Pen & Paper - Spielsysteme > D&D - Dungeons & Dragons

Zauber machen es schwer, konsistente Welten zu bespielen - ein DnD-Problem?

<< < (28/74) > >>

Zed:

--- Zitat von: Arldwulf am 10.12.2020 | 23:44 ---Den bellenden Hund der ihn gewittert hat. Über ihm gehen zwei Klappen auf, Leute kippen einen Eimer Farbe heraus. Was tut Malyk? Wie gesagt, überleg Mal wirklich was deine Spieler in solch einer Situation tun würden, ihnen würde sicher etwas einfallen.

--- Ende Zitat ---
Das ging ein bisschen schnell. Meine Gruppe würde Dir das um die Ohren hauen und Dir unterstellen, dass Du die Welt unfair spielst, nur weil Du die Burgbesatzung zum Erfolg zwingen möchtest. Nicht ganz zu unrecht:

Wo ist der Hund? Wahrscheinlich auf der Etage, in die Malyk reinluschert. Wieso schlägt der Hund erst an, als Malyk direkt am Turm ist? Wie kann die Mannschaft auf der Etage darüber wissen, über welcher Schießscharte sie Farbe ausgießen müssen, wenn der Hund bellt? Wie halten die Mannschaften die gesamte Nacht über Farbe und Fenster bereit, um derart blitzschnell Farbe gießen zu können? Die Trefferchance, von der Farbe erwischt zu werden, dürfte gering sein. Überhaupt ist die Iniative auch ungeklärt. Und warum gehst Du davon aus, dass Malyk nicht zuerst die obersten Fenster checkt?

Stattdessen biete ich Dir an, dass Malyk gar nicht an die Scharte heranfliegt, sondern, sobald er Lebewesen im Raum dahinter mitbekommt, seinen Feuerball in den Raum zaubert, vom Abstand aus, sobald Line of Sight gegeben ist.

(Sorry, keine Zeit fürs Zeltlager.)

Zed:
@Ainor

Ich hatte „nur“ auf den geringen und mit höherem Spruchlevel radikal abnehmende Nutzen von Mauern hinweisen wollen. Andere Klassen können die hit-and-run Taktik dank Reisezauber auch nutzen, die die Mauern entwertet, auch wenn der „hit“-Teil bei Nicht-Magiern weniger effektiv ist.

Du kennst meine Gruppe nicht: Will sie eine Burg zermürben, würde sie mit Divinationen aufklären, wo keine hochstufigen Gegner sind, sich reinteleportieren, Schaden anrichten, sich, falls doch hochstufiger Widerstand eintrifft, sofort wegteleportieren. Und das wiederholen, solange die Zauber reichen, sonst morgen vorbeischauen.

@bobibob

Die Burgleute wissen nicht, wo die Basis von Malyk oder seiner Gruppe ist. Sie wissen ja noch nicht einmal, wie der Attentäter aussieht. Der gegnerische Adelige, der Auftraggeber, ist offiziell noch nicht im Krieg und lässt das Sondereinsatzkommando erstmal machen.

Angenommen, die Burgmannschaft durchsucht tagsüber die Gegend nach dem Attentäter. Ich würde abhängig von den Versteckmöglichkeiten und der Beschreibung, wonach sie suchen, festlegen, wieviel qm sie pro Tag schaffen (in Wald, Ruinen, Gebirge wenig) und dann nach dem Schiffe versenken Prinzip sehen, ob sie Malyks Versteckquadranten überhaupt treffen, denn die Fläche, wo er versteckt sein könnte, wird nicht klein sein. Jetzt habe ich auch Nutzen für die zwei Zauber der II. Stufe: Das wäre 2x Robetrick, in gut versteckter Deckung gesprochen.

Arldwulf:

--- Zitat von: Zed am 11.12.2020 | 08:35 --- Das ging ein bisschen schnell. Meine Gruppe würde Dir das um die Ohren hauen und Dir unterstellen, dass Du die Welt unfair spielst, nur weil Du die Burgbesatzung zum Erfolg zwingen möchtest. Nicht ganz zu unrecht:

Wo ist der Hund? Wahrscheinlich auf der Etage, in die Malyk reinluschert. Wieso schlägt der Hund erst an, als Malyk direkt am Turm ist? Wie kann die Mannschaft auf der Etage darüber wissen, über welcher Schießscharte sie Farbe ausgießen müssen, wenn der Hund bellt? Wie halten die Mannschaften die gesamte Nacht über Farbe und Fenster bereit, um derart blitzschnell Farbe gießen zu können? Die Trefferchance, von der Farbe erwischt zu werden, dürfte gering sein. Überhaupt ist die Iniative auch ungeklärt. Und warum gehst Du davon aus, dass Malyk nicht zuerst die obersten Fenster checkt?

