Medien & Phantastik > Lesen
Reading Challenge 2025
Faras Damion:
Stand 15.09.25 (23/25, 60/100)
Bücher
20 Hologrammatica von Tom Hillenbrand 7/10
Deutscher Science-Fiction Thriller um Themen wie freie KI und Mind-Uploading in Gefäße. Nicht immer ganz logisch, aber schön spannend.
21 Qube von Tom Hillenbrand 7/10
Der zweite Roman aus der Welt von Hologrammatica. Spannend.
22 Grau von Jasper Fforde 8/10
Ein typischer Jasper Fforde, unglaublich kreativ und skuril.
Grau ist ein humorig-dystopischer Sci-Fi-Roman und handelt in einer Welt, in der eine strikte Hierachie nach Farbwahrnehmung existiert. Jeder Mensch kann nur noch eine bestimmte Farbe wahrnehmen. Der gesellschaftliche Stand hängt von der Farbsichtigkeit ab. Ganz unten stehen die Grauen, ganz oben die Purpurnen. Und der junge Eddie beginnt die Regeln zu hinterfragen.
23 Rot von Jasper Fforde 8/10
Der zweite Band der Farbentrilogie. Grau kam 2012, Rot 2024. Jetzt heisst es warten auf Teil 3.
Shorts:
55 Verliebt, verlobt, verhaftet! von Maria Kling
56 Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix! von Maria Kling
57 Systemkollaps von Martha Wells
58 22 Bahnen von Caroline Wahl
59 Schattenspringer. - 3. Spektralfarben von Daniela Schreiter
60 Fabulöse Fakten von Daniela Schreiter
Sard:
#21 bis 25 Elric von Melniboné, Die Festung der Perle, Auf der See des Schicksals, Der Zauber des Weissen Wolfes, Die schlafende Magierin von Michael Moorcock aus Die illustrierte Gesamtausgabe als Hörbuch
Ich fasse die 5 ersten Bücher aus der Illustrierten Gesamtausgabe mal ausnahmsweise hier zusammen, auch weil ich die Romane diesmal ausnahmsweise als Hörbuch auf Autofahrten "gehört-gelesen" habe und auch wenn die Bewertungen einigermaßen unterschieldlich ausfallen. Der gelunge Vortrag von Omid-Paul Eftekhari macht es einfach.
zu "Elric von Melniboné" 12 von 15 Punkten: Mit jedem mal, dass ich das Buch lese/höre, gefällt es mir besser. Sehr häufig konnte ich mir alleine wegen der tollen Sprache (der Neuübersetzung von Hannes Riffel) "darüberhinaus, offenbar, durchaus, wohlan" usw. - einfach großartig - das eine oder andere Grinsen nicht verkneifen. Hier trifft Elric Rackhir, der sich auf die Suche nach Tanelorn begibt: "Ich habe gehört, dass es eine Stadt namens Tanelorn gibt (...)". Und hier erlangt Elric das Schwert Sturmbringer.
zu "Die Festung der Perle" 11 von 15 Punkten: 27 Jahre nach dem vorherigen Buch geschrieben fügt sich der Roman großartig in die Reihe ein. Wundersame Figuren, absurde Ereignisse und auch manchmal etwas nervige Sequenzen, aber am Ende absolut lohnenswert.
zu "Auf der See des Schicksals" 10 von 15 Punkten: klassischer Moorcock, klassischer Elric, eigentlich eine Aneinanderreihung von 3 Kurzgeschichten oder Novellen, teils absurd (Stichwort: die Universen vernichtenden Kreaturen Agak und Gagak), teils unwirklich aber auch teils faszinierend. Hier trifft Elric Smiorgan.
zu "Der Zauber des Weissen Wolfes" 10 von 15 Punkten: Elric Frauenmörder, Elric Verräter - hier wird die Ohnmacht und Schicksalhaftigkeit von Elrics Tun und Dasein wesentlich geprägt - manches davon durchaus nicht immer einfache Kost und durchaus auch mal anstrengend, aber auch irgendwo episch, tragisch und herzergreifend schmerzhaft und im wahrsten Winne des Wortes fantastisch. Hier trifft Elric Mondmatt, vlt. seinen besten Freund aber auch einen weiteren Erzfeind mit Theleb K´aarna.
zu "Die schlafende Magierin" 10 von 15 Punkten: Ein wilder Ritt durch die Welt der Jungen Königreiche und andere Ebenen. Hier trifft Elric Myrella und wieder auf Theleb K´aarna. Rackhir taucht wieder auf und Tanelorn ist in Reichweite.
Fazit: Neben "konventionellem Lesestoff" muss ich sagen, dass sich das Hören wirklich lohnt - wäre nie drauf gekommen, wenn das nicht "umme" im spotify-Premium-Account enthalten gewesen wäre - habe ich den Stoff doch teilweise 4-fach als Roman und Graphic-Novel im Regal stehen.
Sard:
#26 Die Krieger der Stille (Band 1 der Trilogie) von Pierre Bordage
Das war mal eine echt positive Überraschung. Nicht das perfekte Buch, aber in vielen Teilen innovativ und immer (außer dem ersten Kapitel mit knapp 40 Seiten, bei dem ich echt gezweifelt habe, ob ich das Buch durchziehe - hier muss man durch, auch wenn einen die Fülle von Namen und Begriffen, die man nicht versteht, schier erschlägt und das kaum lesbar ist - dann wird es besser (wenn auch nicht immer perfekt), versprochen) sehr gut zu lesen.
