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Zauber machen es schwer, konsistente Welten zu bespielen - ein DnD-Problem?
Maarzan:
@Zed
Klar, wenn sie (und das in letzter Zeit öfters, so dass sich eine Planung für den Fall lohnt, so ein Erzmagier wartet nicht den lieben langen Tag darauf Feuerwehr zu spielen) eine Niederlassung des Feindes angreifen, dann weiß der natürlich wo die liegt.
Ich hatte eher das Bild gehabt, die Gruppe zieht in anderen Dingen in der Welt herum und trifft dabei eher zufällig manche der Ränke der Dunkelelben.
Wie groß ist diese Insel dann? Denn mehr weiß der Gegner dann trotzdem nicht, wenn sie nicht spezifisch an einem benamten Ort sind.
Die mächtigen Feinde der Dunkelelfen sollen nicht zufällig reinplatzen. Ich würde annehmen, dass wenn die Spieler feststellen in hohe Politik geplatzt zu sein sie sich alle Parteien einmal anschauen und dann den ihnen gelegensten ein Angebot machen als Köder zu fungieren.
Also wenn sie feststellen, dass sie sich mit Iuz angelegt haben die Kirche von St.Cuthbert kontaktieren.
Und je nachdem kann selbst bei einem angelehnten Angebot Iuz ab da nicht wissen, ob die Gegenseite nicht doch genau das gerade plant (falls er das mitbekommen haben sollte).
nobody@home:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 13.12.2020 | 22:25 ---Vielleicht ist es auch eine Genrekonvention, aber in meinen Spielen schmeißt der Endgegner immer erst seine Schergen in den Ring, anstatt sich selbst mit den SC anzulegen.
--- Ende Zitat ---
Das ist in einer "klassischen" D&D-Welt nicht mal nur Genrekonvention. Wenn der Endgegner nämlich eins nicht weiß und auch mit keinem Zauber auf welcher Liste auch immer herausfinden kann, dann, wer in der Welt unter seinen ganzen Erzrivalen, potentiellen Rivalen, herumwuselnden allmählich mehr oder weniger bekannt werdenden Abenteurergruppen usw. nun eigentlich den SC-Heiligenschein hat. Zumindest aus seiner Sicht (und weil er sich ja ebensowenig bewußt ist, daß er seinerseits nur eine Marionette des ALLMÄCHTIGEN DUNGEON MASTERS darstellt) muß er also denen allen, SC wie NSC gleichermaßen, zumindest etwas Aufmerksamkeit schenken bzw. schon diesen Job teilweise an Personal seines Vertrauens (?) delegieren, wenn er ggf. schon das nicht mehr allein und höchstpersönlich jonglieren kann...von aktiven Gegenmaßnahmen, Manipulations- oder gar Rekrutierungsversuchen ganz zu schweigen.
Entsprechend wird es also vermutlich eine Weile dauern, bis der Endgegner herausklamüsert hat, wer eigentlich seine "Endgegner" sind. Wie lange genau, hängt natürlich mit davon ab, was die Spieler mit ihren Charakteren wie, wann, und wo anstellen...aber zumindest vor diesem Punkt muß ich definitiv nicht schon unbedingt die komplette Spielwelt haarklein simulieren, um mir ausrechnen zu können, daß gerade die gaaanz großen und mächtigen NSC in der Regel auch ohne die SC schon genug Ablenkung haben und ihnen also höchstens durch Zufall oder aufgrund einer echten Provokation mehr als nur das "normale Standardprogramm" widmen dürften.
(Natürlich dürfen auch die bloßen Schergen des Obermotzes durchaus schon ihrerseits was drauf haben, und seine handverlesene Schergenelite, die früher oder später gegen die SC zum Einsatz kommen wird, wenn's die normalen Mooks nicht schaffen, sowieso. Das ist schließlich keine rein binäre Angelegenheit, in der man nur zwischen "chancenlos" und "Overkill" wählen könnte.)
Zed:
--- Zitat von: Tudor the Traveller am 13.12.2020 | 22:25 ---Hmm. Ohne dir Zed zu nahe treten zu wollen, glaube ich, dass du in ähnliche "Fehler" hinein läufts, die ständig bei höherstufigem D&D auftreten; zumindest lese ich häufiger davon, wie schlecht diese Level "funktionieren".
--- Ende Zitat ---
In der Realität meiner 3.5-Gruppe sind wir über die von Dir angesprochenen Stufen hinweg. 17. Stufe, das Endgame hat begonnen. Hier wird kaum noch infiltriert. Diplomatie auf höchstem Niveau und Kämpfe mit und gegen Drachen sind die Hauptzutaten unserer aktuellen Abenteuer.
Das, was an diesen Stufen nervt, sind die langen Prägedauern und die langen Kämpfe. Würden wir häufiger als 3x im Jahr spielen, würde ich wohl die Daumenschrauben bei den Entscheidungsdauern anziehen. Aber so haben wir alle gegenseitig Verständnis, dass wir das eine oder andere nachschlagen müssen - alle SCs sind Spellcaster.
