Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Sind Helden überflüssig ?
Ainor:
Ja das ist ja selbstverständlich :)
Aber nennen wir es den Erwartungswert, den Durchschnitt brauchen wir gleich noch.
Zuerst nehmen wir an es gibt nur ein Attribut, und Helden haben durch point buy/array eine 12. Normalos würfeln 3w6. Der Erwartungswert ist 10.5, also haben 50% der Normalos eine 11. Hier ist es klar was "genauso gute Attribute wie point buy" bedeutet: eine 12. Laut anyDice haben das 37.5% der Normalos.
Jetzt haben wir aber 6 Attribute. Was heisst jetzt: "genauso gute Attribute wie point buy" ?
Ich glaube dass die Summe der Attributpunkte (und damit der Durchschnittswert über 6 Attribute) aussagekräftig ist. PB gibt 69 - 75 Attributpunkte (11.5 - 12.5 Durchschnittswert). Normalos haben das mit einer Wahrscheinlichkeit von 22% (69) bis 5%(75). Also grob 10%.
Natürlich wird es einige Normalos geben die trotz hoher Durchschnittswerte nicht als Abenteurer geeignet sind.
Aber das wären vor allem Leute mit sehr wenig Con. Auf der anderen Seite liefert eine Bedingung wie
"kein Attribut unter 12" viel zu geringe Zahlen, denn es gibt viele Abenteurer mit Attributen unter 12.
Tudor the Traveller:
In meinen Augen sind Attribute und Level nur eine Hälfte der Gleichung. Ein Held zeichnet sich imo vor allem durch die entsprechende Persönlichkeit aus. Helden gehen dahin, wo es brennt. Das ist der Ort, von dem sich die Normalos aber tendenziell lieber entfernen. Und SC Helden gehen dahin, weil sie es wollen. Vielleicht gegen Geld, aber die meisten SC, denen ich bislang begegnet bin, machen das aus Prinzip. Insofern ist das passende Mindset imo die entscheidende Eigenschaft eines Helden.
PS: die NPC Classes der 3.x sind totaler Müll. Da würde ich nichts dran fest machen.
nobody@home:
Na ja, einmal im Leben "Held" zu sein, schaffen auch viele "Normalos". (Dabei kann's ihnen natürlich passieren, daß der Titel posthum verliehen wird, aber dagegen sind auch die "Berufshelden" nicht per se gefeit.) Das ist einfach nur eine Frage der Motivation genau im konkreten Krisenmoment.
Tatsächlich bewußt so etwas wie eine Karriere daraus zu machen...okay, an dem Punkt sind wir dann tatsächlich bei der Persönlichkeit. Es wird ja auch im richtigen Leben nicht jeder ganz selbstverständlich beispielsweise Polizist oder Feuerwehrmann.
Feuersänger:
@Ainor:
Hm, ich bin mir immer noch nicht sicher ob ich da so ganz mitkomme. Punktsummen sind ja nur in sehr sehr grober Näherung aussagekräftig, da naturgemäß (Normalverteilung) extreme Werte seltener sind als mittlere. Das ist ja der Witz:
15 15 14 8 8 8 - geminmaxter PB (vor Rassenmods) -> Punktsumme 68
13 13 13 12 12 12 - maximale Punktsumme, aber völlig ungeeignet für Abenteurer.
Und die Wahrscheinlichkeiten sind auch andersrum.
Wie gesagt, es ist von Hand nicht möglich auszurechnen, mit welcher Wahrscheinlichkeit 6x3d6 mindestens dies und jenes Array ausspuckt. Siehe dazu hier im Forum den Thread "Sammelthema Wahrscheinlichkeitsrechnung".
Harlekin78:
Ich denke D&D, zumindest 5e, hat nicht das Designziel der Weltensimulation. Für meinen Geschmack bilden die Regeln "nur" die Spiel-Figuren ab. Interaktionen zwischen NSC, Kriege in Regionen werden erzählt und nur die Handlung der Figuren gespielt. Eher gamistisch.
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