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[Waldviechs dumme Ideen] Wie könnte ein deutsches D&D5-Setting aussehen?

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Waldviech:
Die Hartingau

Inmitten des nördlichen rheinischen Reiches liegt der Hartingau - ein geheimnisumwittertes und dicht bewaldetes Mittelgebirge. Keiner der nebelverhangenen Berge ist über 1000 Schritt hoch, die meisten sind sogar nur bessere Hügel. Das macht den Hartingau aber nicht weniger gefährlich. In weiten Teilen der Bergwälder gibt es weder Weg noch Steg. In wenigen, abgelegenen Bergbausiedlungen ist man Fremden gegenüber verschwiegen, was die Geheimnisse angeht, die im Hartingau liegen mögen. Die Gnome, die in verborgenen Tälern des Hartingau leben, sind gleichermaßen verschlossen. Daher werden außerhalb allerlei Mutmaßungen angestellt. Einige davon sind sogar wahr! So findet sich beispielsweise in der sogenannten Heimkehle die Ruine einer antiken Nibelungenbinge. Ebenso ist es wahr, dass die Bewohner des Hartingau in gewissen Teilen vom sagenumwobenen Volk der Haruden abstammen. Die Haruden waren Verwandte jener teutonischen Stämme, die später das rheinische Reich gründen würden, waren aber weit magieaffiner als diese. Die Priesterinnen der Haruden hatten Pakte mit einigen Naturgeistern geschlossen, die von den anderen Stämmen für dunkel und boshaft gehalten wurden. Daher hatten sich die anderen Stämme mit den Haruden überworfen und mehrere Kriege mit ihnen geliefert. Die Haruden zogen sich tief in ihre Berge zurück und schienen verschwunden zu sein. Doch die Priesterinnen existieren noch immer. Noch immer halten sie ihre Rituale auf dem höchsten Gipfel des Hartingau ab. Noch immer sind sie Meisterin der Magie. Außerhalb des Hartingau nennt man sie Hexen...

Waldviech:
Magathaburg - unter dem Banner des schwarzen Bullen

Magathaburg - einstmals hatte dieser Name einen erhabenen Klang. Über zweihundert Jahre lang war die Stadt ein Hort der Weisheit. Von hier wurde der Glaube an die neuen Götter im Osten verbreitet. Doch dann, vor einem Jahrhundert, kam das Verderben über Magathaburg! Während die Priester Magathaburgs versuchten, die rings um die Stadt lebenden Barbarenstämme mit ihrem Wissen zu Frieden und Erleuchtung anzuleiten, taten die weltlichen Adeligen der Gegend alles ihnen nur mögliche, die Barbaren zu unterdrücken und zu knechten. Sieben der unterdrückten Stämme schlossen sich insgeheim als "Lutici-Bund" gegen die Kaiserlichen zusammen, um der Unterdrückung ein Ende zu bereiten. Bald kam es zu einem Aufstand ungeahnten Ausmaßes. Doch was als Kampf für Gerechtigkeit begann, sollte furchtbar entgleisen. Die Häuptlinge des Lutici-Bund hatten auf die Einflüsterungen des Druidenzirkels vom dreieckigen Burgheiligtum Riedegost gehört, ohne zu wissen dass die Druiden insgeheim dunklen Mächten dienten und Riedegost längst dem Bösen anheimgefallen war. Aufgepeitscht von den Druiden fielen die Lutici in Magathaburg ein und metzelten die Priester nieder bis auf den letzten.
Heute ist die Stadt leer und verlassen...und Gerüchten zufolge nur teilweise geplündert. Noch immer sollen in den Katakomben unter Magathaburg noch Bücher und Tempelschätze liegen - nur "bewacht" von allerlei Getier, das sich nach dem Verschwinden der Menschen dort eingenistet hat.
Die Lutici leben in Dörfern im Forst und befolgen nur ihre eigenen Gesetze - Freiheit hat ihnen der Aufstand jedoch nicht gebracht. Die dunklen Druiden haben nunmehr offen die Macht an sich gerissen und die Altäre Riedegosts sind allzeit nass vom Blut unzähliger Menschenopfer. Unter dem Banner des schwarzen Bullen, das dem Antlitz jenes Teufels nachempfunden ist, dem die Druiden huldigen, hat der Zirkel von Riedegost ein Terrorregime errichtet, das dem der alten Adeligen um nichts nachsteht.

