Starocotes, ich glaube es geht hier nicht um gefallen oder nicht gefallen. Ich glaube gefallen tut das Spiel hier den meisten in diesem Thread. Und es ist ein ganz neues System, das sich scheinbar für viele Spielstile eignet. Auch das ist kein Fehler.
Ich finde es dennoch diskussionswürdig, ob man sich "Fiction first" auf die Fahnen schreiben sollte/darf/muss(?), wenn es gerade im Kampf einige sehr stark verregelte Dinge gibt. Manche der Karten könnten für mich 1-zu-1 in einem Trading Card Game vorkommen. (Andere überhaupt nicht.) Man kann maximal 5 Karten im Pool haben und die anderen nur mit Stress aktivieren? Welche Fiktion kann so etwas begründen? Aber aus Sicht der Spielbarkeit ist das für meinen Geschmack eine sehr vernünftige Regel.
Für mich ist das ein USP, ein System zu haben, das Regeln hat, die auf eine Seite passen, aber trotzdem nette Wahlmöglichkeiten beim Aufsteigen (finde ich besser als bei Shadowdark) und das nicht so schwammig ist wie Dungeon World. (FWIW, ich finde beide Spiele gut.) Ich finde es hat viel, was ich bei DnD4 gut fand aber viel weniger verregelt, was mir DnD4 am Ende total versaut hat. Mich erinnert es total an 13th Age aber wesentlich homogener in den Charakterklassen.
In vielen Punkten trifft es meinen Sweet Spot. Aber dieses aus meiner Sicht gelungene Design trägt halt das flasche Label. (Darüber macht sich der Typ im Video auf sehr amüsante Weise lustig -13:48.)
Um es ganz klar zu machen: Wenn Du mit Deiner Art zu spielen Spaß hast, dann machst Du alles richtig. Und wir haben ja schon gemerkt, dass ich gerade was die Diskussion in der weiteren Community und den YouTubern angeht eindeutige Lücken habe.