Pen & Paper - Spielsysteme > D&D5E
Problem bei Argumentation Paladin RG
fivebucks:
--- Zitat ---Böse töten gute und böse;
Gute töten nur böse...
--- Ende Zitat ---
fivebucks:
Ist halt die Frage welche Instanz sanktioniert jetzt das angemessene oder nichtangemessene Verhalten des Paladins?
Sein Vorgesetzter
Sein Gott
Er selbst
Seine Gefährten
Seine Gemeinde
Die Leute die er bekämpft und aburteilt
Andere zufällig anwesende
Ein Phylactery of Faithfulness
Karma / das Gute selbst
...
Wenn ich jetzt also ein Rechtschaffen Guter Paladin bin und tue was ich gerade für angemessen halte;
wen interessiert das; was tut er dann?
???
Edited
Maarzan:
Nebenbei haben die "guten" Gruppe wohl merklich mehr Leute hingerichtet als die "dunkelgrauen".
Letztere hatten die Vorteile:
- Wer kontrollierbar/reformierbar schien, konnte auch gut verwendet werden, da fallen "Begnadigungen" entsprechend leichter, gerade wenn man auch selbst den einen oder anderen Dreck am Stecken hat: Team evil is always hiring
- Zum Kontrollieren bzw. die "Gefährderansprache" standen deutlich eindrucksvollere wie auch glaubhaftere Mittel zur Verfügung
- Solange die Nachlässigkeit später Leute traf, für die sie keine Verantwortung hatten/fühlten, haben sie Folgeschäden auch nicht groß interessiert. Umgekehrt hat das den freigelassenen Bösen nicht komplett ihre "Berufsfreiheit" genommen - spielt woanders, aber nicht in unserem Kontraktgebiet!
Die Guten konnten sich da viel weniger Flexibilität leisten, fühlten sie sich doch für die weiteren Taten jedes überwundenen und verschonten Bösewichts letztlich wieder verantwortlich. Da wurde dann auf "saubere direkte Abschüsse" geachtet. Antworten gab es bei Befragungen dann ja auch nicht so einfach.
Lichtschwerttänzer:
--- Zitat von: fivebucks am 24.10.2020 | 19:41 ---Ist halt die Frage welche Instanz sanktioniert jetzt das angemessene oder nichtangemessene Verhalten des Paladins?
Sein Vorgesetzter
Sein Gott
Er selbst
Seine Gefährten
Seine Gemeinde
Die Leute die er bekämpft und aburteilt
Andere zufällig anwesende
...
???
--- Ende Zitat ---
Ja
Feuersänger:
Für Paladinspieler, die mit SLs spielen müssen, die ihren Spielern gerne Stricke drehen, gibt es zB in Pathfinder ein billiges Magic Item, die "Phylactery of Faithfulness": das Teil sagt dir jedesmal - _vorher_ - wenn du Gefahr läufst entgegen deiner Gesinnung oder dem Willen deiner Gottheit zu handeln.
Zitat,
The wearer of a phylactery of faithfulness is aware of any action or item that could adversely affect his alignment and his standing with his deity, including magical effects. He acquires this information prior to performing such an action or becoming associated with such an item if he takes a moment to contemplate the act.
Das wäre das eine Ende des Spektrums; das andere Ende wäre das Player Empowerment: "DU spielst den Paladin, DU entscheidest was Rechtschaffen-Gut ist."
Ein Gefallener Paladin (was in 5E nicht mehr so ohne Weiteres passieren kann) wüsste das sehr schnell, spätestens wenn er versucht zu Smiten oder Hand aufzulegen oder sonst Paladindinge zu tun und sie funzen nicht mehr.
Ansonsten nur Full Ack zu Crimson King,
--- Zitat ---
--- Zitat von: Crimson King am 24.10.2020 | 19:13 ---Ich halte es generell nicht für sinnvoll, unsere Maßstäbe von Recht und Moral auf eine Welt anzuwenden, in der Gut und Böse zweifelsfrei definiert sind und die Rechtsprechung sich dementsprechend nicht aus philosophischen Grundlagen ergibt, sondern aus der Haltung, die Götter, Dämonen etc. dazu haben. Wenn einem das nicht passt, müsste man eher den Gesinnungskram über Bord werden. Dann stößt man natürlich immer noch auf den Umstand, dass unser auf der Aufklärung basierendes Verständnis von Recht und Moral nicht 1:1 in eine voraufklärerische Gesellschaft übertragen werden kann. In einer aufgeklärten Fantasywelt mag das wieder anders aussehen.
Bei nicht-übernatürlichen Personen die Person selbst. Alles andere wäre meines Erachtens panne. Bei übernatürlichen Wesen dürfte die Gesinnung vielfach ein definierter und definierender Wesensaspekt sein.
--- Ende Zitat ---
--- Ende Zitat ---
Und wie gesagt:
Im D&D-Universum sind Gesinnungen keine subjektive Interpretationsfrage, sondern kosmischer Fakt. Objektive Moralität nennt sich das. Der Böse hält sich nicht für Gut, er findet halt einfach dass Böse richtig und Gut falsch ist.
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