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Zauber machen es schwer, konsistente Welten zu bespielen - ein DnD-Problem?

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Zed:

--- Zitat von: Maarzan am 13.12.2020 | 22:41 ---@Zed
Klar, wenn sie (und das in letzter Zeit öfters, so dass sich eine Planung für den Fall lohnt, so ein Erzmagier wartet nicht den lieben langen Tag darauf Feuerwehr zu spielen) eine Niederlassung des Feindes angreifen, dann weiß der natürlich wo die liegt.
Ich hatte eher das Bild gehabt, die Gruppe zieht in anderen Dingen in der Welt herum und trifft dabei eher zufällig manche der Ränke der Dunkelelben.
--- Ende Zitat ---
Tut mir leid, ich wechsele hier ständig zwischen Erzählungen: Wie es früher mit meiner Gruppe war, wie es heute mit meiner Gruppe ist, wie es mit niedrigstufigen Gruppen sein sollte und wie es mit mittel- und hochstufigen Gruppen sein sollte. Ist also keinesfalls Deine Schuld da durcheinander zu kommen.

Hier war das Thema, was wäre, wenn ich in meiner 3.5-Kampagne Ortungszauber nicht gehausregelt hätte bei übermächtigen Gegnern, Dunkelelben, Zardos und anderen. Für diese Hypothese nahm ich ein kürzlich gespieltes Abenteuer (ein Drachenei auf seiner Reise zu beschützen) und tat so, als wären die Dunkelelben hinter der Gruppe her (sind sie aktuell nicht). Weil das hypothetisch ist, hat es keine "gespielte Logik".


--- Zitat ---Wie groß ist diese Insel dann? Denn mehr weiß der Gegner dann trotzdem nicht, wenn sie nicht spezifisch an einem benamten Ort sind.
--- Ende Zitat ---
In etwa wie ein Atoll in einem Mittelmeer. Die Dunkelelben haben sicher einen "ID-Code" für die Insel, vielleicht HA-03 :). Hiltorsee - Atoll - Nr 3.


--- Zitat ---Die mächtigen Feinde der Dunkelelfen sollen nicht zufällig reinplatzen....
--- Ende Zitat ---
Ich finde Dramaturgie gut, dramatische Auftritte auch, aber "deus ex machina" würde ich vermeiden wollen: Einen von der Gruppe unabhängigen Grund zu finden, warum die Gegner der Dunkelelben auftauchen, als die Gruppe in Schwierigkeiten ist, fällt mir deshalb schwer. Dann nehme ich allen lieber die Möglichkeit, dank mächtiger Magie Aufenthaltsorte aufzuspüren.

Zed:

--- Zitat von: Arldwulf am 13.12.2020 | 23:57 ---Und dafür gibt es ja auch Möglichkeiten. Gerade in z.B. der 4e bleiben diese Dinge auch auf hohen Stufen Herausforderungen. Und auch wenn man diese Edition nicht nutzen will, so ist die Grundherangehensweise sicherlich eine Möglichkeit welche du dir anschauen solltest um darauf aufbauend vielleicht Hausregeln zu schaffen. Dort sind viele klassische "skillersatzende" Zauber zu Ritualen geworden welche Zeit Materialkosten haben.

Gleichzeitig wurde viel mehr Wert auf die Einbindung der Fertigkeiten gelegt indem man bei Herausforderungen nicht einfach nur sagt "Würfel Mal XYZ" sondern die ganze Gruppe integriert.

Auf Stufe 18 eine Fertigkeitsherausforderung bestehen zu müssen ist dort die Regel und nicht die Ausnahme.

Aber auch für die Konsistenz der Spielwelt haben die Änderungen dort natürlich Auswirkungen. Die Guerillatruppe ohne Stützpunkt hat schlichtweg weniger Ressourcen als eine Truppe mit Königreich in der Hinterhand. Dies ist gewiss etwas was man auch in 3.5 berücksichtigen kann, doch durch die Änderungen bei Zaubern und das allgemein bessere Balancing von magischen und nichtmagischen Lösungen schlägt es gewiss deutlich mehr durch.