--- Ende Zitat ---

Hey, du hast doch gesagt du würdest an mehreren Schießscharten vorbeifliegen. Ist simple Stochastik - je häufiger du dies machst umso größer ist die Chance bei wenigstens einer davon erwischt zu werden. Und was das "bereit halten" angeht: Das ist es nun einmal worum es beim Wache stehen geht. Du kannst dort schlecht davon ausgehen die Wachmannschaften würden alle schlafen.


--- Zitat von: Zed am 11.12.2020 | 08:35 ---Stattdessen biete ich Dir an, dass Malyk gar nicht an die Scharte heranfliegt, sondern, sobald er Lebewesen im Raum dahinter mitbekommt, seinen Feuerball in den Raum zaubert, vom Abstand aus, sobald Line of Sight gegeben ist.

--- Ende Zitat ---

Ist das jetzt die "mit dem Savegame und wenn ich es diesmal anders mache gewinn ich" Variante? Feuerball aus der Entfernung heraus zu schießen geht btw. nicht so einfach, weil die Ausbreitungsregeln für Feuerball einen größeren Freiraum benötigen als so eine Schießscharte bietet. Man muss darum einen Angriffswurf machen um durch den Schlitz zu treffen. Im Zweifel passiert dann gar nix. Aber nimm mal an die Schießscharte wäre zufällig groß genug weil die Burgherren halt keine Ahnung haben und er positioniert sich genau so, dass er den Feuerball in die Schießscharte schießt und dieser explodiert im innerem. Die 2 Wachen in diesem Raum sind dann tot. Der Hund ebenso. Und der Magier sichtbar. Was genau hindert die Leute im Raum obendrüber erneut die Klappen aufzumachen und zu schießen? Oder beliebige andere Wachen? Es ist klar das ein Stufe 5 Magier in der Lage ist zwei Stufe 1 Wachen zu töten. Aber das ginge auch einfacher als mit mehreren seiner besten Zauber und sagt eben recht wenig darüber aus ob die Burg nun hilft oder nicht.

Wie oben schon beschrieben: Es geht auch nicht darum zu sagen so müsse es kommen. Im Rollenspiel würde man natürlich würfeln lassen. Natürlich kann das ganze trotzdem gut für den Magier ausgehen. Natürlich können die Wachen schlafen, zu langsam reagieren oder sich nachdem sie ihn entdeckt haben bestechen lassen, bezaubern lassen oder sonstwas. Es geht bei solchen Sachen nicht darum zu sagen das die Aktion nicht klappt.

Nur darum zu sagen: Ohne die Verteidigungsmechanismen welche so eine Burg bietet hätte die gleiche Truppe erst recht keine Chance. Oder kurz gesagt: Eigentlich sind es nicht Burgen die in solch einem Setting unrealistisch sind. Sondern Räuberlager.

bobibob bobsen:

--- Zitat ---Die Burgleute wissen nicht, wo die Basis von Malyk oder seiner Gruppe ist. Sie wissen ja noch nicht einmal, wie der Attentäter aussieht. Der gegnerische Adelige, der Auftraggeber, ist offiziell noch nicht im Krieg und lässt das Sondereinsatzkommando erstmal machen.

--- Ende Zitat ---

Na dann ist es auch keine Belagerung und mann schickt einfach ein paar Leute die für Nachschub und Feuerkraft sorgen. Die erste Bürgerpflicht ist immer Alarm schlagen.

nobody@home:

--- Zitat von: Zed am 11.12.2020 | 08:49 ---Du kennst meine Gruppe nicht: Will sie eine Burg zermürben, würde sie mit Divinationen aufklären, wo keine hochstufigen Gegner sind, sich reinteleportieren, Schaden anrichten, sich, falls doch hochstufiger Widerstand eintrifft, sofort wegteleportieren. Und das wiederholen, solange die Zauber reichen, sonst morgen vorbeischauen.

--- Ende Zitat ---

"Scry, Buff, Teleport" ist allerdings eine nicht ganz unbekannte Standardtaktik für hinreichend hochstufige Gruppen gerade in D&D 3.x. Natürlich muß man dazu erst mal die Aufklärungszauber und den Teleport draufhaben, unterhalb von Stufe 9 (und idealerweise noch etwas höher, damit man nicht schon seine besten Spruchslots allein für den Anlauf komplett verbraten hat) läuft da also vermutlich noch nicht viel.

Was mir dabei nie so ganz klar geworden ist, ist, was Leute, die einmal dafür bekannt geworden sind, solche Taktiken regelmäßig anzuwenden, eigentlich vor gleichartigen Gegenangriffen schützt...die Angst vor Copyright-Klagen kann es ja vermutlich nicht sein. ;)

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln