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Nützlichkeitsunterschiede von Skills und was man dagegen tun kann

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Ainor:

--- Zitat von: flaschengeist am 12.12.2025 | 11:29 ---Ich habe auch langsam den Eindruck, dass manche hier einfach nicht verstehen, welche Unterschiede mit verschiedenen mathematischen Verteilungen einhergehen.

--- Ende Zitat ---

Das amüsiert mich. Ich kann mich nur Tudor Anschliessen. Was ich aber in der Tat nicht verstehe ist was eine weitere Grundsatzdiskussion über allgemeine Würfelverteilungen mit dem Thema zu tun hat, aber das habe ich schon auf Seite 1 geschrieben.

Was aber viel interessanter ist: unterschiedliche Skills haben in der Gruppe ganz andere Wahrscheinlichkeiten wenn man das relevante Ergebniss betrachtet. Nehmen wir eine Gruppe mit +5, +3, +1 und -1 Bonus.

1.) Über die Fallgrube springen (die UND Probe)
Relevantes Ergebniss: Alle vier schaffen den Wurf.
Wahrscheinlichkeit bei DC 5/10/15/20 = 0.61 / 0.17 / 0.02 / 0.00
 
2.) Wissenswurf für die Verwundbarkeit eines Gegners (die ODER Probe)
Relevantes Ergebniss: Einer schafft den Wurf (und erklärt es allen anderen).
Wahrscheinlichkeit bei DC 5/10/15/20 = 1.00 / 0.99 / 0.88 / 0.50
 
Eine DC 5 UND Probe hat dieselben Chancen wie eine DC 19 ODER Probe.
Das muss man bedenken wenn man die DCs festsetzt. Grade wenn beim Springen etc. zu hohe DCs angesetzt werden bekommt die Gruppe schnell ein Gefühl von Inkompetenz.

Tudor the Traveller:

--- Zitat von: Ainor am 12.12.2025 | 13:07 ---Was aber viel interessanter ist: unterschiedliche Skills haben in der Gruppe ganz andere Wahrscheinlichkeiten wenn man das relevante Ergebniss betrachtet.

[...]
 
Eine DC 5 UND Probe hat dieselben Chancen wie eine DC 19 ODER Probe.
Das muss man bedenken wenn man die DCs festsetzt. Grade wenn beim Springen etc. zu hohe DCs angesetzt werden bekommt die Gruppe schnell ein Gefühl von Inkompetenz.

--- Ende Zitat ---

Das stimmt. Mir war der Unterschied auch immer mal durch den Kopf gegangen, aber ich habe ihn nie erfasst. Das macht Fertigkeiten auch nochmal unterschiedlich, weil oft Bereiche nur einfach besetzt werden. Typisches Beispiel ist ein Face SC. Egal, wenn der Rest völlig uncharismatische Rüpel sind, solange das Face vorne ein hohes Charisma hat.

@2D10: nochmal: bei der Frage "DC geschafft oder nicht?" Gibt es keine Ausreißer. Entweder ist das Ergebnis A oder B. Einzelne Zahlen sind irrelevant.

Zu der "Stilblüte": wenn der Barbar scheitern kann, ist die STR des Wizard dafür irrelevant. Der Barbar scheitert nicht, weil der Wizard schwach ist, sondern weil die Tür dem irgendwie entgegensteht. Es gibt keine Korrelation zwischen diesen beiden. Einer bekommt 3 von 4 Türen auf, der andere 1 von 4 Türen. Die Frage ist: woran scheitert der Barbar eigentlich? Der Probenmechanismus liefert eine Antwort, WOBEI man scheitert, nicht WARUM. Das muss abseits des Wurfes definiert werden.

Zed:

--- Zitat von: flaschengeist am 12.12.2025 | 11:29 ---Ich habe auch langsam den Eindruck, dass manche hier einfach nicht verstehen, welche Unterschiede mit verschiedenen mathematischen Verteilungen einhergehen. Keine Ahnung wie ich es noch anders erklären soll

--- Ende Zitat ---

Ich glaube, hier geschieht ein grundsätzliches Missverständnis. Ich versuche es mal mit diesen Worten zu erklären:

Die Leute mit Gegenargumente sehen beim Würfeln zwischen 1D20 und 2D10 aktuell nur einen Shift in den effektiven Wahrscheinlichkeiten und fragen sich, warum man, wenn man andere Wahrscheinlichkeiten will, nicht zB einfach andere Modifikatoren nutzt.

flaschengeist geht es, wie ich ihn verstanden habe, nicht darum, eine auch mal geringere Wahrscheinlichkeit als 5% zu haben.

Die gaußsche Normalverteilung ist ja eine Grundkonstante der Welt. Dass ein Ergebnis von was auch immer in der Realität eben mit Abstand am häufigsten im Mittelfeld liegt (wie zB die Verteilung der Intelligenz) - das bildet 2D10 klarer ab als 1D20.

Die Anwendung von 2D10 anstatt 1D20 macht aus flaschengeist noch keinen Simulationisten, aber warum nicht etwas, was uns aus unserer Realität vertraut ist, fürs Rollenspiel nutzen?

P.S. Wäre das 2D10-Thema einen Split des Threads wert?

flaschengeist:

--- Zitat von: Zed am 12.12.2025 | 15:34 ---P.S. Wäre das 2D10-Thema einen Split des Threads wert?

--- Ende Zitat ---

Prinzipiell guter Vorschlag :d aber ich halte die Wahrscheinlichkeit für hoch, dass nur weiter aneinander vorbei geschrieben wird und dafür ist mir meine Zeit ehrlich gesagt zu schade.
Sprich: Zumindest ich habe an der Stelle fertig ;).

Ainor:
Das Missverständniss beruht darauf das einerseits über die Probe andererseits über den Würfelwurf als Zufallsexperiment geredet wird. Mit 2w10-(1w2-1) bekäme man in meinem Beispiel oben:

1.) Über die Fallgrube springen (die UND Probe)
Relevantes Ergebniss: Alle vier schaffen den Wurf.
Wahrscheinlichkeit bei DC 5/10/15/20 = 0.83 / 0.26 / 0.01 / 0.00
 
2.) Wissenswurf für die Verwundbarkeit eines Gegners (die ODER Probe)
Relevantes Ergebniss: Einer schafft den Wurf (und erklärt es allen anderen).
Wahrscheinlichkeit bei DC 5/10/15/20 = 1.00 / 1.00 / 0.84  / 0.26

Eine DC 5 UND Probe hat hier etwa dieselben Chancen wie eine DC 15 ODER Probe.
Man muss sich also immernoch sehr genau überlegen welche DCs man setzt, vielleicht sogar noch genauer weil die Verteilung an der Rändern steiler ist. Entsprechend kann ich nur wiederholen:
Es wird zu viel darüber geredet wie gewürfelt werden soll, und zu wenig darüber wie oft.


--- Zitat von: Tudor the Traveller am 12.12.2025 | 15:08 ---Typisches Beispiel ist ein Face SC. Egal, wenn der Rest völlig uncharismatische Rüpel sind, solange das Face vorne ein hohes Charisma hat.

--- Ende Zitat ---

Tjo, der Face Charakter beruht ja darauf dass Soziale Fähigkeiten als Einzelaktion abgehandelt werden können und die Rüpel vor der Tür bleiben. Die Schwierigkeit hier ist dass der W20 nacher recht klein ist und es dann DCs gibt die der Face immer schafft und die anderen garnicht schaffen können.


--- Zitat von: Tudor the Traveller am 12.12.2025 | 15:08 ---Zu der "Stilblüte": wenn der Barbar scheitern kann, ist die STR des Wizard dafür irrelevant. ... Der Probenmechanismus liefert eine Antwort, WOBEI man scheitert, nicht WARUM. Das muss abseits des Wurfes definiert werden.

--- Ende Zitat ---

Jo. Zu Türen hatten wir ja letztlich schon einen Thread. Das Ganze wird sogar noch unwichtiger wenn man bedenkt dass man ja bei einer schwachen Tür nur würfelt wie lange es dauert. Korrekt formuliert wäre: Der Barbar braucht 12 (oder 18) Sekunden. Und nicht etwa dass er es nicht schafft.

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