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ONE D&D: Playtest der "neuen" Edition

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aikar:

--- Zitat von: YY am 16.12.2022 | 12:42 ---Im Videospielsektor quasi jeder gefloppte große Release eines MMO-Spiels, das dann am Ende nicht genug Substanz und eigentliches Spiel bietet. Dann fesselt es nicht genug "brennende" Spieler, die brauchbares Feedback geben, die das Spiel persönlich weiterempfehlen und in jeder erdenklichen Form die Fahne hochhalten.
--- Ende Zitat ---
Ich würde Videospiele und Pen & Paper da jetzt nicht als vergleichbar sehen.
Und Casual Gamer bei Videospielen ist auch anders anotiert als ich es in diesem Fall meinte (Wie schon angemerkt, bin ich mit dem Begriff hier noch nicht ganz zufrieden). Ich meine Leute, die einfach einen netten Abend und eine Geschichte erleben wollen, mit ein bisschen Taktik, aber ohne sich richtig rein zu fuchsen. Und diese Leute können durchaus "brennen", ihr Spielstil ist nur ein anderer.


--- Zitat von: YY am 16.12.2022 | 12:42 ---Ansonsten wäre mein zentrales Gegenbeispiel das nicht tot zu kriegende CP2020. Das wird seit Jahrzehnten von einem kleinen Kern an Fans und Puristen am Laufen gehalten.
--- Ende Zitat ---
Ja, die Hardcore-Fans und Puristen können ein System auf "Sparflamme" am Laufen halten. Aber sie reichen niemals aus, um ein System wirklich erfolgreich zu machen. Wenn D&D5 auf die Hardcore-Spieler reduziert würde, hätte es nur einen kleinen Bruchteil der jetzigen Community.
d.h. es macht Sinn sich auf die Hardcore-Fans zu fokusieren, wenn man ein System einfach nur erhalten will. Aber das will Wizards nicht. Sie wollen expandieren. Und dafür müssen sie sich auf die weit größere Gruppe konzentrieren, die einfach andere Anforderungen hat als die Hardcore-Taktiker.
Und wie oben geschrieben denke ich kann man auch Hardcore-Fan sein ohne Hardcore-Taktiker zu sein.


--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 16.12.2022 | 12:48 ---weil dann einfach spielen können ohne sich al zu große Gedanken über ihren Build machen zu müssen, und nicht irgendwann Plötzlich fest stellen müssen das ihr Char nichts mehr reißen kann.
--- Ende Zitat ---
Viele empfinden es halt offenbar nicht so, dass ihr Charakter plötzlich "nichts mehr reißt", nur weil er mathematisch nicht mehr ganz optimal ist. Ich hatte genug Gruppen jenseits Stufe 5 und es wäre kein einziges mal zur Sprache gekommen.


--- Zitat von: Ein Dämon auf Abwegen am 16.12.2022 | 12:48 ---Und gerade den Casual Gamer wäre geholfen wenn WotC die Schadensprogression fixen und Trap Options vermeiden würde
--- Ende Zitat ---
Ich sage ja nicht, dass du da nicht recht hast. Ich versuche nur zu erklären, warum hinter diesem Wunsch (meiner Meinung nach) nicht mehr Personen und Druck stehen und Wizards es evtl. nicht so wichtig einstuft.

YY:

--- Zitat von: aikar am 16.12.2022 | 12:56 ---Ja, die Hardcore-Fans und Puristen können ein System auf "Sparflamme" am Laufen halten. Aber sie reichen niemals aus, um ein System wirklich erfolgreich zu machen. Wenn D&D5 auf die Hardcore-Spieler reduziert würde, hätte es nur einen kleinen Bruchteil der jetzigen Community.

--- Ende Zitat ---

Klar, um wirklich erfolgreich zu sein, reicht der harte Kern nicht.
Der Witz ist aber: um langfristig erfolgreich zu sein, reicht die zahlenmäßig viel größere "weiche Schale" auch nicht.

