch noch einen oder mehrere ausdrückliche Gegenspieler am Tisch, die die Gegner führen, sich um Taktik, Strategie, und Logistik für ihre jeweilige(n) Fraktion(en) Gedanken machen, und die "regulären" Spieler tatsächlich ernsthaft besiegen wollen.
--- Ende Zitat ---
Das kann der SL auch leisten - er muss nur seine SL-Rolle von der des Gegenspielers trennen können (daher: zwei Hüte).
Auch wenn das nicht immer perfekt funktioniert, funktioniert es doch allemal so gut, dass CaW sinnvoll bespielbar ist.
Koruun:
CaS: SL wirft Spielern ein Spektrum an angepassten Encountern entgegen. Dadurch müssen sich die Spieler nicht großartig über die Verhältnisse in der Welt informieren, wodurch der SL weniger Arbeit hat den Spielern genügend Gelegenheiten und Informationen zu bieten, um sich in der teilweise unfairen Welt zu manövrieren.
CaW: Es wird eine Spielwelt entworfen mit Orten/Fraktionen unterschiedlichster Machtgrade/Ressourcen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Spieler durch ingame-Bemühungen kluge Entscheidungen treffen können um die teilweise unfairen Verhältnisse zu umschiffen.
My take. Heruntergebrochen auf zwei Sätze.
Die Definition, dass CaW gleichzusetzen ist mit "SL spielt gegen die Spieler", halte ich für unzutreffend.
YYs Beschreibung der zwei Hüte trifft es auch. Du kreierst die Welt nicht, um die SC darin zu quälen, aber wenn sie sich durch unkluges Vorgehen in die SChussbahn eines mächtigen Feindes gezogen haben, setzt du dir den Hut dieses Feindes aus und agierst aus seiner Sicht.
Beispiel.
Die Spieler befinden sich innerhalb der Stadt einer autoritären, militarisierten Fraktion und legen sich dort mit der Kings Guard an. Es kommt zum Kampf.
Der CaS Ansatz wäre: Ohje, der Encounter ist viel zu schwer, wie deichsle ich das jetzt damit die Spieler das überleben?
Der CaW wäre: Ohje, das wird weh tun. <setzt den Kings Guard Hut auf und setzt nüchtern deren Spielwerte um>
Letztere Spielweise bedarf (vermutlich seit der 3E) im Vorgang einer Kampagne immer Hinweise darauf, dass eine solche Spielweise betrieben wird und keine immer und überall angepassten Feinde auf die Spieler warten. Erfahrungsgemäß tut so ein Disclaimer vor einer Kampagne ganz gut, da wohl die default Annahme ist, dass CaS betrieben wird.
Marduk:
--- Zitat von: Koruun am 27.06.2020 | 20:08 ---CaS: SL wirft Spielern ein Spektrum an angepassten Encountern entgegen. Dadurch müssen sich die Spieler nicht großartig über die Verhältnisse in der Welt informieren, wodurch der SL weniger Arbeit hat den Spielern genügend Gelegenheiten und Informationen zu bieten, um sich in der teilweise unfairen Welt zu manövrieren.
CaW: Es wird eine Spielwelt entworfen mit Orten/Fraktionen unterschiedlichster Machtgrade/Ressourcen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Spieler durch ingame-Bemühungen kluge Entscheidungen treffen können um die teilweise unfairen Verhältnisse zu umschiffen.
My take. Heruntergebrochen auf zwei Sätze.
Die Definition, dass CaW gleichzusetzen ist mit "SL spielt gegen die Spieler", halte ich für unzutreffend.
YYs Beschreibung der zwei Hüte trifft es auch. Du kreierst die Welt nicht, um die SC darin zu quälen, aber wenn sie sich durch unkluges Vorgehen in die SChussbahn eines mächtigen Feindes gezogen haben, setzt du dir den Hut dieses Feindes aus und agierst aus seiner Sicht.
Beispiel.
Die Spieler befinden sich innerhalb der Stadt einer autoritären, militarisierten Fraktion und legen sich dort mit der Kings Guard an. Es kommt zum Kampf.
Der CaS Ansatz wäre: Ohje, der Encounter ist viel zu schwer, wie deichsle ich das jetzt damit die Spieler das überleben?