Zu meiner Idealvorstellung: Ich würde hoffen, dass auch auf hohen Stufen Hindernisse potentiell noch Hindernisse wären, in einem "DnD in einem Mittelerde". Auch Gandalf muss schnell herbeireiten; auch Aragorn, Gimli und Legolas müssen rennen, um die Hobbits, die von Orks entführt wurden, einzuholen. Natürlich sollte ein Held der 17 Stufe s e h r viel leichter rennen, klettern, schleichen als ein Held der 4. Stufe. Und nein, ich würde nicht jeden Fluss, Berg oder jede Mauer auspielen wollen. :)
Ich wünschte mir auch in hochstufigen Kampagnen taktische Möglichkeiten wie die, die Lindybeige hier zufällig aktuell in den ersten Minuten (Min 2) zusammenfasst.
Zed:
--- Zitat von: nobody@home am 13.12.2020 | 22:59 ---Entsprechend wird es also vermutlich eine Weile dauern, bis der Endgegner herausklamüsert hat, wer eigentlich seine "Endgegner" sind. Wie lange genau, hängt natürlich mit davon ab, was die Spieler mit ihren Charakteren wie, wann, und wo anstellen...aber zumindest vor diesem Punkt muß ich definitiv nicht schon unbedingt die komplette Spielwelt haarklein simulieren, um mir ausrechnen zu können, daß gerade die gaaanz großen und mächtigen NSC in der Regel auch ohne die SC schon genug Ablenkung haben und ihnen also höchstens durch Zufall oder aufgrund einer echten Provokation mehr als nur das "normale Standardprogramm" widmen dürften.
--- Ende Zitat ---
So ist es. Meine Spielgruppe meldete mir mal zurück, dass ihnen an meinen Abenteuern gefällt, dass sie häufig eine (für sie manchmal überraschende) innere Logik haben. Auch bei Charakteren ist mir eine Nachvollziehbarkeit (zuerst für mich) wichtig. Die scheint sich oft genug lebendig auch den Spielern darzustellen.
Andererseits, weil die Spielgruppe von meinem Faible für in sich logische Geschichten weiß, bohren sie auch gerne in Inkonsistenzen* herum. Das ist ihr gutes Recht, das nervt und spornt mich auch an.
(*Nein, Regelinkonsistenzen akzeptieren sie zumeist auch als notwendigen Teil des Spiels)
Arldwulf:
--- Zitat von: Zed am 13.12.2020 | 23:28 ---Zu meiner Idealvorstellung: Ich würde hoffen, dass auch auf hohen Stufen Hindernisse potentiell noch Hindernisse wären, in einem "DnD in einem Mittelerde". Auch Gandalf muss schnell herbeireiten; auch Aragorn, Gimli und Legolas müssen rennen, um die Hobbits, die von Orks entführt wurden, einzuholen. Natürlich sollte ein Held der 17 Stufe s e h r viel leichter rennen, klettern, schleichen als ein Held der 4. Stufe. Und nein, ich würde nicht jeden Fluss, Berg oder jede Mauer auspielen wollen.
--- Ende Zitat ---
Und dafür gibt es ja auch Möglichkeiten. Gerade in z.B. der 4e bleiben diese Dinge auch auf hohen Stufen Herausforderungen. Und auch wenn man diese Edition nicht nutzen will, so ist die Grundherangehensweise sicherlich eine Möglichkeit welche du dir anschauen solltest um darauf aufbauend vielleicht Hausregeln zu schaffen. Dort sind viele klassische "skillersatzende" Zauber zu Ritualen geworden welche Zeit und Materialkosten haben.
Gleichzeitig wurde viel mehr Wert auf die Einbindung der Fertigkeiten gelegt indem man bei Herausforderungen nicht einfach nur sagt "Würfel Mal XYZ" sondern die ganze Gruppe integriert.
Auf Stufe 18 eine Fertigkeitsherausforderung bestehen zu müssen ist dort die Regel und nicht die Ausnahme.
Aber auch für die Konsistenz der Spielwelt haben die Änderungen dort natürlich Auswirkungen. Die Guerillatruppe ohne Stützpunkt hat schlichtweg weniger Ressourcen als eine Truppe mit Königreich in der Hinterhand. Dies ist gewiss etwas was man auch in 3.5 berücksichtigen kann, doch durch die Änderungen bei Zaubern und das allgemein bessere Balancing von magischen und nichtmagischen Lösungen schlägt es gewiss deutlich mehr durch.
Oben hast du ja schon ein paar Nerfs für Zauber vorgeschlagen, doch ich weiß nicht ob diese so sinnvoll sind. Magie sollte schon magisch bleiben, nicht einfach nur Boni auf XYZ geben sondern etwas tun was einzigartig ist.
Es ist schöner Magie weiterhin große Wirkung haben zu lassen, aber dafür die Entscheidung ob man sie nutzt schwieriger zu machen. Und gerade Kosten und Zeitaufwand sind sehr gute Balancingmittel, schau es dir ruhig mal an.
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