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[TOR 2e] Die Lage in Seestadt
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Öh, ich nehme an, du verwechselst da Ost- mit Westseite ;) Aber ja, ich kann mir schon vorstellen, dass so manche der neuen Untertanen Bards aus Waldmenschen des Ostens von Düsterwald bestehen.
Dass Esgaroth im Königreich bards eingegangen ist, ja, da gehe ich auch davon aus. Aber wieso sollte das deren Kultur verändern? Im Mittelalter konnten die wildesten Kulturmischungen dem gleichen Herrscher Gefolgschaft leisten, das hatte aber keinen Einfluss darauf, wie die kulturell so tickten.
Wobei ich mir auch vorstellen kann, dass ein wirtschaftlich sehr starkes Esgaroth innerhalb der Bardingerherrschaft eine extrem mächtige Fraktion wäre, siehe Reichsstädte im mittelalterlichen Deutschland.
Raven Nash:
Jo, Himmelsrichtungen vertan...
Die Kulturen von Seestadt und Thal sind sich so ähnlich (bedenke: das neue Thal besteht ursprünglich aus ehemaligen Seestädtern!), da werden kaum noch große Unterschiede bestehen, sobald die Eigenständigkeit dahin ist. Wird eine neue Kultur entstanden sein, gewürzt mit Waldmenschentum.
KWÜTEG GRÄÜWÖLF:
Na, ich würde das anders sehen - es gibt ja, wie man beim alten Meister von Seestadt sehen konnte, durchaus ne eher auf Handel ausgelegte soziale Gruppe in Esgaroth, die auch eher die lokale Tradition bestimmt hatte, und dann gibt es die heroischer Eingestimmten, die dann alle Bard nach Thal gefolgt sind.
Das dürfte tatsächlich zwei durchaus zwei voneinander unterscheidbare Gruppen geprägt haben.
Und Bards Königreich besteht halt eben nicht nur aus leuten von Seestadt, wie oben im Tolkienzitat erwähnt, sondern er sammelt alle möglichen Bewohner des nordöstlichen Wilderlands um sich. Das ist dann schon ne andere Gruppe mit vielen unterschiedlichen lokalen Bräuchen und Traditionen, die dann von Außenstehenden wie Frodo und Bilbo (die ja unsere Übermittler sind) einfach unter "Bardinger" zusammengefasst sind.
Was übrigens auch für die "Beorninger" genannte Gruppe westlich vom Düsterwald gelten sollte - das kann ja nicht einfach nur Beorn mal 24899 sein, da können durchaus auch Leute dabei sein, die von alten Dunländern oder Hügelmenschen abstammen und komische Bräuche haben. Man sollte die heroischen Kulturen alle auch nicht so monolithisch sehen, finde ich.
Raven Nash:
Du übersiehst, dass Seestadt erst nach der Zerstörung von Thal aufgestiegen ist. Und Thal war ein Handelszentrum vor Smaug - die Überlebenden gründen dann Seestadt und klarerweise bleiben sie Händler. Nach der Schlacht der Fünf Heere geht das faktisch umgekehrt weiter. Seestadt wird zerstört, Thal aufgebaut. Dann haben wir die neue Seestadt als "Vertriebszentrum" für Thal.
Im Kern ist es aber immer die selbe Kultur, die sich eben entwickelt. Da finde ich den Wegfall der HC eigentlich nur konsequent.
caranfang:
Das stimmt so nicht, denn Esgaroth, so der ursprüngliche Name von Seestadt, gab es schon vor der Ankunft Smaugs. Es war ein unabhängige Stadt, die die Flüchtlingen aus Thal nach der Zerstörung der Stadt aufnahm. Wäre Esgaroth nur ein Teil des Königreichs von Thal gewesen, hätte Bard dort regiert und nicht der Meister von Seestadt. Dies spricht also für zwei eigenständige Kulturen.
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