Kardinal:
Geisterflüsse & Teufelslöcher

Der mächtige Rheingraben und die überall im Land entstandenen Brüche sind nicht die einzigen großen geologischen Veränderungen, die der Kataklysmus bewirkte. Durch unsichtbare Veränderungen im Untergrund verschwanden an manchen Orten Trinkwasserquellen und Erzadern in unerreichbare Tiefen während gleichzeitig an anderen Stellen nie gesehene Reichtümer zu Tage traten! Doch am augenfälligsten war und ist wohl das Phänomen der Geisterflüsse und Teufelslöcher: denn überall im Umfeld des ehemaligen Kathargenischen Reiches verschwanden damals Wasserläufe in unterirdischen Kavernen, durch die sie sich manchmal ebenso unerwartet andernorts auch wieder ans Tageslicht kämpften! Besonders spektakulär sind dabei die sogenannten Teufelslöcher, das sind enorme natürliche Brunnenschächte und Krater, durch die selbst einige der größten Ströme unrettbar ins Erdinnere stürzen, um an irgendeiner weit entfernten Stelle wieder aufzutauchen – oder auch nicht. Das bekanntest – und vielleicht größte – Teufelsloch ist dabei der berühmte Hadesbrunnen von Weestel, wo der Aeridhan (Überbleibsel des alten Flusses Eridanus) krachend ins Dunkel hinab rast. Obwohl viele glauben, dass der Aeridhan so den nahegelegenen Satanssee speist, hat dieser schmale, auch als Molochmaul bekannte See keinerlei erkennbaren Abfluss, so dass einige Gelehrte jede Verbindung zwischen See und Hadesbrunnen leugnen.

Kardinal:
so, größere Anhänge gehen nicht, aber hier mal die ziemlich fortgeschrittene Weltkarte von Waldviech und mir ;)
etwas größere Ansicht hier: https://drive.google.com/file/d/1vGKBfF-vFEJv9htJWKyUGpsU1iBUZ6zR/view?usp=sharing

Waldviech:
Die sieben Seelande von Frysia

Ganz im Norden des Rheinischen Reiches liegen die Sieben Seelande von Frysia die vom Volksstamm der Frysen bewohnt werden. Die Frysen sind ein stolzes und aufrechtes Volk von Bauern, Seefahrern und Händlern, das sich in der Masse aus Menschen und einigen Zwergensippen zusammensetzt. Sie gelten als friedliebend aber auch starrsinnig und wehrhaft und sind eines der wichtigsten Bollwerke des Reiches gegen die barbarischen Seeräuber aus dem hohen Norden. Die Frysen haben eine gewisse Sonderstellung im Reich, da sie nur dem Kaiser selbst und ihren gewählten Herzögen untertan sind. Statt in einem feudalistischen System zu leben, haben die Frysen ein demokratisches System entwickelt, in dem es keine Adeligen und Leibeigenen gibt. Statt Adeligen sorgen sogenannte "Redjeven" für Recht und Ordnung. Redjeven sind eine (nach Maßgabe der restlichen Reichsbewohner seltsame) Mischung aus gewähltem Bürgermeister, Richter und Ritter.
Dieses besondere System ist den Frysen vom Kaiser selbst vor hundertfünfzig Jahren verbrieft zugesichert worden und wird als "Frysische Freiheit" bezeichnet. Damals galten die Frysen noch als Barbarenstamm und führten einen erbitterten Abwehrkrieg gegen des Kaisers Ritter. Als aber eine massive Streitmacht svinimanischer Seeräuber beide Parteien bedrohte, schlossen sich Frysen und Kaiserliche zu einem Zweckbündnis zusammen. Der Krieg gegen die Svinimanen dauerte fünfzehn Jahre, in denen sich Frysen und Rheinländer sich gegenseitig zu schätzen lernten. Als die Svinimanen schließlich geschlagen waren, war der Zwist zwischen Kaiser und Frysen hinfällig und die Frysen schlossen sich, unter Zusicherung ihrer sämtlichen Freiheitsrechte, dem Reich an. Seither sichern die Frysen den Norden des Reiches. Ihre freiheitlichen Ideen sind auch in den Rest des Reiches eingesickert, so dass manch eine freie Reichsstadt sich (unter Berufung auf das frysische System) stark in Richtung "Demokratie" entwickelt hat.

Zwischen Frysen und Rheneatischer Liga herrscht eine komplizierte Art der Hassliebe. Einerseits sind beide Seiten erbitterte Konkurrenten, wenn es um die Kontrolle des Seehandels geht - andererseits jedoch sind über allerlei Verträge und Beteiligungen so sehr miteinander verbandelt, dass man sie kaum voneinander getrennt betrachten kann. Daher laufen Konflikte zwischen Frysen und Liga nie wie direkte Prügeleien zwischen Feinden ab, sondern eher wie ein Schachspiel zwischen zwei alten, weisen Männern. Beide Seiten bedienen sich allerlei Agenten, Mittelsmänner und Freibeuter, um der Gegenseite in der einen Woche das Leben schwer zu machen und in der nächsten wieder lukrative Geschäfte miteinander abzuschließen.

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