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Magietheorie des Barden (Ein paar diffuse Gedanken)

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Skele-Surtur:

--- Zitat von: Destroy all Monsters am 15.01.2021 | 16:41 ---
Generell mag ich die Idee, dass es drei (oder vier) Zugänge zur Arkanen Magie gibt: Intensives Studium für die Schlauen, angeborene Kräfte für die Leute mit dunklen Familiengeheimnissen und Paktmagie für die Wagemutigen oder Verzweifelten (und künstlerisches Talent für die Barden als vierter Zugang). Wenn ich jemals selbst ein RPG schreiben würde, würde ich wahrscheinlich auch Zaubererklassen mit diesen vier Zugängen entwickeln.
--- Ende Zitat ---

Der Gedanke treibt sich schon länger in meinem Kopf herum und dieser Post war jetzt für mich der Anstoß, das mal zu formulieren.

"The bard is just a wizard by another name." Und alle so: "Whaaaat?"
Aber ja, im Prinzip schon: Der Wizard in D&D lernt etwas über Magie. Er lernt die korrekten Handbewegungen, Gesten und Worte (ZauberSPRÜCHE) und den theoretischen Hintergrund. Vielleicht braucht es auch sowas wie ein natürliches Talent, so dass nicht einfach jeder mit einem hohen IQ das lernen kann, wenn er halt will, aber das soll jetzt nicht so das Thema sein.

Ich gehe davon aus, dass ein Barde nicht einfach ein Minnesänger ist, der seine Klampfe aufnimmt, spielt und plötzlich passiert krasses Zeug.
Er lernt (nach meinem Verständnis) die richtigen Lieder und Gesten, um ZauberSPRÜCHE in seine Musik einzuweben. Eigentlich ist der Begriff Barde völlig falsch. Er ist ein Zaubersänger. Ist das eine extrem enge Betrachtung der Klasse? Vielleicht.
Vielleicht habe ich auch einfach auch schon zu viele Barden gesehen, die sich hauptsächlich als amouröse Pausenclowns geriert haben, deren Erklärungsansatz, wie ihre magischen Kräfte eigentlich funktionieren ... nonexistent war. Und vielleicht gegenkompensiere jetzt ein wenig. Aber ich glaube, dass der Barde in D&D eigentlich ein Wizard ist, der einfach einer anderen Tradition folgt. Notenblätter statt Bücher, ein gefühlter Rhythmus statt im Detail analysierter "magienaturwissenschaftlicher" Gesetze.

"Aber, aber, aber ... der castet mit Charisma, nicht mit Int! Es muss was komplett anderes sein!!!"
Muss es?

Der Barde lernt in seiner Ausbildung, angeleitet von einem Meister, Magie eher emotional zu erfassen, sie zu spüren und die magischen Energien, die der Welt innewohnen, mit seiner Musik "zum Schwingen" zu bringen. ABER dem liegt eben eine Ausbildung zugrunde, er baut auf Traditionen und auf die Erkenntnisse derer auf, die sich vorher damit beschäftigt haben. Das ist jetzt zumindest mal mein Ansatz, wie ich bardische Magie erklären würde: Es ist gelerntes Zaubern und unterscheidet sich daher mehr in Details als Grundsätzlich von dem, was Wizards tun.

Natürlich kann man das völlig anders sehen. Dann wäre ich gespannt auf diese völlig anderen Erklärungsansätze.

Erbschwein:
Hallo,

Skele-Surtur

der Gedanke ist gut und warum haben Priester immer -Weisheit- oder Intuition als Hauptattribut. Aber zurück zum Thema.

Naja, der Barde wird sich wohl erstmal Gedanklich einstellen müssen, wie er die Magie einsetzen kann. (Ein Musikgegenstand ist da vielleicht Hilfreich)

-Editiert:-  ;D

ChaosZ:
Zu AD&D Zeiten zauberte der Barde noch wie ein Magier, wenn auch mit begrenztem Grad und Zauberplätzen und hatte auch ein Zauberbuch. Der Barde war laut Beschreibung derjenige, der alles konnte und nichts richtig.

In D&D 3.X waren die Bardenzauber dann spontaner Natur, deshalb der Wechsel zum Charismaattribut, das auch der Hexenmeister nutzt. Er konnte nur eine gewisse Menge an Zaubern lernen hatte gegenüber der Vorgängeredition auf weniger Magierzauber, dafür aber nun auch auf einige reine Klerikerzauber zugriff.

Wenn man so will lernt der Barde Zauber als Zauberlieder.

Erbschwein:

--- Zitat von: Skele-Surtur am 15.01.2021 | 18:25 ---...

Der Barde lernt in seiner Ausbildung, angeleitet von einem Meister, Magie eher emotional zu erfassen, sie zu spüren und die magischen Energien, die der Welt innewohnen, mit seiner Musik "zum Schwingen" zu bringen. ABER dem liegt eben eine Ausbildung zugrunde, er baut auf Traditionen und auf die Erkenntnisse derer auf, die sich vorher damit beschäftigt haben. Das ist jetzt zumindest mal mein Ansatz, wie ich bardische Magie erklären würde: Es ist gelerntes Zaubern und unterscheidet sich daher mehr in Details als Grundsätzlich von dem, was Wizards tun.

Natürlich kann man das völlig anders sehen. Dann wäre ich gespannt auf diese völlig anderen Erklärungsansätze.

--- Ende Zitat ---

... es ist schwierig, wenn man es so "Lernt" und Anwendet, warum sollte Ich es anders anwenden?? ...wenn Ich es anders anwenden kann, sollte Ich in den Moment das auch Wissen!!!  ~;D

Es ist schwierig es zu Erklären, wenn es auch Andere Anwendung Möglichkeiten sind.

Trollkongen:

--- Zitat von: Skele-Surtur am 15.01.2021 | 18:25 ---"The bard is just a wizard by another name."
--- Ende Zitat ---

Sehe ich genauso.

Ältere Editionen habe ich gerade nicht im Kopf, aber bei D&D5 ist ein Barde ein ziemlich mächtiger Zauberwirker, der nicht nur nebenbei ein bisschen Gedöns kann (wie z. B. der Waldläufer). Und: Seine Zauber sind nicht unbedingt subtil oder beschränken sich überwiegend auf Verzauberung.

Die Annahme, dass er halt "irgendwie" diese krassen Effekte hervorruft, ist sogar ziemlich albern. Gerade zum Beispiel "Vicious Mockery". Nö, das ist nicht einfach eine so krasse Beleidigung, dass es dem Opfer wehtut (bis hin zum Tod!), sondern durch Spott kanalisierte Schadenszauberei. Und auch ein noch so toller Song sorgt nicht "einfach" dafür, dass man sich in eine Schnecke verwandelt.

Insofern: Ja, es ist eine andere Tradition als die der Magier (Wizards), aber grundsätzlich ähnlich. Barden lernen aktiv Zaubersprüche (oder Zauberlieder), sie haben eine entsprechende Ausbildung genossen.

(Ein Gegenargument wäre allerdings, dass sie, im Gegensatz zu Magiern, keine Lieder oder Sprüche einfach kopieren können, etwa durch das "Liederbuch" eines anderen Barden, oder meinetwegen auch durch "mündliche" Übertragung. Ist allerdings etwas wackelig, gerade, da viele D&D5-Regeln einen gamistischen und weniger einen simulativen Hintergrund haben.)

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