Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Tasha's Cauldron of Everything
Dante14:
--- Zitat von: Dark Stone Cowboy am 26.08.2020 | 12:24 ---Bin nicht sicher, ob mir die neue Charaktergenerierung gefallen wird ... das liest sich etwas wie: "Eigentlich gibts gar keine Rassen und Klassen mehr. Jeder kann einfach alles (oder nichts) und die Rasse die du wählst hat nur noch optische Auswirkungen" ... während ich das in der echten Welt begrüßen würde (weil wir ja nun einmal alle Menschen sind und da defacto die Herkunft einen Scheiß darüber aussagt, was ich besonders gut kann), so sieht das imho in einer Fantasy-Welt anders aus. Zwerge sind halt tendentiell stärkere Charaktere als Gnome, die wiederum vermutlich geschickter sind als Zwerge. Das jetzt alles komplett über den Haufen zu werfen und zu sagen: Wer will spielt einfach einen elfischen Waldläufer ... der genauso ist wie ein elfischer Waldläufer ... mit allen Boni und Mali ... nur ist er halt ein Zwerg. Puh ... keine Ahnung ... würde ich vermutlich nicht einbauen in meine Runden. Andererseits böte das natürlich ordentlich Freiheiten ... weiß nicht ... ich muss das fertige Buch lesen, ehe ich was dazu sagen kann. Bin aber skeptisch, ob das was für mich ist.
--- Ende Zitat ---
Ich persönlich als "roleplay-heavy" DM begrüße die neue Charaktergenerierung. Endlich können meine Spieler einen effektiven Gnom-Barbaren spielen ohne sich dabei vom Spiel bestraft fühlen zu müssen eine interessante, aber "unoptimierte" Volk/Klassenkombination zu wählen.
Außerdem verschwinden die archetypischen Kombinationen und Charaktere ja nicht einfach, es nimmt dem ganzen nur den Entscheidungszwang weg. Zwergenkämpfer, Gnomschurken usw. können ja immer noch gespielt werden.
Abenteurer sollten sich wie einzigartige Helden fühlen dürfen und die offene Charaktergenerierung ist ein guter Schritt in diese Richtung.
Rowlf:
Bin unschlüssig. Muss ich mir mal genau anschauen, wie das geregelt ist. Ich befürchte halt, dass man damit in einer völligen Beleibigkeit landet und die Powergamer meiner Runde sich einfach noch optimalere Bundles zusammensuchen, sodass dann diese Figuren alle identisch werden. Wie halt bei klassenlosen Systemen auch.
Noir:
Ich befürchte das, was Rowlf sagt ebenfalls ... aber: Abwarten. Erst einmal lesen. Ich muss es am Ende ja nicht nutzen.
ChaosZ:
Ein bißchen Variabilität schadet nicht, mMn., allerdings wird diese Variabilität häufig ausgenutzt, um Sachen loszuwerden, die man nicht benötigt und sich dafür irgendetwas lohnendes zu holen.
Wenn man einen Gnomen Barbaren spielt, aber die Vorteile eines Halbork haben möchte, dann sollte man einen Halbork Barbaren spielen.
Tintenteufel:
D&D 5E ist aber nicht so crunchy und bisher haben nur wenige - eigentlich nach 6 Jahren, 5 Tischkampagnen und X virtuellen Kampagnen noch gar keine - Dinge (Items, Hausregeln, Attributsermittlungsverfahren etc.) die Spielbalance gefährdend ins Wanken gebracht. Am nächsten kamen sowas die super spezialisierten Items in Curse of Strahd!
Ich sehe einer Gefährdung der Spielbalance durch TCoE daher gelassen entgegen.
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