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Wie wollen (junge) Einsteigende spielen? (Zuvor: Bericht zu Schnupperspiel...)
Namo:
Das ist doch auch wieder etwas positives, wenn sie das so bewusst wahrgenommen haben.
Allgemein wirkt dein Bericht ja schon recht negativ eingefärbt. Aber wie war denn genau das Feedback aufs Große Ganze betrachtet: Du hast zum Feedback eigentlich nur zwei drei Zeilen geschrieben, in denen die wichtigste Aussage aber gefehlt hat (oder ich habe es überlesen, da ich erst jetzt zum Schreiben komme und den Bericht die Tage gelesen habe): Hat es ihnen denn Spaß gemacht oder eben nicht? Im Feedback gab es pros und cons. Aber wie war die allgemein, oder einzelne, Stimmung in Bezug auf die Frage ob man nochmal spielen möchte?
Explizit habe ich z.B. auch einen Spieler in der Runde, da fragt man sich auch immer ob er denn Spaß hat. Das wirkt nicht immer so und irgendwann kommt dann doch wieder raus, wieviel Spaß er hat. Manchmal nimmt man Emotionen oder Nichtemotionen einfach falsch oder überhaupt nicht wahr. Das wirkt mir hier auch ein wenig so. Das übergeordnete Gefühl bei dir scheint gerade zu sein, dass du "nur" ein Nischenspielleiter bist. Aber ob das wirklich so ist - dessen bin ich mir noch gar nicht mal so sicher.
Ich meine, dass sie deinen schauspielerischen Wandel gut fanden ist doch toll. Ich sehe meine Tochter vor Augen, der schnell mal ein "der Alte ist irgendwie cringe!" über die Lippen kommt. Das liegt bei so was ja auch schnell auf dem Tisch und scheint eher das Gegenteil gewesen zu sein.
felixs:
--- Zitat von: Namo am 18.02.2026 | 16:05 ---in denen die wichtigste Aussage aber gefehlt hat (oder ich habe es überlesen, da ich erst jetzt zum Schreiben komme und den Bericht die Tage gelesen habe): Hat es ihnen denn Spaß gemacht oder eben nicht? Im Feedback gab es pros und cons. Aber wie war die allgemein, oder einzelne, Stimmung in Bezug auf die Frage ob man nochmal spielen möchte?
--- Ende Zitat ---
Bin nicht sicher, ob das die wichtigste Aussage ist - im Gegenteil meine ich herausgelesen zu haben, dass es für den Spielleiter keine gute Erfahrung war. Das reicht doch eigentlich und das ist ja auch ein negatives Ergebnis.
Galatea:
--- Zitat von: Zed am 18.02.2026 | 11:56 ---Ein weiterer Mechanismus, der nicht gut aufging: Analog zur "Nat 1" und "Nat 20" habe ich allen natürlichen Würfen zwischen 1 und 20 einen kleinen Nebeneffekt gegeben. Zum einen brauchte es etwas, diesen Mechanismus zu verinnerlichen, zum anderen waren die erwürfelten Nebeneffekte bis auf wenige Ausnahmen in den jeweiligen Situationen eher nutzlos.
Die drei Waffengruppen Wucht/Scharf/Spitz haben noch Standardeffekte, die wir im Eifer des Gefechts des ersten Spieltages außer acht gelassen hatten. Beim Kampf des 3. Spieltags haben wir sie eingeflochten, und mir hat es gefallen, aber die Spielenden hatten doch nicht wahrnehmbar mehr Freude am Kampf.
--- Ende Zitat ---
Das sind in meiner Erfahrung Sachen die Anfängern sehr egal sind. Die denken da meist noch sehr einfach und direkt (Waffe trifft ->macht Schaden) und haben für so Kleingefitzel wie Waffenkategorien oder kritische Treffer überhaupt keine Wertschätzung - wenn überhaupt ist es eher lästig, weil mehr würfeln und weniger spielen. Sowas kommt erst später, wenn man sich am einfachen TP runterkloppen sattgespielt hat und anfängt nach mehr Tiefe zu suchen.
Zed:
War das Ganze eine negative Erfahrung?
Was ich erwartet oder erhofft hatte, ist nicht eingetreten: Dass diese Gruppe und ich „gegenseitig ins Schwingen kommen“ und Freude an der „real werdenden“ Spielwelt haben. Dass sie gerne rätseln, wie alles zusammenhängt, und fragen, wann wir weiterspielen, um die letzten Fragen zu klären.
Ich bin also etwas enttäuscht, aber nicht niedergeschlagen. Bei dieser Einsteigendenrunde war vieles am Werk, das ich noch nicht eingeordnet habe, ja vielleicht noch nicht einmal wahrgenommen habe.
Einen heftigeren Schlag hat meine Systembastelmotivation bekommen. Gut, dass ich im Sommer die Testsession mit dem erfahrenen Spieler hatte, da war vieles aufgegangen.
Trotzdem muss ich das auch erstmal verdauen, und wohl noch mehr Testläufe mit der eigentlichen Zielgruppe, erfahreneren Spielenden, spielen.
@Galatea
Ja, da hast Du Recht, und ein wenig besser wurde es ja schon in Session 3.
Galatea:
Naja, du solltest berücksichtigen, dass sich deine Stammgruppe schon ewig kennt und aufeinander eingespielt ist. Die wissen recht gut, wie der Rest der Gruppe reagiert, wenn sie was tun, wen sie bei welcher Gelegenheit anspielen können, etc. - eine neue Gruppe muss sich erstmal aufeinander abstimmen und eine gewisse Sicherheit im Umgang miteinander erlangen.
Was Regelmechaniken angeht würde ich empfehlen die Sachen schrittweise einzuführen. Es hat schon seinen Grund warum Riesenratten, menschliche Räuber und Goblins quasi die Standardgegner für Erstabenteuer sind - die haben praktisch keine Rüstung, keine Resistenzen/Immunitäten und kaum besondere Fähigkeiten. Mit etwas spezielleren Gegnern kann man dann in Session 2 oder 3 anrücken, da merken die Spieler dann auch "hoppla, diese Gegner sind anders, da müssen wir unser Vorgehen anpassen". Wenn man das ganze Regelsystem direkt auf die Spieler wirft, riskiert man, dass die so im Regelsumpf verloren gehen, dass sie nicht mal mehr die Grundlagen erfassen können.
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