Nachdem ich über das verpasste Crowdfunding des französischen RPG "Les Guerriers du Silence" gestolpert bin, habe ich mir die Trilogie auf dem Gebrauchtmarkt zugelegt, trotz sehr unterschiedlicher Bewertungen zwischen 1 und 5 Sternen.
--- Zitat von: Sard am 22.07.2025 | 15:11 ---Ahh,
Im Juni verpasst - sieht spannend aus: https://elder-craft.com/collections/les-guerriers-du-silence
--- Ende Zitat ---
Der Roman ist tatsächlich so eine Art "Science-Fantasy" - zum Teil so weit entwickelte Technologie, dass diese von Magie nicht mehr zu unterscheiden ist (Lufttreppen, Deremats (De- und Rematerialisierungsgeräte für Reisen über galaktische Entfernungen, usw.) und fantastisch-mystischen Elementen (mentale Kräfte, Gedankenlesen, mythologische Komponenten) - alles andere als Hard-SF, aber auch halt keine klassiche Fantasy. Sehr spannend und durchaus überzeugend (imho).
Mir hat das auf alle Fälle so gut gefallen, dass ich Band 2 in den nächsten Wochen sicher auch in die Hand nehme. Für mich waren das 5 Sterne.
13 von 15 Punkten
Irian:
#40 Ilona Andrews - Magic Bites (Kate Daniels #1)
#41 Ilona Andrews - Magic Burns (Kate Daniels #2)
#42 Ilona Andrews - Magic Strikes (Kate Daniels #3)
#43 Ilona Andrews - Magic Mourns (Kate Daniels #3.5)
#44 Ilona Andrews - Magic Bleeds (Kate Daniels #4)
#45 Ilona Andrews - Magic Dreams (Kate Daniels #4.5)
#46 Ilona Andrews - Magic Slays (Kate Daniels #5)
#47 Ilona Andrews - Magic Gifts (Kate Daniels #5.5)
#48 Ilona Andrews - Gunmetal Magic (Kate Daniels #5.6)
#49 Ilona Andrews - An Ill-Advised Rescue(Kate Daniels #5.8)
#50 Ilona Andrews - Magic Rises (Kate Daniels #6)
#51 Ilona Andrews - Magic Steals (Kate Daniels #6.5)
#52 Ilona Andrews - Magic Breaks (Kate Daniels #7)
Akzeptable Urban Fantasy, wenn auch voller Klischees und Leuten, die sich wie Idioten aufführen in ihren Beziehungen. Muss wohl so. Die Charaktere (bzw. ihre Persönlichkeit) kennt man auch schon aus anderen Stories, aber die Serie ist auch ned mehr arg taufrisch, damals war das evtl. neuer, wer weiß?
#53 Brandon Sanderson - Alcatraz Versus the Evil Librarians (#1 der Serie)
Hm, hinterläßt so einen zwigespaltenen Eindruck... Irgendwie wirkt alles sehr "bemüht", keine Ahnung. Holte mich nicht völlig ab, die Grundstory ist ja nicht völlig neu, dazu dauerndes Gequatsche vom Autor/Protagonisten an den Leser...
Menthir:
#23 Colm Tóibín - The Blackwater Lightship
Dieser beinahe schon stille, kürzere Roman von Tóibín besticht durch seine glaubwürdige wie gleichzeitig einfühlsame Dialogführung. Dem Autor gelingt es, in einem beschränkten Setting eine tragische, alltägliche Familiengeschichte und ihre beginnende Aufarbeitung zu skizzieren, und ein Szenario zu entwickeln, in dem deutlich wird, aus welchen Quellen Verwundungen überall entstehen können, wie Trauma nicht immer die Konsequenz von Absicht ist und wie schwer es ist, sich über diese eigenen Trauamata hinwegzusetzen, eben durch Dialog mit jenen, denen wir die traumatische Erfahrung anlasten oder mit denen wir sie verbinden.
In diesem Büchlein lernen wir - und das meine ich mit alltäglich - diverse Problemlagen kennen, die vielen Familien bekannt sein dürften, allen voran der Verlust von Familienangehörigen durch Krebs und die schwierige Situation für Alleinerziehende im Nachgang, gerade wenn diese Familie, Trauer und Karriere zu balancieren versuchen. Darüber hinaus (das Buch ist in den 90ern entstanden) vertieft sich dieses Szenario in diesem Büchlein noch durch das spezifisch-irische Setting mit dem katholischen Hintergrund, einer tendenziell als prüde identifizierten Gesellschaft und ihr Aufeinandertreffen mit Homosexualität und AIDS, einem der Kernkonflikte des Buches.
Das Wort Konflikt ist hier nicht laut und krachend zu verstehen, sondern Konflikte entstehen in diesem Büchlein immer dort, wo über Bewegendes nicht gesprochen werden kann und es internalisiert werden muss. Besonders eindrucksvoll wird dies durch zwei Frauen dargestellt, die zwar nur kurz auftauchen, aber immer wieder als Katalysatoren dörflichen Lebens agieren, weil sie alle Informationen aufsaugen und im Gossip-Sinne überall verteilen. Es ergibt sich also ein Spiel um Würde, Schweigen und Verarbeiten.
Bemerkenswert ist die Rollenverteilung, weil alle zentralen Protagonisten des Buches Frauen oder homosexuelle Männer sind. In den 90er Jahren noch keine ganz typische Rollenwahl in einem Buch, wenn ein männlicher Autor es verfasst hat.
Das Buch begleitet sein Grundszenario sehr stringent, bedient sich dennoch eines offenen Ausganges. Es ist im Ton ruhig, manchmal melancholisch, manchmal still streitend; und dadurch ganz ansprechend zu lesen.
7,5 von 10 Punkten.
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