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Sind Helden überflüssig ?
Maarzan:
--- Zitat von: nobody@home am 18.09.2020 | 00:09 ---Aus meiner Sicht ergibt die typische D&D-Welt gar keinen Sinn, wenn sich nicht auch andere Leute als designierte "Helden" gegen Monster aller Art zumindest brauchbar (also schlimmstenfalls mit im Lauf der Zeit wieder ausgleichbaren Verlusten) verteidigen können. Irgendwo müssen die ganzen mehr oder weniger großen menschlichen (elfischen, zwergischen usw.) Reiche ja überhaupt erst einmal hergekommen sein, und das in einer Welt, die im Gegensatz zur Realität mit reichlich Monstern bestückt ist, die unsereinem auch intellektuell das Wasser reichen und uns also genauso schlau und gerissen bekämpfen können wie umgekehrt -- um auf den Stand der Handlungsgegenwart überhaupt erst einmal zu kommen, muß es also, weil ja die Helden auch nicht alle überall gleichzeitig gewesen sein können, auch reichlich monsterkampftaugliche Armeen und beherzte "bloße" Zivilisten gegeben haben. Und die sind bestimmt auch nicht einfach so plötzlich wieder in der Versenkung verschwunden.
--- Ende Zitat ---
Die großen Gegner sind auch relativ selten und ein guter Teil der immer noch unangenehmen kleineren im Schnitt strategisch unterlegen. (Ok, genauer müsste man diese Entwicklung dann geschichtlich noch einmal nachverfolgen)
Und wer diese Konfrontation überlebt hat levelt halt auch.
Talwyn:
Selbst wenn 100 Bauern statistisch gesehen so ziemlich alles im Monster Manual platt machen könnten - mit Ausnahme der ganz großen Brocken wie Ancient Dragons, die wenn ihrer Intelligenz entsprechend gespielt, mit dem Mob kurzen Prozess machen - für den Einzelnen im Mob besteht jedoch ein enormes Risiko bei einer solchen Konfrontation selbst das Zeitliche zu segnen: So ziemlich alles im Monster Manual, was größer als ein Kobold ist, dürfte einen Bauern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mit einem einzigen Treffer ausschalten. Das wiederum dürfte die Bereitschaft von NSC sich im Kampf gegen gefräßige Monster verheizen zu lassen erheblich schmälern. Man sollte die Bauern nicht als in beliebigen Mengen verfügbare militärische Ressource betrachten, sondern als Menschen, die z.B. eine Familie versorgen müssen. Davon abgesehen ist die Anzahl verfügbarer Bauern in jedem Fall endlich.
Ein tyrannischer Herrscher kann natürlich seine Untertanen dazu zwingen, gegen den Drachen zu kämpfen, nur hat das diverse unerfreulich Konsequenzen: Einerseits geht jedesmal ein Haufen Bauern hops, was dazu führt, dass die Felder brach liegen und die Bevölkerung in den Städten hungert. Davon abgesehen lassen sich die Geknechteten das wahrscheinlich auch nur für begrenzte Zeit gefallen. Wenn ich die Wahl habe, ob ich mich beim Kampf gegen einen Riesen verheizen lasse, oder beim Sturm auf die Festung des alten Despoten draufgehe, dann entscheide ich mich im Zweifelsfall für die zweite Variante. Klar, ein auf Furcht basierendes System kann ziemlich stabil sein und viele Jahre Bestand haben - aber irgendwann ist das Maß voll.
Geht man nun statt von Bauernhaufen mal von gut ausgerüsteten Heeren aus, dann scheint das auf den ersten Blick mehr Sinn zu machen und natürlich ist eine Kompanie von 100 ausgebildeten und ordentlich bewaffneten Soldaten eine Macht, mit der sich wenige Monster anlegen können. Hier wären dann aber die Kosten mit Sicherheit schnell weit jenseits dessen, was eine Gruppe mächtiger Helden kosten würde. Dazu kommt noch, dass es selbst bei vor Gold berstenden Schatzkammern eine Obergrenze dafür gibt, was man als Herrscher sinnvoll an Militär ausheben kann. Ein paar der wehrfähigen Bürgerinnen braucht man ja auch noch für zivile Zwecke wie Landwirtschaft und Handwerk. Diese Limitierung wiederum bedeutet, dass ein Herrscher wahrscheinlich nicht über genügend Truppen verfügt, um sie ständig gegen punktuell Bedrohungen wie einzelne starke Monster (oder kleine Ansammlungen derselben) einzusetzen. Man muss also gut abwägen, wie man eine solche begrenzt verfügbare Ressource strategisch am sinnvollsten einsetzt, und da dürfte in den meisten Fällen die Sicherung und Kontrolle des eigenen Territoriums meist Priorität haben - was ja zudem auch eine Aufgabe ist, die eben nicht effektiv von einer kleinen Gruppe mächtiger Individuen ausgefüllt werden kann.
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Kommt mir bekannt vor.,,,, (Klicke zum Anzeigen/Verstecken) eigentlich ist das Volk ja am Arsch zu finden in Allgemein.
ErikErikson:
Aber vielleicht mal weitergedacht. man könnte einfach eine Armee aus 100 UNTOTEN bauern aufstellen. Die Vorteile liegen auf der hand. Keine Unterhaltskosten, keine Ausbildung nötig, kein Sold, keine Probleme mit der Moral, "getötete" bauern sind leicht ersetztbar bzw. geg. einfach wiederbelebbar.
Alles was man braucht ist, ein fähiger Nekromant, oder ein entsprechendes Artefakt. Sicher teuer, lohnt sich aber auf Dauer.
Koruun:
Stimmt, es ist aus Sicht eines Königs / Fürstenbundes / Stadtrats sicherlich eine gute Idee, das Kommando über eine Truppe untoter Bauern in die Hand eines Nekromanten zu legen, was kann da schon schief gehen. ~;D (abseits der moralischen Fragwürdigkeit, in einer Welt in der kosmisches Gut und Böse als physische Kraft die Ebenen durchdringt)
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