Der CaW wäre: Ohje, das wird weh tun. <setzt den Kings Guard Hut auf und setzt nüchtern deren Spielwerte um>
Letztere Spielweise bedarf (vermutlich seit der 3E) im Vorgang einer Kampagne immer Hinweise darauf, dass eine solche Spielweise betrieben wird und keine immer und überall angepassten Feinde auf die Spieler warten. Erfahrungsgemäß tut so ein Disclaimer vor einer Kampagne ganz gut, da wohl die default Annahme ist, dass CaS betrieben wird.
--- Ende Zitat ---
Gut beschrieben, das trifft es ganz gut. Wobei man den Hinweis auch bei CaS geben sollte, zumindest in Deutschland. Ich geriet zu meinen CaS - Zeiten mal an eine Runde, die mit einem Geschichtenerzähler gespielt hatten (inklusive Würfeldrehen etc.). Die waren mit CaS heillos überfordert. In der Runde hatte ich dann auch zwei von drei TPK in (damals noch) Rund 20 Jahren SL Dasein erleben dürfen.
nobody@home:
--- Zitat von: Koruun am 27.06.2020 | 20:08 ---CaS: SL wirft Spielern ein Spektrum an angepassten Encountern entgegen. Dadurch müssen sich die Spieler nicht großartig über die Verhältnisse in der Welt informieren, wodurch der SL weniger Arbeit hat den Spielern genügend Gelegenheiten und Informationen zu bieten, um sich in der teilweise unfairen Welt zu manövrieren.
CaW: Es wird eine Spielwelt entworfen mit Orten/Fraktionen unterschiedlichster Machtgrade/Ressourcen. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Spieler durch ingame-Bemühungen kluge Entscheidungen treffen können um die teilweise unfairen Verhältnisse zu umschiffen.
My take. Heruntergebrochen auf zwei Sätze.
Die Definition, dass CaW gleichzusetzen ist mit "SL spielt gegen die Spieler", halte ich für unzutreffend.
YYs Beschreibung der zwei Hüte trifft es auch. Du kreierst die Welt nicht, um die SC darin zu quälen, aber wenn sie sich durch unkluges Vorgehen in die SChussbahn eines mächtigen Feindes gezogen haben, setzt du dir den Hut dieses Feindes aus und agierst aus seiner Sicht.
--- Ende Zitat ---
Mit anderen Worten: egal, ob ich's CaS oder CaW nenne, es bleibt grundsätzlich doch dasselbe. Die SL soll bitteschön "fair" sein und bleiben (und nicht z.B. die Erststufler-Gruppe von einem Drachen, in dessen Gebiet sie sich ohne eigenes Verschulden verirrt und dessen Anwesenheit sie bisher noch nicht mal bemerkt hat, einfach mal eben hinterrücks überfallen und fertigmachen lassen, egal, wie plausibel ein solches Vorgehen aus der Sicht des Drachen selbst nun wäre), nur das, was genau man dabei unter "Fairneß" versteht, dreht sich halt wahlweise um "angepaßte" Begegnungen (für mehr oder weniger willkürlich definierte Werte von "angepaßt")...oder eben nicht.
Ausgerechnet aus diesem kleinen Unterschied nun zwei mit großem Brimborium verkündete angeblich ach so grundverschiedene Spielstile herausdefinieren zu wollen, scheint mir, mit Verlaub, schon etwas dünn. ::)
Marduk:
--- Zitat von: nobody@home am 27.06.2020 | 20:39 ---Mit anderen Worten: egal, ob ich's CaS oder CaW nenne, es bleibt grundsätzlich doch dasselbe. Die SL soll bitteschön "fair" sein und bleiben (und nicht z.B. die Erststufler-Gruppe von einem Drachen, in dessen Gebiet sie sich ohne eigenes Verschulden verirrt und dessen Anwesenheit sie bisher noch nicht mal bemerkt hat, einfach mal eben hinterrücks überfallen und fertigmachen lassen, egal, wie plausibel ein solches Vorgehen aus der Sicht des Drachen selbst nun wäre), nur das, was genau man dabei unter "Fairneß" versteht, dreht sich halt wahlweise um "angepaßte" Begegnungen (für mehr oder weniger willkürlich definierte Werte von "angepaßt")...oder eben nicht.
Ausgerechnet aus diesem kleinen Unterschied nun zwei mit großem Brimborium verkündete angeblich ach so grundverschiedene Spielstile herausdefinieren zu wollen, scheint mir, mit Verlaub, schon etwas dünn. ::)
--- Ende Zitat ---
Ich habe hier ehrlich gesagt das Gefühl, du WILLST uns nicht verstehen. Ich habe nie von Fairness gesprochen...
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