Das Tanelorn spielt > Capital Files
Shadowrun: Capital Files "Volume/02 - Drugstore Blues"
Ludovico:
Herr Kaiser versuchte sich zu fassen. Er war ausgebildet worden, Befehle entgegenzunehmen und Marovs Frage war genau das, was er brauchte, damit er sich wieder sicher fühlte.
Ein Schlucken konnte er trotzdem nicht unterdrücken:
"Verstanden, Marov!"
Im Beisein der Waffe fühlte er sich zunehmend unwohler, dennoch mußte er es loswerden:
"Ich kann leider erst am Sonntag fliegen. Da ist noch eine Sache, die ich vorher zu Ende bringen muß."
Doc Letterwood:
"Gut."
Fischauge steckte die Makarov ein, als sich Marov zu entspannen schien. Die Mädchen setzten sich, blickten verstört einander an und zogen es vor, jetzt Fischauge im Schweigen Konkurrenz zu machen.
"Von mir aus bring es zu Ende. Ich will ja deiner Karriere nicht im Wege stehen." Marov zwinkerte Kaiser zu und stand auf. Lenka fiel leblos zu Boden.
Fischauge bückte sich, hob sie auf und schleifte sie zur Tür. Unterdessen trat Marov neben Kaiser und legte ihm die Hand auf die Schulter.
"Vak arbeitete für die AGC als Datenschmuggler - bis du ihn einkassiert hast. Jetzt ist er gezwungenermaßen mit Capital Empire in einem Boot - und ein Teil der Organisation natürlich mit ihm. Ich glaube, du könntest ihm während deiner Reisen begegnen. Im Augenblick sieht er in Budapest nach dem Rechten. Falls ihr aufeinandertrefft, entschuldige dich. Nicht all zu unterwürfig, aber entschuldige dich. Guter Rat von mir an dich, hm."
Er klopfte Kaiser nochmal auf die Schulter.
"Ruf mich an, wenn du soweit bist. Sonntag ist okay für mich. Und grüß Otto, wenn du ihn siehst..."
Ludovico:
"Okay!"
Die Unterredung schien beendet zu sein und Herr Kaiser stand auf. Seine Beine fühlten sich an, als wären sie aus Wackelpudding gemacht worden. Aber er würde den Teufel tun und sich auch nur eine Schwäche anmerken lassen.
All seine Kraft zusammennehmend, ging der Söldner aus dem Gebäude, wobei er sich vorher noch Marov verabschiedete.
Draußen ging er in eine kleine Seitengasse und brach fast zusammen dort.
Kaiser lehnte sich gegen eine Wand und nahm ein paar tiefe Atemzüge.
Gott sei dank! Ich lebe!
Mit leicht wackligem Schritt ging er zur Straße und rief ein Taxi, daß ihn zum Bahnhof brachte, wo die Betäubungsmunition auf ihn wartete.
Eigentlich wollte er sich darüber ärgern, daß das Zeug nun vollkommen nutzlos für ihn sei und er deswegen Geld ausgegeben hatte, aber der Job wollte ihm nicht aus dem Kopf.
Am Liebsten würde er sofort losfliegen.
Stattdessen mußte er aber noch ein paar Tage für einen Troll Babysitter spielen.
Das Taxi hielt schließlich in der Gegend von Messiahs Stamm und Herr Kaiser stieg aus und ging zu den anderen, in der Erwartung, daß sie mittlerweile wach waren.
Doc Letterwood:
>>21-07-2059-10:17:52<<
Messiah erwachte, weil irgend etwas gegen seinen Kopf kullerte. Das erste, was er sah, als er die Augen aufschlug, war Artemis. Der Nachtelf saß neben ihm auf der Couch, aß Popcorn und einige weiße Flocken fielen auf Messiahs Gesicht.
"Morgen.", sagte Artemis mampfend und schob sich noch eine Handvoll in den Mund. Big Eye atmete flach und gleichmäßig auf der Couch nebenan. Von Kaiser war nichts zu sehen. Die Küche roch wie ein Rummelplatz.
Joerg.D:
Big Eye schlug die Augen auf.
"Irgendwie habe ich Hunger auf Popcorn."
Dan blickte Er sich um und sah Atremis
"Ey, gib mit bitte etwas ab."
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