Wenn man auf die reinen Zahlen schaut, denkt man schnell: ach, die paar Hansel...wen interessieren die schon?
Dabei übersieht man aber, dass Beteiligung und Einfluss auf andere (auch nur potentielle) Spieler nicht gleich verteilt sind. Hardcore-Fans stehen derzeit ja gerne mal in der Kritik als "toxisches Element", aber das verkennt, dass sie auch die wichtigsten "Markenbotschafter" auf unterster Ebene stellen.
Wer sucht denn aktiv neue Spieler (und wie viele Spieler sagen andersrum: ich würd ja gerne mal spielen, aber finde keinen SL (auch wenn das eigentlich bekloppt ist)), wer ist Supporter, wer macht Videos und schreibt Blogs etc. pp.?
Bestimmt nicht die weit überwiegende Mehrheit der Community, die sich nur berieseln lassen will.

Daher:

--- Zitat von: aikar am 16.12.2022 | 12:56 ---Und dafür müssen sie sich auf die weit größere Gruppe konzentrieren, die einfach andere Anforderungen hat als die Hardcore-Fans.

--- Ende Zitat ---

Zumindest ein Stück weit unter einen Hut kriegen muss man das - wo genau der Kompromiss dann hin fällt, sei mal dahingestellt.
Aber mit "Pfeif auf die paar Spinner" sägt man sich die selbst die besten Rekrutierer und "Ehrenamtlichen" ab.

aikar:

--- Zitat von: YY am 16.12.2022 | 13:08 ---Dabei übersieht man aber, dass Beteiligung und Einfluss auf andere (auch nur potentielle) Spieler nicht gleich verteilt sind. Hardcore-Fans stehen derzeit ja gerne mal in der Kritik als "toxisches Element", aber das verkennt, dass sie auch die wichtigsten "Markenbotschafter" auf unterster Ebene stellen.
Wer sucht denn aktiv neue Spieler (und wie viele Spieler sagen andersrum: ich würd ja gerne mal spiele
--- Ende Zitat ---
Ja, da hast du absolut recht. Hardcore-Fans braucht man aus den von dir genannten Gründen absolut auch. Aber wie gesagt glaube ich bei D&D5 nicht, dass Hardcore-Fan = Taktiker sein muss. Ich bin da schon mal ein Beispiel. Ich brenne für D&D5, bewerbe es, bringe Neulinge ins Hobby. Und bin ganz und gar kein Taktiker, der an den Detaildiskussionen über Kombinationen von Cantrips, Class Features etc. interessiert wäre. D&D5 funktioniert für mich und das was ich von ihm will einfach so wie es ist zumindest bis Stufe 15 (Höhere Stufen konnte ich noch nicht austesten).

schneeland (n/a):

--- Zitat von: YY am 16.12.2022 | 12:42 ---Ich vermute wie einige Vorredner vor geraumer Zeit, dass es da eine Schieflage beim Feedback zum Playtest gibt und WotC sich dadurch gerade in die Irre führen lässt.

--- Ende Zitat ---

Meine Hypothese wäre, dass Du mit Deiner ersten Vermutung (das Grundgerüst steht längst, es wird nur noch an Details gefeilt und nebenbei ein bisschen Werbung gemacht, indem man den Fans was zu diskutieren gibt) näher an der Wahrheit bist.

YY:

--- Zitat von: aikar am 16.12.2022 | 13:17 ---Aber wie gesagt glaube ich bei D&D5 nicht, dass Hardcore-Fan = Taktiker sein muss.

--- Ende Zitat ---

Nein, muss nicht. Aber einen deutlichen Anteil stellen die meiner Wahrnehmung nach schon.

Mein Ansatz wäre da wohl wirklich, etwas von dem Großthema "Build" wegzukommen und hin zu "richtiger" Taktik, weil die viel weniger Regelgrundlage erfordert.
Aber das ist bisher so gar nicht zu erkennen.


--- Zitat von: schneeland am 16.12.2022 | 13:18 ---Meine Hypothese wäre, dass Du mit Deiner ersten Vermutung (das Grundgerüst steht längst, es wird nur noch an Details gefeilt und nebenbei ein bisschen Werbung gemacht, indem man den Fans was zu diskutieren gibt) näher an der Wahrheit bist.

--- Ende Zitat ---

Wäre zumindest dahingehend plausibel, dass man nicht nur auf die Ankündigung radikaler Änderungen verzichtet hat, sondern sich mit dem Konzept der "Editionslosigkeit" auch zurücklehnen und sagen kann: Können wir später immer noch quasi tagesaktuell anpassen.

Was (vergleichsweise) große Organisationen angeht, bin ich aber Pessimist und würde daher eher auf meine zweite Vermutung wetten. Aber lieber um irgendeine Plüsch-Merch-Kacke als um ein GRW  ;D

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