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Combat as Sport vs Combat as War, Ausgabe Juni 2020
Alexandro:
--- Zitat von: ErikErikson am 3.07.2020 | 14:25 ---Ich frage mich da immer: Warum wird das in der Realität nicht getan? Da hört man immer nur vom Einsatz konventioneller Waffen.
--- Ende Zitat ---
Naja, sobald die Gegner halbwegs intelligent sind (und nicht rein instinktiv reagieren) kann man auch nicht mehr damit rechnen, dass solche Sachen immer erfolgreich sind, sondern muss Alternativen haben.
Dann treffen Gegner Gegenmaßnahmen, aber das steht ihnen auch zu - schließlich dürfen die SC das auch (ebenso wie sie auf höheren Stufen effektiv verhindern können ge-oneshotted zu werden, nur weil sie sich nicht auf eine obskure Fähigkeit vorbereitet haben - gleiches Recht für alle).
In meiner Kampagne hatten die SC z.B. einen Ort im Dungeon gefunden, wo es sich komfortabel rasten lässt (weil da fast nie Monster hinkamen). Bei einem Rückzugsgefecht gegen ein paar Gegner waren sie nicht vorsichtig und haben zugelassen, dass diese erkennen, wo sie schlafen. Da die Gegner selbst einige Verluste erlitten hatten, wollten sie erstmal die SC (selbst mit weniger Ressourcen) nicht angehen, aber sie wollten auch nicht, dass sie sich erholen und ihnen dann auf die Pelle rücken - also haben sie rohes Fleisch in der Nähe des Lagerplatzes der Gruppe platziert, um die unintelligenten Dungeonbewohner dorthin zu locken, damit diese die Gruppe etwas beschäftigen, mehr Ressourcen ziehen und (vor allem) sie vom Rasten abhalten. Die Gruppe hat dann gekontert, indem der Barde großzügigerweise auf seine umfangreichen Pflegeprodukte (Seife, Parfüm, etc.) verzichtet hat, um den Duft des Fleisches damit zu kaschieren.
nobody@home:
Letztendlich gilt außerdem: egal, ob die Waffen nun konventionell oder unkonventionell sind, erst mal muß man sie haben. Will ich einen Feind ausräuchern, brauche ich Brennmaterial und muß es in Position bringen können; will ich zwei oder mehr Fraktionen gegeneinander ausspielen, die ihrerseits noch gar keinen Grund haben, mir mehr zu trauen als sich gegenseitig, dann muß ich sie entweder erst mal dazu bringen, daß sie mir angemessen zuhören, oder aber erst mal ein paar "richtige" Angriffe inszenieren und auch dafür sorgen, daß sie sich die tatsächlich wie geplant gegenseitig zuschreiben statt einer dritten Partei wie beispielsweise mir...
Im D&D-Land kommt natürlich Magie als hilfreiches Werkzeug für diverse Tricks dazu. Andererseits kann die Gegenseite dann wiederum ihre Magie haben und wird in vielen Fällen selbst da, wo das nicht konkret der Fall ist, zumindest mit der einen oder anderen bekannten magischen Fiesheit (unsichtbare Eindringlinge, magische Gedankenkontrolle, Angriffe mit Feuer, Blitz, und Gas...) bereits rechnen.
Tegres:
--- Zitat von: ErikErikson am 3.07.2020 | 14:25 ---Meine Erklärung dafür: Das ist schlicht Unsinn, der in der Realität niemals funktionieren würde. Reine Pulp-Movie Fantasien, die nur deshalb klappen, weil der SL sie toll findet, und die beim geringsten Realitätscheck in sich zusammenfallen.
--- Ende Zitat ---
Bestimmte Dinge sind auch schlichtweg völkerrechtswidrig (was natürlich kein richtiger Hinderungsgrund ist). Verminen von Gelände, Anzünden von Ölfeldern, Beschuss ziviler Schiffe; leider alles vorgekommen.
Außerdem suchen reale Armeen selten aktiv den Kampf gegen übermächtige Gegner, Spielercharaktere hingegen schon.
Trollkongen:
--- Zitat von: ErikErikson am 3.07.2020 | 14:25 ---Meine Erklärung dafür: Das ist schlicht Unsinn, der in der Realität niemals funktionieren würde. Reine Pulp-Movie Fantasien, die nur deshalb klappen, weil der SL sie toll findet, und die beim geringsten Realitätscheck in sich zusammenfallen.
--- Ende Zitat ---
Es gab sicherlich alle möglichen Listen und Tricks, im 2. WK hat man ja mit auf dem Wasser titschenden Bomben Staudämme zerstört. Aber das Ganze ist einfach auch ein Topos, der gern in Geschichten verwendet, ob nun Illias oder Mission Impossible. Wie gesagt, das Beispiel mit den Riesenbienen und dem Eulenbär ... Nunja, für besonders plausibel halte ich das Szenario nicht. Man kann natürlich so Pulp spielen und das kann sehr spaßig sein, aber "Combat as War" hat irgendwie eine andere Konnotation.
Andererseits hat man mit speziell D&D-Zaubern echt ordentliches Handwerkszeug für fiese Tricks, die die Kräfteverhältnisse schnell auf dem Kopf stellen. Am letzten Spielabend hat unser Warlock zwei Oger bezaubert und sie in einen Hinterhalt gelockt - wiewohl an sich gefährliche Gegner für die Gruppe, hatten sie nicht den Hauch einer Chance. Aber ist das schon "CaW"? (War doch bloß nur einmal "Charm", vergeigte Intelligenz-Proben der Oger sowie eine Überraschungs-Runde.)
Ein Dämon auf Abwegen:
--- Zitat von: Alexandro am 3.07.2020 | 12:33 ---...in gestautes Flussbett locken und Damm sprengen, Wald anzünden, Feuer vor der Höhle mit nur einem Ausgang legen (zieht zumindest die LRs weg und Blindsight hat auch nicht jeder Gegner), oder, oder, oder... es gibt immer noch reichlich Möglichkeiten, wenn man etwas out-of-the-box denkt. Erstaunlich, dass von denjenigen die am lautesten nach CaW rufen (weil es angeblich die "kreativen Lösungen" belohnt) das große "Mimimi" kommt, wenn die 08/15-Standardlösung plötzlich nicht mehr klappt. ;D
--- Ende Zitat ---
Die Frage ist ob das Nach regelwerk ausreichen würde.
Mal ein Anderes Beispiel neben den Giften, im DMG findet man auch regeln für Belagerungs Waffen die Dicksten von denen mach gerade mal 8W10 Schaden also im mittel etwa 44 Punkte, selbst viele CR3 Kreaturen könnten so einen Treffer überleben.
Ich will jetzt auch nicht sagen das man sich sklavisch an die Encounter Design Regeln halten muss, aber selbst bei CaW muss der DM mit etwas Augenmaß an die Gegnerauswahl dran gehen bzw. irgendwelche Möglichkeiten einbauen wie die SCs das mit den ihnen zur Verfügung stehenden mitteln schaffen können oder halt Handwedeln.
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