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"Realistischeres" D&D - eine Ideensammlung

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Zed:

--- Zitat von: Weltengeist am 13.02.2021 | 13:20 ---
* Varianz beim Würfeln: Ich mag generell keine Systeme, bei denen die Chance eines Noobs, eine Probe zu schaffen, nur wenig schlechter sind als die Chancen eines Könners. D&D ist da besonders krass, weil es auch noch knickrig mit den Bonuspunkten für die Experten ist.

--- Ende Zitat ---
Abgesehen davon, dass ich auch finde, dass in Standard-DnD die Skillpunkte zu mickerig sind, erkenne ich das Problem so nicht. Insbesondere wenn die Skills nicht gegen einen fixen Schwierigkeitsgrad gehen, sondern gegen einen gegnerischen Skill, liefert der D20 plus Attributsbonus ein gutes Ergebnis, meine ich.

Nehmen wir einen nicht-optimierten Skill, zB Schlösser Öffnen. Ein Noob hat auf der ersten Stufe beispielsweise einen Skillbonus von +1; ein mittelstarker Charakter von +11 und ein Veteran von +21. Jetzt wäre die Frage, welchen Feinmechaniker sich der Besitzer des Schatztruhenschlosses leisten konnte. Dieser Feinmechaniker war wohl Experte und sehr geschickt (+4), mittelstark oder sogar Veteran, hatte zusammen mit seiner Geschicklichkeit also einen Bonus von +14 bis +24. Ich handhabe es so:

Schlossknacker (mittelstark) 1D20+11 gegen Feinmechaniker (mittelstark) 10+14, also 24, mit einer 13 oder mehr hat der Schlossknacker Erfolg. Mal durchgespielt, was man würfeln muss:

FeinmechanikerSchlossknackerNoob DC 14 (10+4)Mittelstark DC 24 (10+14)Veteran DC 34 (10+24)Noob (1D20+1)13+23+33+Mittelstark (1D20+11)3+13+23+Veteran (1D20+21)Erfolg3+13+
Wie man mit dem D20 eine 23 oder gar eine 33 würfeln kann? Nun, zuerst können Zauber und andere Fähigkeiten weitere Boni geben: Bardengesang, Segen oder die Unterstützung von Kameraden. Dann gibt es vielleicht noch einen besonderen Bonus bei einer gewürfelten 20, ich schlage vor, sie gilt wie eine "gewürfelte" 30. Analog ist eine gewürfelte "1" wie eine "-10" zu handhaben.

Es geht mir darum, dass ein Noob einen mittelstarken Gegenspieler nur unter sehr besonderen Umständen schlagen kann, ebenso wie ein Mittelstarker sich sehr anstrengen muss, um einen Veteranen zu schlagen. Ich finde, die nicht völlig unwahrscheinliche Aussicht, das Werk eines stärkeren Gegner zu überwinden, ist bei diesem D20-System genauso wichtig wie die quasi unmögliche Chance, dass ein Noob einen Veteranen übertrumpfen kann.

Wenn ein Charakter jedoch entsprechend optimiert ist, zB durch einen guten Attributsbonus, dann kann dieser +3-Bonus auch die Chance bei einem großen Stufengefälle signifikant erhöhen.

Und dann gibt es noch die Möglichkeit, das Ganze mit weiteren Regeln realistischer zu machen. ZB, bekäme jeder wiederholte Versuch einen Bonus von +1, dauert jedoch immer etwas länger. So könnte auch ein Noob nach einem Jahr Tüftelei vielleicht das Schloss eines Feinmechanik-Veteranen öffnen.

Alles in allem finde ich die Balance zwischen "Chance des Erfolges" und "Sicherheit durch große Erfahrung" bei einem Standard DnD-Skill-System mit gewürfeltem D20 sehr gut.

Es ist natürlich nicht so schnell wie ein Vor-/Nachteilssystem, weil noch die ganzen Boni und Mali zu addieren sind, jedoch ist es etwas genauer/"realistischer".

Bildpunkt:

--- Zitat von: Weltengeist am 13.02.2021 | 15:59 ---Die Frage verstehe ich nicht - was ist Klassenreduktion? :think:

--- Ende Zitat ---

Weniger magische Subklassen EG Arcane Archer etc ..

Zed:

--- Zitat von: Quaint am 13.02.2021 | 15:28 ---Aber gerade wenn man als höherstufiger Charakter gegen relativ einfache Gegner kämpft wird es halt komisch - von 20 Pfeilen getroffen? Kein Problem!

--- Ende Zitat ---


Der erfolgreiche Angriffswurf soll schon seit Anfangstagen von DnD abstrakt interpretiert werden: Zwei getroffene Pfeile (2d8 Schaden) sind bei einem Erststufencharakter (10 Lebenspunkte) wahrscheinlich tödlich. Bei einem Veteran mit 150 Lebenspunkten sollen die zwei Pfeile (2D8) entsprechend interpretiert werden, zB als Streifschüsse.

Weltengeist:

--- Zitat von: Zed am 13.02.2021 | 17:22 ---Nehmen wir einen nicht-optimierten Skill, zB Schlösser Öffnen. Ein Noob hat auf der ersten Stufe beispielsweise einen Skillbonus von +1; ein mittelstarker Charakter von +11 und ein Veteran von +21.

--- Ende Zitat ---

Auf die Gefahr hin, mich jetzt komplett lächerlich zu machen - wo kommen denn diese +11 für einen "mittelstarken" SC her? Oder verstehst du unter "mittelstark" Stufe 9?

Vorher komme ich nämlich typischerweise auf +3 auf mein Attribut und +3 für die Proficiency, die ich evtl. noch mit Expertise verdoppeln darf, wenn meine Klasse sowas überhaupt hat. Aber dann ist auch wirklich Feierabend. Und das Gros aller Skillwerte ist deutlich niedriger.

Oder habe ich da gerade irgendwas nicht auf dem Schirm?

Quaint:
Was du nicht auf dem Schirm hast, ist das Zed auf Basis von 3.x unterwegs ist.

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