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Shadowrun: Capital Files "Volume/02 - Drugstore Blues"

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Ludovico:
So schnell er konnte, eilte Herr Kaiser dem Nachtelf hinterher. Mittlerweile konnte er seine Kleidung auch auswringen, was ihn aber nicht sonderlich störte. Es war nicht das erste Mal, daß er nass war und zudem machte er sich Gedanken darüber, wie man dieses Monstrum von Troll ruhigstellen konnte, wenn er erstmal losgelegt hatte.

Preacher:
"Die Vercyberung könnte auch auf der Simsinn-Verbindung und ähnlichem Showbiz-Schnickschnack beruhen. Trotzdem sollten wir den Star mit Vorsicht genießen. Und auch seine Managerin, wenn die tatsächlich eine Magierin ist. Übrigens: Wir sollten darüber nachdenken, ob wir uns Knopfkameras mit Funkverbindung zulegen; wäre besser für die Übersicht und die Koordination."

Dann konzentrierte Messiah sich wieder darauf, die Gespräche abzuhören.

Doc Letterwood:
Die Fahrt verlief ruhig, abgesehen von gelegentlichem Handyläuten, daraufhin folgendem Maschinengewehr-Englisch von Miss Weizmann und einem zufrieden schnarchenden Weechuck.

Zwanzig Minuten später erreichte Taxi das "Le Méridien" in der Düsseldorfer Innenstadt, einen protzigen Bau aus Glas und kolossalen Plastbeton-Figuren an der Fassade, die gleichzeitig als Stütze des Gebäude-Außenskeletts fungierten.

Taxi hatte Anweisung von Bellmarck erhalten, Weechuck durch die Tiefgarage in das Gebäude zu bringen - angesichts des Häuflein von schreienden Fans, das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite zwischen Hausfassade und Polizeikordon drängte, war das auch anzuraten.

Sir Mythos:
In der Tiefgarage angekommen öffnete Taxi als erstes dem Star die Wagentür.

"Bitte schön. Das Le Méridien in Düsseldorf. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Abend."

Anschließend hielt er auch der Managerin die Tür auf.

"Bitte sehr wehrte Dame. Dem Terminplan den man mir zukommen lassen hat stehen heute keine weiteren Fahrten auf dem Programm.
Falls doch, wissen die an der Rezeption wo ich zu finden bin. Meine Zimmerdurchwahl ist die 406. Lassen Sie mir einen Terminplan für morgen
zukommen, damit ich die Fahrtrouten vorrausplanen kann?"

Hmm, das Sicherheitsaufgebot auf dem Weg hier hin war ja enorm. Unauffällig lässt sich der Typ also nicht durch die Gegend befördern.

Doc Letterwood:
Als die Limousine die Tiefgarage durchfuhr und an den breiten, in Stahl gehämmerten und ornamentierten Aufzugtüren hielt, traten dort bereits vier weitere Sicherheitsleute heraus. Breit, dunkler Anzug, graue Kevlarweste. United Interceptor.

"Danke.", antwortete Mila Weizmann und sah ihn seltsam eindringlich an. Taxi konnte förmlich erkennen, wie es in ihrem Kopf arbeitete, doch was sie dachte, blieb ihm verborgen. "Ich denke, wir brauchen Sie heute nicht mehr. Den Plan erhalten Sie heute im Laufe der Nacht. Halten Sie sich zur Verfügung."

Weechuck schälte sich aus dem Fond und wurde von den Sicherheitsleuten in die Mitte genommen. Er zwinkerte Taxi lässig zu und bewegte sich schwerfällig auf den Aufzug zu.
Seine Agentin folgte ihm und verschwand mit dem Sicherheitsaufgebot im Fahrstuhl.

Der Van von United Interceptor parkte direkt neben einer reservierten Haltebucht am Aufzug und seine Insassen nahmen den zweiten Fahrstuhl. Einer von ihnen nickte Taxi stumm zu, bevor sich die schweren Türen vor seinem Gesicht schlossen.


Artemis, Herr Kaiser

Der dunkelblaue BMW des Nachtelfen hielt jenseits des Le Méridien in einer ausgewiesenen Parkbucht. Vier Sicherheitsbeamte von Renraku Computer Systems, erkennbar an ihren charakteristischen dunkelroten Uniformen, beäugten den BMW kurz und unterhielten sich dann wieder, umschwirrt von einer kopfgroßen Überwachungsdrohne. Passanten hasteten an ihnen vorbei, kleine Elektrowagen schossen blinkende Sicherheitsstreifen entlang auf ihrer einprogrammierten Route.

"Fünf hier.", murmelte Artemis. "Ist er drin? Wir sind quasi gegenüber, können hier aber nicht lange parken."

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