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Linux Gaming
Zed:
--- Zitat von: critikus am 6.03.2026 | 13:53 ---IMHO:
Was ich gemerkt habe: das Terminal ist überall dabei. Das ist oft unübersichtlich und oft auch ein unverständliches gefrickel. Damit Linux Windows auch nur annähernd ebenbürtig wird und wirklich attraktiv ist, muss das Herumgebastel im Terminal weg., sprich alles muss über die GUI machbar sein. Apple hat es bei seinen Systemen erfolgreich vorgemacht. Der Hardcore-Linuxer kann ja gerne beim Terminal bleiben (geht auch bei Apple und sogar bei Windows). Das ist aber nur meine persönliche Meinung.
--- Ende Zitat ---
Da schließe ich mich an!
OldSam:
So wie ich es wahrgenommen habe, sind die wesentlichsten Sprünge einfach mit der Zeit durch die bessere Unterstützung von Herstellern (insbesondere Treiber) und die Weiterentwicklung grundlegender Frameworks wie Wine gekommen. So ist es jetzt seit vielen Jahren und es geht stetig voran, ich gehe davon aus, dass sich das fortsetzt. Besonders der riesige Sprung nach vorn durch Valve mit Proton/SteamOS usw. hat es in vielen Punkten auf ein neues Level gebracht, die meisten machen jetzt die Erfahrung "cool, a und b laufen direkt!", was wirklich super ist! :) Klar, c geht eben leider nur mit advanced tricks und d läuft leider gar nicht mangels Herstellersupport von irgendwas, diese Baustellen sind absolut noch vorhanden und müssen angegangen werden, v. a. braucht's eben zunehmend mehr Firmen, die dabei sind. Dafür gibt's aber auch schon ab und an mega success experiences wo z. B. game b sogar schneller läuft o. ä. :p
Ich würde aber nicht sagen, dass die noch bessere user experience der Zukunft hier im Großen und Ganzen mehr durch bessere grafische "Basteltools" kommt, sondern ich denke der Erfolg wird einfach (genau wie bei Windows) dadurch entstehen, dass die entsprechenden Installer und Startscripts, ebenso wie die grundlegenden Frameworks, immer besser werden und damit zunehmen mehr out-of-the-box funktioniert.
Um es mal so zu sagen: Wenn wir das unter Windows vergleichen wäre z. B. eines der wichtigsten Frickeltools der Registryeditor und das ist ne absolute Katastrophe, auch wenn der eine grafische Oberfläche hat. Wenn ich mir anschaue wie ich selbst früher im privaten IT-Umfeld supported habe, zu verschiedensten Themen, auch wie man "Game x" zum laufen bringt, dann war es im Kern eigentlich die Grundsituation, dass die Leute entweder über einen Standardinstaller zum Erfolg gekommen sind oder eben nicht. Im fortgeschrittenen/professionellen Bereich ist dann die Konsole aber unglaublich mächtig und nach meiner langjährigen IT-Erfahrung den grafischen Lösungen oft klar überlegen, aus verschiedensten Gründen, z. B. bessere Automatisierbarkeit und Dokumentierbarkeit, einfache und robuste Implementation, bessere Integrierbarkeit in der Entwicklung (z. B. CI/CD-Pipelines), für Experten oft höhere Geschwindigkeit bei der Nutzung etc.
Bspw. in 2-3 UI-Masken auf gut Glück verschiedene Buttons auszuprobieren, ohne die Hintergründe eingeschätzt zu haben, ist zwar evtl. ein kurzfristiger und einfacher Erfolg, oft genug führt es aber auch zum Gegenteil, zu neuen Negativeffekten (so waren oft die Windows-Erfahrungen bei diesen Punkten). Und v. a. wird es dann meist viel schlechter nachvollziehbar, für denjenigen, der später als Unterstützer dazu geholt wird (was heute auch oft genug ein KI-Agent sein könnte nebenbei :p). In der standardmäßig vorhandenen command line history lässt sich für Fortgeschrittene i. d. R. schnell die Sequenz des "try & errors" nachvollziehen und auch wieder direkt zurückdrehen, das sind, finde ich, große Vorteile.
Technisch ist Linux in den meisten Aspekten Windows schon deutlich überlegen, das weiß MS auch, bspw. betreiben sie ihre eigene Azure Cloud unter der Oberfläche selbst in vielen Fällen auf Linuxservern. Der wesentliche MS-Vorteil ist eben das bestehende, große Windows-Ökosystem mit so vielen Herstellern, die dafür arbeiten, es wird aber zum Glück Jahr für Jahr besser mit mehr Linuxtreiber, Packages etc. :) Interessant ist auch wieviel Windows von Linux inzwischen auf der Konsolenebene imitiert, aufgrund der großen Beliebheit bei Admins und Entwicklern (selbst direkt Namen von Kommandos wurden oft geklont), als ITler / advanced user nutze ich ähnliche Konsolenansätze schon seit etlichen Jahren auch unter Windows mit großem Erfolg, weil man eben so schnell und effektiv unterwegs ist... :d
Aus einer nicht-technischen Sicht kann ich den Wunsch nach wenig Konsole total verstehen und ist auch definitiv ideal, wenn man mit wenig Technikkontakt immer mehr zum Erfolg kommt bei den Applikationen. Aber ich glaube eben, der entscheidende Erfolg wird nicht durch "Bastel-Button-Tools" kommen, sondern einfach (im Kontext größerer Userbasis) durch zunehmend optimierte Installer und bessere Basics wie Treiber etc., so das der Grad an "out-of-the-box-success" immer weiter nach oben geht. Und wenn es mal einen ganz speziellen Trick braucht, kann man als IT-Supporter mit einem hilfreichen Konsoleneinzeiler eben super schnell und präzise helfen, den Leute kurz per Copy&Paste übernehmen können, aus einem Forum wie hier oder schnell per Mail geschickt oder whatever... ;-)
Auf jeden Fall freue ich mich echt wie gut die Entwicklung an der Base läuft, meine nächste Gaming-Konsole der Zukunft wird höchstwahrscheinlich eine Steam Machine der neuen Generation sein, das Konzept finde ich mega und ich supporte auch einfach Valve da sehr gerne... 8)
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