Oben hast du ja schon ein paar Nerfs für Zauber vorgeschlagen, doch ich weiß nicht ob diese so sinnvoll sind. Magie sollte schon magisch bleiben, nicht einfach nur Boni auf XYZ geben sondern etwas tun was einzigartig ist.

Es ist schöner Magie weiterhin große Wirkung haben zu lassen, aber dafür die Entscheidung ob man sie nutzt schwieriger zu machen. Und gerade Kosten und Zeitaufwand sind sehr gute Balancingmittel, schau es dir ruhig mal an.

--- Ende Zitat ---
Danke, Arldwulf, Du hast auf den Kopf getroffen, was mir wichtig ist, und gerne schaue ich mir die 4e doch mal näher an.

Evocation, conjuration, alter/shape change (nur nicht in fliegende Wesen), abjuration, cure, raise könnten eigentlich bleiben. Ich denke, Magie würde sich noch episch anfühlen. Und Epik würde ich ja erhalten wollen.

Maarzan:

--- Zitat von: Zed am 13.12.2020 | 23:59 --- Ich finde Dramaturgie gut, dramatische Auftritte auch, aber "deus ex machina" würde ich vermeiden wollen: Einen von der Gruppe unabhängigen Grund zu finden, warum die Gegner der Dunkelelben auftauchen, als die Gruppe in Schwierigkeiten ist, fällt mir deshalb schwer. Dann nehme ich allen lieber die Möglichkeit, dank mächtiger Magie Aufenthaltsorte aufzuspüren.

--- Ende Zitat ---

Die mächtigen Gegner würden ja nicht reinplatzen, weil ist so, sondern weil die Gruppe sie vorher angesprochen hat: Hört mal, wir haben gerade mit denselben Leuten Probleme, aber wir könnten ihnen gemeinsam eine Falle stellen.
Und da möchte dann auch ein mächtiger Gegner nicht einfach so per Teleportation reinplatzen.

Zed:
Trotzdem: Diese Überlegungen gehen dahin,  wie der Endkampf eingeleitet werden kann, und nicht dahin, mit welchen Mechanismen (bei mir: gehausregelte Ortungszauber) die Gruppe es jahrelang überlebt, ihre Endgegner zu ärgern.

Mein hypothetisches Inselbeispiel sollte illustrieren, wo ohne Hausregeln (also mit Ortung) zuletzt der Angriff der Gegenspieler hätte stattfinden können. Pro Abenteuer hätte es sicher einmal die Gelegenheit gegeben, wo die Gruppe sich nicht bewegt hätte etc.

nobody@home:

--- Zitat von: Zed am 13.12.2020 | 23:28 ---Zu meiner Idealvorstellung: Ich würde hoffen, dass auch auf hohen Stufen Hindernisse potentiell noch Hindernisse wären, in einem "DnD in einem Mittelerde". Auch Gandalf muss schnell herbeireiten; auch Aragorn, Gimli und Legolas müssen rennen, um die Hobbits, die von Orks entführt wurden, einzuholen.
--- Ende Zitat ---

Ich denke, da unterscheiden sich einfach die Vorstellungen. Aus meiner Sicht ist die typische D&D-Welt nämlich schlicht nicht besonders "mittelerdig"; Mittelerde ist, zumindest, wenn man sich auf die Schauplätze aus dem Herrn der Ringe beschränkt, eher klein, dünn besiedelt, technisch so auf dem Stand vielleicht der Völkerwanderungszeit, und ihr Magieniveau ist nicht gerade hoch. Auf einer Welt wie Mystara oder Toril wäre sie strikt ein Nebenschauplatz...für den dann nebenbei eine Erklärung her müßte, warum das nächstliegende hinreichend mächtige Nachbarreich nicht schon längst seine Finger ausgestreckt hat, und Angst vor Saurons Macht würde da vermutlich nicht mal reichen. ;)

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